Weidmann schickt Euro in die Knie

Gestern gab es interessante Entwicklungen beim Euro, die wir uns jetzt genauer anschauen.

Bullenfalle beim Euro

Der Euro konnte eigentlich am letzten Dienstag aus seiner engen Handelsspanne und auch dem Abwärtstrend nach oben ausbrechen. Grund genug, dass die Eurobullen wieder ihre Stimme erhoben.

Gestern meldete sich dann Jens Weidmann, der Präsident der Bundesbank, zu Wort und sprach von möglichen Zinssenkungen in Europa. Diese Äußerung blieb natürlich nicht ohne Folgen für die Märkte.

Der Euro startete eine Talfahrt: Die Währung purzelte von 1,32 auf 1,30 – und das binnen Stunden! Technisch haben wir es damit mit einer Bullenfalle zu tun, welche die Euro-Anleger zur Kenntnis nehmen sollten.

Markttechnik hat sich deutlich verschlechtert

Schauen wir uns die Situation etwas genauer an. Erstens handeln wir nun wieder unter dem Bollwerk an technischen Widerständen (genauer gesagt Abwärtstrendlinien, normale Trendlinien und Fibonacci-Retracements), die sich im Bereich 1,305/7 tummeln.

Und zweitens hat der Tag gestern auch in der Markttechnik seine Spuren hinterlassen. Diese hat sich deutlich verschlechtert.

So sind einige Trendindikatoren im Stunden- und Minutenbereich in den negativen Bereich gesprungen und zeigen fallende Kurse an. Der Euro hat nun meines Erachtens schon den Abwärtstrend begonnen bzw. etabliert.

Tipps für Sie als Trader

Für Trader könnte es sich in der aktuellen Situation lohnen zu shorten. Als Orientierung bietet sich nun die Marke von 1,2910 an. Dort verläuft die 200-Tagelinie – ein potenzielles Gewinnmitnahmeziel für Trader!

Zuletzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf das Gesamtbild beim Euro heute Vormittag: Die prozentualen Veränderungen gegenüber anderen Währungen wie Yen, Dollar oder Pfund sind marginal, die Lage ist also nahezu unverändert.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

18. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.