Was sagt uns jetzt der Januar

Zum Start in die neue Woche schauen wir uns heute an, wie der Monat Januar verlaufen ist und welche Rückschlüsse daraus für das ganze Jahr gezogen werden können.

Fazit für den Januar: Historische Performance beim S&P 500

Werfen wir erst einmal einen Blick auf die unterschiedlichen Assettklassen. Beim Vergleich sieht man direkt: Aktien, Anleihen und Gold haben sich sehr unterschiedlich entwickelt.

Im Januar haben die Aktienmärkte gut performen können – vor allem die US-Märkte. Der S&P 500 legte historische +5% aufs Parkett und konnte damit sogar den DAX, der „nur“ 2,6% zulegte, outperformen.

Hätten Sie jedoch zum Schlusskurs am 01.01.2013 den DAX bei 7.778 gekauft, dann hätten Sie per saldo nur 2 DAX-Punkte verloren. Es war also der Tag des „fiscal cliff“, der den Unterschied macht.

Die sicheren Häfen, wie Gold und die Renten, wurden verlassen, beide Assetklassen verloren an Wert.

Das Geld, das aus den Anleihen herausgeflossen ist, wurde offensichtlich in die Aktienmärkte investiert.

Der Januar als Indikator

Wie sieht es nun mit dem Januar als Vorlaufindikator für das Jahr 2013 aus?

Mein persönlicher Januar-Indikator besteht aus 3 Teilen:

  • Den ersten 5 Handelstagen des Monats (1 Punkt, wenn positiv),
  • den letzten 5 Handelstagen (1 Punkt, wenn positiv) und
  • dem Januar als gesamtem Monat (1 Punkt, wenn positiv).

Maximal sind also 3 Punkte zu vergeben.

S&P 500 hat 2 Punkte erreicht

Im Januar konnte der S&P 500 insgesamt 2 Punkte erreichen.

Damit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der S&P 500 das Jahr 2013 über dem Schlusskurs vom 31.01.2012 bei 1.498 Punkten beenden wird, immerhin bei 90%. Das ist ein sehr ordentlicher Wert.

Die Zeichen für ein positives Jahr stehen also laut Indikator nicht schlecht. Beachten Sie jedoch: Drawdowns sind hier nicht berücksichtigt.

Es gibt durchaus Fälle mit einem positiven Januar-Indikator und einem positiven Jahresverlauf, allerdings mit zwischenzeitlichen Rückgängen von 15 bis 20%.

Es handelt sich bei diesem Indikator also wirklich nur um eine Groborientierung.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

4. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.