So funktioniert der Setuphandel am Beispiel von Kupfer

Heute schauen wir uns an, wie ein Setuphandel funktioniert. Aber was ist überhaupt ein Setup?

Eine kurze Definition

Ein Setup ist eine Grundvoraussetzung, die erfüllt sein muss, damit ein Trade in die eine oder andere Richtung überhaupt zustande kommt.

Am besten sind Setups unabhängig von Preisen, die wir ja in Charts finden können. Wichtige Setups für mich sind beispielsweise Intermarkets, das Volumen, die Saisonalität oder das Verhalten der Commercials.

Ein konkretes Beispiel: Kupfer

Bleiben wir bei den Commercials. Am Chart von Kupfer erkennen wir einen bullischen Ausbruch nach oben. Diesem folgte jedoch ein massiver Abverkauf.

Ich kann mir die Konten der Trader sehr gut vorstellen, die eben nur nach Charts handeln… Fakt ist jedoch, dass das mit dem richtigen Setup nicht passiert wäre.

RSI-Indikator, Saisonalität und ein Volatilitätsindikator haben keine klaren Hinweise darauf gegeben, dass es für Kupfer deutlich bergab gehen würde. Nur wenig deutete darauf hin, dass der Ausbruch nach oben tatsächlich ein Fehlausbruch ist.

Somit war es schwer bzw. nahezu unmöglich durch die reine Analyse der Charts zu erkennen, dass der Markt nach unten abdriften würde.

Die Rolle der Commercials

Die Commercials – die Großanleger, die am besten informierten Anleger im Kupfermarkt – waren allerdings zum Zeitpunkt des bullischen Ausbruchs massiv short. Aus diesem Grund sollte der Ausbruch mindestens „verdächtig“ sein – zumindest für die Bullen.

Zudem war der Anteil der Positionierung der Commercials am gesamten Open Interest sehr hoch. Ein solches Level war in der Vergangenheit meist mit Markthochs im Kupfer verbunden.

Hinzu kommt, dass mein Range-Indikator recht weit unten war. Wenn dieser Indikator unten ist, dann ist der Markt normalerweise oben und umgekehrt. Auch dies deutete also darauf hin, dass der Kurs nach unten gehen könnte.

Analyse von Charts und Setups kombinieren

Die Setup-Trader setzen einen Short-Stopp unter die Ausbruchskerze. Wird dieser Stopp aktiviert, dann liegt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlausbruchs im Bereich von 85%.

Denn: mit dem Fehlausbruch sind viele Bullen auf dem falschen Fuß erwischt worden, sie müssen glattstellen und ihre Verluste begrenzen. Hinzu kommt die „Energie“ der kommerziellen Short-Positionen, die den Markt genau jetzt unter Druck setzt.

Trader sollten also in jedem Fall Setups für Ihren Handel heranziehen und sich nicht nur auf die Analyse von Charts verlassen.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

1. März 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.