Teilungsversteigerung: So sehen Beantragung und Ablauf aus

Bei der Teilungsversteigerung stellt einer von mehreren Miteigentümern den Antrag, das gemeinschaftliche Grundstück zu versteigern. Hintergrund des Verfahrens ist also nicht– wie bei der Zwangsversteigerung –die Zahlungsunfähigkeit der Eigentümer, sondern vielmehr die Uneinigkeit der Eigentümer, wie das gemeinsame Eigentum genutzt werden soll. Gründe für Teilungsversteigerungen sind oft Ehescheidungen oder Erbstreitigkeiten. Die rechtlichen Grundlagen für die Teilungsversteigerung finden sich im Zwangsversteigerungsgesetzt (ZVG).

Die Teilungsversteigerung ist beim Amtsgericht, in dessen Bezirk das betreffende Grundstück liegt, zu beantragen. Antragsteller können sowohl einzelne wie auch alle Miteigentümer des Grundstücks sein. Alle Miteigentümer die keine Antragsteller sind, werden als Antragsgegner bezeichnet. Die Antragstellung setzt lediglich ein Miteigentum voraus, wobei es auf die Größe des Anteils nicht ankommt. Der Miteigentümer muss grundsätzlich im Grundbuch eingetragen oder Erbe eines im Grundbuch eingetragenen Eigentümers sein (§ 181 ZVG).

Grundbesitz, der Eheleuten gemeinschaftlich gehört, kann bei einer Zugewinngemeinschaft nur dann teilungsversteigert werden, wenn beide Ehepartner zustimmen (§ 1365 BGB). Wird durch die Versteigerung das Wohl eines (auch volljährigen) Kindes ernsthaft gefährdet, kann das Verfahren auf Antrag bis zu fünf Jahre eingestellt werden (§ 180 ZVG).

Sondereigentum: Das Pendant zum Gemeinschaftseigentum

Sondereigentum: Das Pendant zum GemeinschaftseigentumSondereigentum ist das Gegenstück zum Gemeinschaftseigentum und bedeutet Alleineigentum. Dient das Sondereigentum nicht zu Wohnzwecken, wird es Teileigentum genannt. Diejenigen Teile der Wohnung, die nicht Gemeinschaftseigentum sind und die in… › mehr lesen

Das Verfahren der Teilungsversteigerung wird weitgehend analog zur Zwangsversteigerung abgewickelt (§ 180 Abs. 1 ZVG).

Der bei der Versteigerung erzielte Überschuss gehört (nach Abzug der Verbindlichkeiten) den Miteigentümern gemeinschaftlich. Können sich die Miteigentümer nicht über die Verteilung einigen, hinterlegt das Gericht den Betrag zugunsten aller Miteigentümer (§ 177 Abs 2 ZVG).


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.