Wall Street: Das beige Buch der Fed

Wie gewohnt starte ich nun mit dem Rückblick auf die Ergebnisse des Vortages und diese lauten wie folgt: Der Dow-Jones-Index schloss nach einem minimalen Abschlag von 0,2 Prozent bei 16.360 Punkten. Der S&P 500 Index schloss nach einem unveränderten Handel bei 1.873 Punkten. Der Nasdaq100 verbuchte hingegen einen kleinen Kurszuwachs von 0,1 Prozent und beendete den Handel bei 3.727 Punkten.

Arbeitsmarktdaten erhalten wenig Beachtung

In der Privatwirtschaft wurden im Februar nur 139.000 neue Jobs geschaffen, wie die private Arbeitsvermittlung ADP bekannt gab. Ökonomen hatten hingegen mit 160.000 gerechnet. Der harte Winter bremste den Arbeitsmarkt weit stärker aus als angenommen. Dennoch sorgten die Daten für keine Gewinnmitnahmen an den amerikanischen Börsen, hinderten jedoch die Bullen an einem weiteren Kursanstieg.

Unspektakuläres Beige Book

Im gestern veröffentlichten Konjunkturbericht wurde insbesondere auf den eisigen Winter in den USA eingegangen, welcher die Wirtschaftsentwicklung beeinflusst habe. Die Kältewelle habe den Einzelhandel belastet und die Wirtschaft sei deshalb in einigen Regionen sogar geschrumpft, hieß es in dem als „Beige Book“ bekannten Konjunkturbericht der Fed. Die meisten Landesteile hätten jedoch „bescheidenes bis moderates“ Wachstum verzeichnet.

Sondergipfel zur Krim-Krise

Die Staats- und Regierungschefs der EU kommen am späten Vormittag zu einem kurzfristig einberufenen Sondergipfel zusammen. Sie beraten mit dem ukrainischen Übergangsregierungschef Jazenjuk über die Lage in seinem Land. Insgesamt hat sich die Wall Street aber wenig von den Unruhen beeinflussen lassen, wie man der Kursentwicklung der vorherigen Handelstage entnehmen kann.

Blick auf die Indizes

Viel hat sich durch die marginale Kursbewegung zum Vortag an der charttechnischen Lage nicht getan. Insbesondere die Lage des Dow Jones und Nasdaq100 Index bleiben für mich von großer Bedeutung. Der Dow Jones Index kämpft weiterhin mit dem Abwärtstrend. Der Technologiesektor arbeiten hingegen an dem Ausbruch aus dem Trendkanal, welcher meines Erachtens eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen „Fehlausbruch“ haben könnte.

Exxon Mobil – Widerstand zeigt Wirkung

Papiere des Ölkonzerns Exxon Mobil verbilligten sich um knapp drei Prozent. Der Konzern will in diesem Jahr seine Investitionen um 2,7 Milliarden auf 39,8 Milliarden Dollar drosseln. Hierdurch wurde die Aktie am gestrigen Handelstag um knapp 3 Prozent abgestraft. Übergeordnet ist die Aktie planmäßig an ehemals thematisierten Widerstand gescheitert und weiteres Abgabepotenzial steht bevor.

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6. März 2014

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.

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