Syrien belastet auch den S&P 500

Der Konflikt in und um Syrien belastet derzeit vor allem die Märkte. Es ist die Angst vorm Krieg, die erneut die Aktien unter Druck bringt – das gilt auch für die US-Märkte. In der heutigen Ausgabe schauen wir uns die Entwicklungen genauer an.

Gap beim S&P 500

Werfen wir einen Blick auf den S&P 500, einen sehr wichtigen Aktienindex, der die 500 größten US-Unternehmen beinhaltet.

Der S&P 500 schwächelt. Er befindet sich nach wie vor in einem Abwärtstrend, der sich inzwischen etabliert hat. Gestern haben wir sogar ein Gap – also eine Kurslücke – gerissen. In den meisten Fällen werden solche Gaps in naher Zukunft geschlossen.

Marktbreite spricht für Bodenbildung

Die Marktbreite deutet an, dass dies bald beim S&P 500 passieren könnte: Die AD-Linie, also die Linie der gestiegenen zu den gefallenen Aktien, zeigt eine positive Divergenz zu den Preisen an – der Index macht also neue Tiefs, die AD-Linie aber nicht.

Das ist ein Anzeichen für eine Verbesserung der Marktbreite und eine solche Verbesserung kann mit einer Korrekturbewegung einhergehen.

Ein ähnliches Bild zeigt der sogenannte McClellan Oszillator, der ebenfalls mit Marktbreitedaten rechnet. Hinzu kommt, dass einer meiner eigenen Indikatoren ebenfalls extreme Werte anzeigt, die zuletzt immer (!) zu Böden geführt haben.

Die Nachrichtenlage ist entscheidend

Es gibt also ein paar Informationen, die darauf hindeuten, dass der Markt nicht mehr allzu lange in seiner Abwärtsbewegung verharren wird. Wann genau der Markt drehen wird ist allerdings gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Situation schwer einzuschätzen.

Es könnte also auch diesmal so sein, wie häufig bei kriegerischen Auseinandersetzungen: Kaufen, wenn die Kanonen donnern.

Für Sie als Trader ist es auf jeden Fall wichtig, die Nachrichten zu verfolgen, denn im Moment werden die Märkte von Neuigkeiten in Sachen Syrien deutlich beeinflusst.

Daher könnte es zu abrupten Richtungsänderungen kommen – im Zweifel ist es auch sinnvoll, eher passiv zu bleiben.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

28. August 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.