Wall Street – Angst vor dem Ende der Geldpolitik?

Gestern Morgen hatte ich Sie auf den Showdown rund um Ben Bernanke vorbereitet und verwies daraufhin, dass seine Worte ganz alleine, den weiteren Marktverlauf entscheiden werden.

In der Anhörung vor dem US Wirtschaftsausschuss bekräftigte er zunächst einerseits, dass er die Geldpolitik so lange „locker“ lassen würde, wie es nötig sei.

Andererseits sei ein Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm in den kommenden Monaten durchaus möglich, allerdings setze dies eine positive Entwicklung bei den US-Konjunkturdaten voraus.

Die Worte von Ben Bernanke führten kurzfristig zu einem weiteren Anstieg an den US Börsen. Im Anschluss wurde dieser Anstieg aber wieder vollständig abverkauft.

Die Sorge vor dem baldigen Ende der Geldpolitik oder auch nur einer kleinen Reduzierung, machte den Anlegern Angst.

Über Wochen betone ich nun schon, dass der Aktienmarkt am Zipfel der Geldpolitik ist. Aktuell sei dies zwar ein wunderschönes Bild aber langfristig ist es keine Lösung und das ist nun mal Fakt!

Insbesondere da sich diese Maßnahmen nicht an den Punkten so positiv durchsetzen, wo sie es eigentlich sollten! Gleiches sehen wir auch mit Blick nach Japan.

Wie dem auch sei, am gestrigen Abend ging es dann in Runde zwei der Highlights des Tages, denn es wartete ja noch die Veröffentlichung des FOMC Sitzungsprotokoll.

Die Anzahl an Mitglieder, welche sich für eine Drosselung der Geldmarktpolitik aussprechen, hat erneut zugenommen. Demnach verstärkte sich gestern Abend nochmals die Sorge um die Geldpolitik.

Weiter geht es natürlich mit einem Blick auf die US Indizes und den Start macht der Dow Jones Index.

Diesem gelang wie zuvor angesprochen, zum Handelsauftakt ein positiver Start aber im Anschluss folgte ein kleiner Sell Off und dieser könnte kurzfristig auch noch anhalten und ggf. zu Kursen um 15.200/15.150 Punkte führen.

Bricht auch dieser Bereich, so muss man sich auf Kurse bis ca. 15.000 Punkte einstellen.

Im S&P 500 Index hatte ich die Tage mehrfach auf eine derzeitige Begrenzungslinie als wichtigen Widerstand hingewiesen. Mehrere Tage kämpfte der Index bereits mit dem markanten Widerstand.

Gestern hüpfte der Index im Intraday-Handelsverlauf darüber, fiel aber dann wieder deutlich zurück. Übergeordnet betrachtet besteht nun die Gefahr, dass der Index ohne ein neues Hoch bis auf 1.600 Punkte korrigiert!

Der Nasdaq100 Index darf wie in der täglichen Übersicht nicht fehlen. Auch hier kämpfte der Index mehrere Tage in Folge schon mit dem oberen Bollinger Band im Monatschart.

Ähnliche wie S&P 500 Index, gelang dem Nasdaq100 nur ein kurzzeitiger Intraday Ausbruch und es endete in einem kleinen Abverkauf.

Dies könnte auch hier ein mahnendes Zeichen sein. Solange dem Index kein Ausbruch über das gestrige Hoch gelingt, besteht die Chance für eine gesunde Korrektur in Richtung von ca. 2.880 Punkten.

Zum Abschluss blicken wir auf die Aktie des Tages: Facebook

Mein prognostiziertes Kursziel von 25$ wurde erfolgreich abgearbeitet. Mit sage und schreibe sechs negativen Tageskerzen hat sich die Aktie auf mein Kursziel zubewegt.

Mehr dazu wie gewohnt im Daily Dax US Morning Video.

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23. Mai 2013

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.

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