S&P 500 macht es Gold nach!

Nachdem Gold in den letzten beiden Tagen so viel verloren hat wie seit 30 Jahren nicht mehr (!!), springt die Panik langsam aber sicher auch auf die Aktienmärkte über.

Die Edelmetall-Kurse fallen

Nicht nur für Gold ging es bergab, sondern auch der Silberkurs fiel deutlich in die Tiefe.

Und auch beim Goldminen-Index HUI sieht die Situation nicht besser aus. Hier gehen nach einer vollendeten Schulter-Kopf-Schulter-Formation die Kurse in den Keller – von einer Kurshalbierung sind wir aktuell nur noch ca. 70-80 Punkte entfernt.

Da fragt man sich natürlich, welche Folgen all das auf die Aktienmärkte haben wird. Deswegen schauen wir uns nun den S&P 500 genauer an.

Die Folgen für den S&P 500

Die Entwicklungen hinterlassen natürlich ihre Spuren: Der bombenfeste S&P 500 verliert mehr als 2% – und das sogar bei hohen Umsätzen.

Die Unterstützungen sind bereits erreicht und eigentlich sollte das April-Tief halten, ansonsten geht es in Richtung Januar-Tiefs.

Wirklich besorgniserregend ist der Sprung in der Vola, die zum Handelsende in den USA um ganze 43% (!!) anzieht.

Die Vola hat ein höheres Tief gebildet, während der S&P 500 ein höheres Hoch gebildet hat. Das ist untypisch, weil diese Hochs und Tiefs in der Regel einhergehen sollten.

Wenn der S&P 500 steigt, geht die Vola normalerweise zurück und wenn der Index fällt, dann springt die Vola nach oben. Das ist in diesem Fall nicht eingetreten. Stattdessen hat sich eine bärische Divergenz gebildet.

Verlieren die Notenbanken langsam die Kontrolle?

Die rückläufigen Preise bei Gold, Öl und den Aktien signalisieren, dass die Notenbanken immer mehr die Kontrolle über die Inflationierungspolitik verlieren, vielmehr scheint eine ausgewaschene Deflation ins Haus zu stehen.

Wenn Sie das nicht glauben können, dann fragen Sie sich, ob Sie noch vor einer Woche glauben konnten, dass der Goldpreis per heute 250 US-$ tiefer steht.

Mein Tipp für heute: Seien Sie lieber etwas vorsichtig und spielen Sie eher die Shortseite.

Die Märkte befinden sich aktuell in einer kritischen Phase und werden nun wohl ihre Tops bilden, wenn sie das bis jetzt noch nicht getan haben – egal, ob es der Goldmarkt oder der Aktienmarkt ist. Der Wind wird also etwas rauer.

16. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.