Was macht der Euro zum Jahresbeginn?

Liebe Trader,

Weihnachten und der Jahreswechsel ist auch an der Börse eine ruhige Zeit, daher wird heute am letzten Handelstag des Jahres nicht viel gehandelt, es geht erst wieder los im neuen Jahr.

Darum zeige ich Ihnen heute eine interessante Anomalie des Euros am 1. und 2. Handelstag im neuen Jahr, also am kommenden Mittwoch und Donnerstag.

Der Euro konnte gegen viele Währungen in den letzten Wochen des Jahres wieder zulegen. Die Sorgen um EUROpa scheinen damit vergessen worden zu sein. Das stabile Muster sehen Sie auch im Chart im Video.

Fundamentale Markttreiber sprechen gegen Erholung

Interessant an der aktuellen Entwicklung der Einheitswährung sind derzeit jedoch zwei fundamentale Markttreiber, die nicht unbedingt darauf schließen lassen, dass

sich der Euro nachhaltig erholen wird:

1)  Sind die Commercials an den Terminbörsen nach wie vor „short bis zum Anschlag“, was mittelfristig den Markt sicherlich mehr als nur einen Deckel verleihen wird.

Und 2) spricht die Saisonalität unmittelbar an Jahreswechsel für einen fallenden Euro:

Insgesamt ereigneten sich in den letzten rund 30 Jahren in den ersten zwei Handelstagen des neuen Jahres jeweils 13 bzw. 24 obere Trendwenden, die den Euro um mindestens 1% nach unten getrieben haben.

Rücksetzer gibt Signal für Shorttrade

Schließlich zeigt die Charttechnik eine übergekaufte Lage und im Bereich 1,31 bis 1,33 befinden sich massive Widerstände. Ein Re-Break unter das letzte Breakout-Level im Bereich 1,315 würde genügen, um einen Trading-Short zu rechtfertigen!

Achten Sie einfach auf Ihren Lieblingsindikator für den Rücksetzer, um in einen Short-Trade einzusteigen und selbstverständlich also auch Vorsicht vor verfrühtem Euro-Optimismus!

Mehr zum Thema Euro können Sie sich im heutigen Video ansehen

28. Dezember 2012

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.