Warum der S&P 500 die Partystimmung zerstören könnte!

Bereits in den gestrigen Ausgabe hatte ich angekündigt, dass ich mich heute speziell auf den S&P 500 Index konzentrieren möchte. Bevor wir dieses nun vollziehen, wie gewohnt zunächst die gestrigen Schlusskurse der US Indizes im Überblick.

Der Dow Jones Index schloss 0,29 Prozent höher auf einem neuen Allzeithoch bei 14.296 Punkten. Der S&P 500 legte am Mittwoch um 0,11 Prozent auf 1.541 Punkte zu.

Der Nasdaq100 fiel um 0,24 Prozent auf 2.792 Punkte

Warum der Blick auf den S&P 500 entscheidend ist!

Die Partystimmung kennt in den USA weiterhin keine Grenze und speziell der Dow Jones Index konnte am meisten von der expansiven Geldpolitik der USA partizipieren.

Ein neues Allzeithoch war bereits die Folge für den Dow Jones und nun nehmen die Stimmen zu, dass wir durch den Ausbruch den Grundstein für eine weitere mehrjährige Rally gelegt haben könnten.

Jetzt kommen wir aber zu dem Kandidaten, welcher dem Dow Jones Index diese Option vermiesen könnte und dies ist der S&P 500.

Überblick ab dem Jahr 2000

Im März 2000 notierte der Index im Hoch bei 1.553 Punkten. Bis Oktober 2002 hatte sich der Index inzwischen wieder halbiert und markierte sein Tief bei 768 Punkten.

Exakt 5 Jahre bzw. bis Oktober 2007 benötigte der Index, um wieder zurück an sein Allzeithoch zu klettern.

Der Anstieg führte sogar zu einem neuen Allzeithoch bis 1.576 Punkten, allerdings gelang kein Ausbruch im Monatschart und auf genau solche Zeitebenen kommt es im mittel – bis langfristigen Zeitfenster an.

Das Resultat war demnach ein klassischer Fehlausbruch im kurzen Zeitfenster ohne Auswirkung auf das übergeordnete Bild.

Nun machen wir den nächsten Sprung und landen im März 2009. Bis zu diesem Zeitfenster fiel der Index im Tief bis auf 667 Punkte zurück.

Nach 4 Jahren bewegt sich der Index jetzt wieder auf das 1. Hoch bei 1.553 Punkten zu. Vergessen Sie aber nicht, auch wenn es nur ein Fehlausbruch war, so liegt das Allzeithoch bei 1.576 Punkten.

Wenn Sie im übrigen mal die dargestellten Zeitpunkte genauer betrachten, fällt auf, dass speziell im Monat März und Oktober Hoch oder Tiefpunkte generiert worden sind, Zufall oder ein laufendes Muster?

Nun gut, zurück zum Thema. Während der Dow Jones Index bereits fleißig sein neues Allzeithoch feiert, ist dieses somit im S&P 500 nicht der Fall. Genau dies könnte, sofern kein Ausbruch über 1.553, besser 1.576 Punkte zum großen Verhängnis werden.

Der S&P 500 könnte in diesem Jahr vielleicht davor stehen, wieder einmal die obere Begrenzung seiner 13jährigen Seitwärtsphase anzutesten und im Anschluss wieder in eine mittel – bis langfristige Abwärtsbewegung überzugehen.

Keine Faustformel aber 1 Punkt im S&P 500 entsprechen ca. 10 Punkte im Dow Jones. Sollte der S&P zum absoluten Allzeithoch (1.576) ansteigen, könnte es für den Dow demnach tatsächlich noch 300 Punkte theoretisch aufwärts gehen und dann?

Tja, dann wäre der S&P 500, welches schließlich das Schwergewicht der USA ist, noch immer nicht zu einem Kaufsignal gekommen und eine Halbierung des Index über die nächsten Jahren wäre wieder Programm.

Sehen wir vielleicht das Hoch in diesem Monat für die langfristige Abwärtswelle?

Es wird eine große Entscheidung erfolgen

Charttechnisch ist bei ca. 1.550/1.553 und 1.560 Punkten nun ein sehr wichtiger Widerstandsbereich vor dem finalen Allzeithoch bei 1.576 Punkten. Was würde ein nachhaltiger Ausbruch über 1.576 Punkte bewirken?

Befassen wir uns erst mit dem Thema wenn es tatsächlich dazu gekommen ist, schlage ich vor und hoffe, Sie haben mit der heutigen Thematik auch genau verstanden, warum.

Mehr dazu wie gewohnt im Daily Dax US Morning Video.

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7. März 2013

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist seit Jahren aktiver Trader und informiert seine Leser im einzigartigen Video-Börsendienst John Gossens Tranding Club und dem kostenlosen Video-Newsletter John Gossens Daily Dax.

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