Sprung in den Februar

Es sind noch ein paar Tage bis zum Monatswechsel, dann startet der Februar. Der Januar scheint – so sieht es derzeit aus – fulminant enden zu wollen.

Ob sich aktuell ein Kauf lohnt oder ob man besser nichts unternehmen sollte, ist nicht ganz einfach zu entscheiden. Dabei helfen die historischen Daten der vergangenen Jahre.

Monatswechsel in den letzten Jahren meist bullisch

Traditionell zeigen vor allem die Aktienmärkte um den Monatswechsel ein bullisches Bias. Wie Sie an meinen Auswertungen des DAX erkennen können, gilt dies auch für unser deutsches Börsentier.

In den letzten 22 Jahren stieg der DAX in immerhin 77% der Fälle 2 Tage vor dem Monatswechsel an.

Netto konnten Anleger rund 18.000 € damit verdienen – allerdings lag der Rückschlag auch bei knapp 9.000 €. Das Chance-Risiko Verhältnis liegt mithin bei 2. Ein solcher Wert ist in Ordnung, aber es ist kein toller Wert.

Performancekurve wackelig: Weitere technische Indikatoren einbeziehen

Insgesamt zeigt sich die Performancekurve schon eher einmal „wackelig“ – zwar steigt sie tendenziell nach oben an, wird aber immer wieder von deutlichen Rücksetzern unterbrochen.

Alles in allem meine ich, man kann den saisonalen positiven Unterton zwar handeln, man sollte zur Sicherheit jedoch Signale von anderen technischen Indikatoren oder Chartpatterns abwarten.

Sicher ist jedoch auch, der Trend des DAX zeigt weiter nach oben und insofern sind steigende Kurse eher zu erwarten, als fallende Preise.

Beste Chancen am vorletzten Handelstag

In den letzten Jahren war der Kauf am zweitletzten Handelstag im Januar am rentabelsten.

Zu diesem Zeitpunkt wurden durchschnittlich bessere Ergebnisse erzielt als am drittletzten oder am letzten Handelstag im Januar. Insofern ist vermutlich heute der beste Zeitpunkt für einen Monatswechselkauf beim DAX.

Soviel zur Entwicklung beim DAX. Alles in allem sieht die Situation beim S&P 500 ähnlich aus.

Am ersten Handelstag im Februar werden wir dann wieder einen Blick auf die Entwicklungen im Januar werfen. Es geht dann noch einmal um den Januar Indikator – für diesen sind nämlich die letzten 5 Handelstage des Monats entscheidend.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

30. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.