Wall Street – Gefährliche Euphorie?

Wie gewohnt zunächst der Rückblick auf die Schlusskurse des Vortages.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent bei 15.126 Punkten aus dem Handel. Der S&P-500-Index ging mit einem Aufschlag von ebenfalls 2,2 Prozent bei 1.693 Punkten aus dem Handel. Der Technologieindex Nasdaq 100 verbuchte per Tagesschlusskurs einen Kursgewinn von 2,1 Prozent und schloss bei 3.210 Punkten.

Nach wochenlangem Stillstand bewegen sich beide politischen Lager in den USA aufeinander zu. Die Republikaner bieten eine kurzfristige Erhöhung der Schuldengrenze an, um mehr Zeit für intensive Verhandlungen zu erzeugen. Das Weiße Haus zeigte sich interessiert und ein Befreiungsschlag der Anleger setzte sich an den Aktienmärkten durch.

Vorsicht vor Euphorie

Die Probleme sind damit noch lange nicht vom Tisch. Es ist wie mit allem in den USA weiterhin ein gefährliches Spiel auf Zeit. Weder die Lage rund um den Shutdown, noch die Schuldenthematik ist auch nur ansatzweise geklärt und bleibt weiterhin ein Eisen im Feuer.

200 Tage Linie leitet Erholung ein

Rund 400 Punkte hat sich der Dow Jones nun innerhalb von nur 2 Tagen erholen können, eine stolze Leistung. Mit einer technischen Gegenreaktion hatte ich aber ohnehin wie in meinem Newsletter auch vermerkt gerechnet.

Die 200-Tage-Linie gehört wohl zu den einfachsten und bekanntesten Hilfsmitteln der Charttechnik. Der ursprüngliche Zweck des Indikators bestand darin, die oft wilden Kursschwankungen von Aktien oder Indizes zu glätten, damit der große Trend besser sichtbar wird.

Wie kommt die 200 Tage-Linie zustande? Das zeigt schon die Berechnung: In ihrer einfachen Form wird die 200-Tage-Linie ermittelt, indem für jeden Tag das arithmetische Mittel der Schlusskurse der vergangenen 200 Handelstage berechnet wird und anschließend die einzelnen Durchschnittskurse miteinander verbunden werden.

Diese Linie beschreibt also den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Börsentage. Damit läuft sie den Kursen quasi hinterher und gehört daher zur Gruppe der trendfolgenden Indikatoren.

Zum Abschluss noch der Blick auf die Aktie des Tages. Hierbei betrachte ich die Alcoa Aktie anhand des Tagescharts. Der Titel befindet sich nun schon wieder im Kampf mit der sogenannten 200 Tage-Linie und rund 1 Jahr lang gelingt den Bullen hier kein Sieg. Wer demnach derzeit Long investiert ist, sollte sich durchaus über einen engen Stop Loss zur Absicherung Gedanken machen.

Mehr dazu wie gewohnt im heutigen US Video.

Fragen zur heutigen Ausgabe? Kontaktieren Sie mich unter: j.gossen@gevestor.de

Viel Erfolg wünscht Ihnen,

John Gossen

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11. Oktober 2013

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.

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