Korrektur beim Yen oder mehr

Heute werfen wir einen Blick auf die japanische Währung, denn hier gibt es einige interessante Entwicklungen zu beobachten.

Der Yen wird wieder stärker

Der Yen scheint zurück zu kommen. Die massive Impulswelle der letzten Wochen verliert an Momentum und der Yen erstarkt gegen praktisch sämtliche relevanten Währungen.

Sicherlich ist diese Reaktion in Anbetracht der massiven Kursverluste erklärbar – wir denken an eine aggressive Longpositionierung der Commercials an den Terminbörsen, vom Timing jedoch, war die Terminierung außerordentlich schwierig.

Dies liegt daran, dass während derlei extremen Marktphasen Kurs- und Zeitprognosen einfach unmöglich sind. Er herrscht die blanke „Panik“, wenn Sie so wollen.

Chance auf Fortsetzung der Yen-Korrektur

Jedenfalls bietet die aktuelle Entwicklung durchaus eine Chance auf eine Fortsetzung der Yen-Korrektur.

Beim Euro gegen den Yen wäre ein Pullback in Richtung 118 als antizyklische Shortchance durchaus lohnenswert. Selbst ein „Normalrückgang“ im EURJPY könnten den Markt in Richtung 113/112 führen.

Den Stopp sollten Anleger jedoch im Bereich 120 legen, also großzügig denken, da die Vola im Pärchen weiter hoch sein wird.

Hintergrund: Finanzpolitik in Japan

Als Hintergrund für diese Entwicklungen sind die politischen Ereignisse in Japan interessant.

Shinzō Abe wurde im vergangenen Jahr erneut zum Premierminister in Japan gewählt – bereits 2006/2007 hatte er dieses Amt inne.

Mit dem Regierungswechsel änderte sich natürlich auch die Finanzpolitik. Premierminister Abe hält viel davon, die Wirtschaft sozusagen durch Gelddrucken anzukurbeln und die Deflation über eine Inflationierungspolitik anzufeuern.

Dies hat dazu geführt, dass der Yen in den letzten Monaten deutlich abgewertet hat. Nun ist die japanische Währung wieder stärker geworden. – Es bleibt also spannend, wie es für den Yen weitergeht.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

16. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.