S&P 500 – Vorsicht!

Zum Start in die neue Woche schauen wir uns heute den S&P 500 an.

Interessant ist vor allem der Vergleich von Kassamarkt und Futures-Markt, denn hier kann man einige Unterschiede erkennen.

Allzeithoch im Futures-Markt bereits erreicht

Der S&P 500 hat im Futures-Markt sein Allzeithoch erreicht.

Im Kassamarkt sind es noch ein paar Punkte bis dahin, aber meine Erfahrung sagt mir, dass derlei Konstellationen durchaus relevant sind, sprich der Markt den Widerstand im Futures-Markt durchaus zur Kenntnis nehmen wird.

Schauen wir uns nun den Futures-Markt genauer an. Hier werden die Kontrakte zurückadjustiert und insofern ist die Zeitreihe – insbesondere wenn man sie langfristig betrachtet – leicht unterschiedlich.

Der Blow-Off-Indikator ist deutlich nach unten gegangen und befindet sich nun unter der roten Linie – in der Vergangenheit kam es danach in den meisten Fällen zu einer größeren Bewegung.

Wir haben hier also eine Konstellation für eine explosive Bewegung im S&P 500 – entweder geht es nach oben oder nach unten, beides ist möglich.

Daher sollten Sie in den nächsten Wochen vorsichtig sein und die Entwicklungen am Futures-Markt genau beobachten.

Kassamarkt: Verlaufshoch mit geringen Umsätzen

Auch am Kassamarkt ist einiges passiert. Negativ fällt auf, dass der Markt am Freitag zwar ein neues Verlaufshoch markiert, dieses jedoch mit sehr geringen Umsätzen zustande kam.

Vorsicht also vor diesem neuen Hoch – es könnte trügerisch sein.

Die Commercials, also die großen Marktteilnehmer haben in dieser Woche keine entscheidenden Signale produziert, so dass ich von Seiten der COT-Positionierung keine Tendenz erkennen kann.

Interessant ist auch, dass mein „Blizzard“-Indikator eine erhöhte Volatilität für die kommenden ein bis zwei Wochen prognostiziert.

Auch hier sollten Sie also genau beobachten, wie sich die Lage weiterentwickelt, und dementsprechend handeln.

Die Aussichten für die nächsten Tage

Das Szenario für die folgenden Tage sieht demnach wie folgt aus:

Sollte es der S&P 500 schaffen, über sein Allzeithoch im Futures-Markt auszubrechen, steht eine Akzelerationsphase nach oben auf dem Programm.

Fällt der Markt unter sein Ausbruchstief vom Freitag, dann bietet sich hier eine Shortchance an.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

11. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.