Russell 2000 notiert auf Allzeithoch

Heute geht es um den Russell 2000, den am meisten beachteten Index in den USA, wenn es um das Thema Nebenwerte geht.

Russell selbst ist die Indexbetreibergesellschaft (vergleichbar mit Dow Jones).

Gute Vorzeichen für den Russell 2000

Der Russell 2000 beinhaltet – wie der Name schon sagt – 2000 Titel. Er gibt damit ein aufschlussreiches Bild über die Marktbreite, denn er beinhaltet wirklich viele Einzelwerte. Zum Vergleich: Der Dow Jones Industrial besteht aus nur 30 Titeln.

Da der Russell auf frischem Allzeithoch (im Bereich 844 bis 848 Punkte) notiert, kann die Marktbreite also nicht schlecht sein.

Nach solchen technisch starken Signalen hat der Markt zunächst einmal einen Freifahrtschein und Shortpositionen verbieten sich – eigentlich.

Accumulation/Distribution-Linie zeigt negative Divergenz zum Preischart

Die Warnhinweise sind jedoch nicht zu übersehen. Da wäre die Accumulation/Distribution-Linie, die anzeigt, ob auch das Volumen mit den Preisen nach oben geht.

Diese Linie zeigt ein Hoch, gefolgt von einem niedrigeren Hoch – das bedeutet also eine negative Divergenz zum Preischart.

Weitere Warnhinweise

Weiterhin sind die Commercials, die gut informierten Marktteilnehmer, deutlich short in dem Index – sie scheinen den positiven Vorzeichen nicht zu trauen. Dies wird mittelfristig sicherlich zum Problem.

Zudem beginnt langsam die Phase saisonaler Schwäche, die wir in Anbetracht der nun dann doch übergekauften Marktlage durchaus ernst nehmen dürfen.

Diese startet zwar erst im Februar, allerdings sind wir aktuell in einer Dip-Phase. Das dürfte daran liegen, dass wir uns in der Januar-Verfallswoche befinden, die historisch gesehen schwach ist.

Wie es weitergehen kann …

Allerdings fehlt noch ein Preissignal. Aktuell notiert der Index bei 878 Punkten, erst ein Rückfall unter das alte Allzeithoch bei 862 würde die Ampel auf gelb springen lassen.

So richtig bärisch wären erst Kurse unter 827. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, keine Frage, aber in Anbetracht der Vola kann der Russell dies auch in kurzer Zeit erledigen.

Fazit: Trader und Anleger behalten den Russell in den kommenden Wochen genau im Auge. Ein Abtauchen unter die genannten Marken ist klar negativ zu werten und dient als Warnsignal für den breiten Markt!

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

15. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.