Wall Street: Die Fed sitzt am langen Hebel

Wie gewohnt starte ich mit dem Rückblick auf die Ergebnisse von Freitag und diese lauten wie folgt: Der Dow-Jones-Index schloss nach einem Zuwachs von 0,2 Prozent bei 16.491 Punkten. Der S&P 500 Index schloss bei 1.877 Punkten, was einem Gewinn von 0,4 Prozent entsprach. Der Nasdaq100 beendete den Handel bei 3.587 Punkten und bewegte sich somit um 0,7 Prozent nach oben.

Auf Wochensicht waren hierdurch folgende Endergebnisse zustande gekommen. Der Dow Jones schloss 0,5 Prozent niedriger und der S&P 500 Index beendete den Handel auf Wochensicht unverändert. Der Technologieindex Nasdaq kam hingegen durch den Zuwachs von Freitag noch auf einen Zuwachs von 0,8 Prozent innerhalb der Vorwoche. Insgesamt haben wir somit ein sehr durchwachsenes Gesamtbild erlebt.

Woche der Notenbanken

In dieser Woche geht es wieder einzig und allein darum, was die Fed am Mittwoch innerhalb derer Veröffentlichung des letzten Sitzungsprotokoll preis gibt und ob die EZB zu weiteren Maßnahmen greift. Grundsätzlich bin ich kein Freund von solchen Gegebenheiten, da schließlich nur die Worte der Oberhäupter der Notenbanken im Fokus stehen.

Blick auf die Indizes

Gehen wir mal davon aus, dass die globalen Notenbanken für ein Kursfeuerwerk sorgen. Selbst dann ist meine Erwartung, dass die Hochs der Vorwoche nicht überwunden werden. Wir befinden uns unverändert innerhalb eines Prozesses, welcher ausschließlich zur Ausbildung eines Verlaufshochs dient. Meines Erachtens ist dieses mit den Höchstkursen vom 13. Mai bereits vollzogen.

Im Dow Jones halte die Trendunterstützung bei ca. 16.400 Punkten für sehr ausschlaggebend. Wird diese nachhaltig verlassen, dann ist der Weg für einen übergeordneten Rücklauf auf rund 16.000 Punkte geebnet. Da die Unterstützung bislang verteidigt wurde kann es zu einer erneuten Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau kommen.

Beim S&P 500 und Nasdaq100 fasse ich mich deutlich kürzer. Für den S&P 500 ist folgende Marke von großer Bedeutung: Die sogenannte 50 Tage-Linie, welche weiterhin eine starke Unterstützung fungiert. Bricht diese, dann ist wie beim Dow Jones deutlich mehr nach unten zu erwarten. Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Nasdaq100. Unverändert stellt der Bereich von 3.615-3.635 einen massiven Widerstand dar und darunter bleibt die Marke von 3.490 Punkten mein Ziel!

IBM – Auf Messers Schneide

Bereits in meinem letzten Update war ich nicht besonders gut auf die IBM Aktie zu sprechen. Nun droht eine letzte Unterstützung zu fallen. Finger weg von diesem Titel. In der nächsten Zeit gibt es ganz sicher bessere Einstiegszeitpunkte.

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19. Mai 2014

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.

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