S&P 500 erst mal runter

Die Nachrichten aus Zypern hielten am Montag die Märkte in Atem.

Zwar geht es bei dem Inselstaat im Vergleich zu vorherigen Rettungsaktionen um nicht mehr als Peanuts, aber die Märkte scheinen derzeit nach einem Katalysator zu suchen, um ihre übergekaufte Situation abzubauen.

Deswegen werfen wir heute einen Blick auf den S&P 500.

Korrektur beim S&P 500 ist überfällig

Beim S&P 500 sieht es – trotz starkem Drang nach oben – so aus, als ob der Index längst überfällig für eine Korrektur ist.

Die technischen Indikatoren sind überhitzt und brauchen eine Abkühlung, die entweder über einen heftigen Abverkauf, also kurz und schmerzlos, oder aber durch ein permanentes Auf und Ab der Kurse mit leichtem Abwärtsdrang zustande kommen sollte.

Die Zeit nach der Verfallswoche

Ohnehin steht nach der Verfallswoche im März ein schwacher Markt an. Der S&P 500 verlor regelmäßig nach dem dreifachen Verfall an Wert.

Eine genaue Übersicht über die Auswertung der Trades aus den letzten 32 Jahren können Sie sich im Video anschauen. Egal an welchem Tag Sie den Trade glattstellen würden: Die Performance ist negativ, der Profit Factor liegt beispielsweise für alle Tage unter 1.

Die Tendenz nimmt dabei vom ersten Tag nach dem Verfall zu, also vom Montag bis zum darauffolgenden Freitag. Das heißt, die Verluste werden von Tag zu Tag größer.

Tatsächlich hätte ein Anleger, der 100.000 US-$ am Verfallstag in einen ETF auf den S&P 500 investiert und diesen 5 Tage gehalten hätte, einen Verlust von rund 22.000 US-$ erzielt.

Nur 31% der Trades wären profitabel gewesen, wenn man gekauft hätte. Insgesamt ist dies also ein schlechtes Pattern.

Entsprechend negativ ist auch die Saisonalität zu beurteilen, was Sie im Video deutlich auf einem Saisonal-Chart sehen können.

Der Markt sollte sein Hoch erst einmal gesehen haben: Von nun an bis Ende des Monats weist die Saisonalität darauf hin, dass es bergab geht.

Auch die Saisonalität spricht also für eine Korrektur im S&P 500. Charttechnisch ist eine solche Korrektur erst einmal unproblematisch.

Auch wenn sie etwas stärker ausfallen sollte, gibt es noch viel Platz bis zu den entscheidenden Trendlinien, die den mittelfristigen Trend nach unten drehen würden.

19. März 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.