Ölpreis mit Entspannungstendenzen

In dieser Woche sehen die COT-Daten eher unspektakulär aus, es sind wenig klare Positionierungen seitens der Commercials erkennbar.

Seit der letzten Woche hat sich nicht sehr viel geändert: Wir sind nach wie vor im Longbereich bei den T-Bonds sowie beim japanischen Yen und etwas unentschlossen im Bereich Aktienindizes.

Im März ist allgemein der Monatsbeginn eher schwach, sodass man im Bereich des Aktienmarkts nicht unbedingt auf der Longseite sein muss – und wenn doch, dann wirklich nur kurzfristig.

Für Öl ging es bergab

Schauen wir uns nun die Entwicklungen beim Öl genauer an. Der Ölpreis konnte in den letzten Wochen schön unserer Prognose folgen und stürzte von der Klippe.

Seit der Shortempfehlung fielen die Kurse um satte 6 US-$, was pro Kontrakt immerhin 6.000 US-$ Gewinn bedeutet.

Commercials bauen Shortpositionen langsam ab

Seitens der Commercials, also den „Insidern“ am Ölmarkt, gibt es wenig Neues zu berichten.

Diese sind tendenziell immer noch short, wobei die Shorts zunehmend abgebaut werden. Einzig die Saisonalität spricht derzeit für einen Anstieg im Ölpreis.

Am Tageschart erkennen wir, dass die „Pullback-Zone“ bei 90 US-$ erreicht wurde und der Markt auf kurze Sicht deutlich über-ver-kauft ist.

Vom Freitag kommt eine Reversalkerze dazu, die dem Markt Stabilität verleihen sollte. Ergo bieten sich jetzt Gewinnmitnahmen an.

Ob sich Longpositionen lohnen

Lohnen sich aktuell Longpositionen? – Im Moment eher nein, denn dazu reichen die Signale wirklich nicht aus und es wird vermutlich noch weit bessere Chancen geben.

Letztlich ist der Markt wirklich nur über-ver-kauft, aber dem steht auch eine hohe Trenddynamik entgegen.

Sollte der der Markt wirklich „unten“ sein, wird es sicherlich zu volatilen Bewegungen im 90iger-Bereich kommen. Vorerst ist es aber ausreichend, seine Gewinne aus den Shorts erst einmal zu sichern.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

4. März 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.