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Depotbank: Aufgaben in der Übersicht

Eine Depotbank ist ein Kreditinstitut, das berechtigt ist, Vermögenswerte für andere zu verwahren und zu verwalten.

Diese Vermögenswerte können Aktien, Bankguthaben, Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände sein.

Fondsgesellschaften brauchen Depotbanken

Im engeren Sinne bezeichnet man als Depotbanken die Institute, die das Vermögen von Kapitalanlagegesellschaften wie Fonds verwalten.

Depotbanken sind also nicht Banken, die etwa ein Depot für den Privatanleger anbieten, mit dem er Wertpapiere handeln kann. Der Privatanleger hat zwar ein Depot bei einer Bank, ist aber kein Kunde einer Depotbank.

Depotbanken werden also nicht von Privatpersonen in Anspruch genommen, sondern überwiegend von Kapitalanlagegesellschaften wie etwa Fondsgesellschaften.

Denn die dürfen das Geld ihrer Kunden nach deren Wünschen zwar in die von Ihnen aufgelegten Fonds und Produkte investieren, sie dürfen dieses Sondervermögen der Kunden aber nicht verwalten.


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Trennung zwischen Anlagevermögen und Anlegegesellschaft

An dieser Stelle hat der Gesetzgeber eine strikte Trennung eingeführt, um zwei Bereiche voneinander zu trennen.

Im Wesentlichen aus zwei Gründen hat der Gesetzgeber die Trennung zwischen Kapitalanlagegesellschaften und dem ihnen anvertrauten Vermögen eingeführt:

Zum einen können die Kundengelder damit nicht veruntreut werden oder für andere Zwecke innerhalb der Gesellschaft verwendet werden.

Zum anderen schützt die Trennung das Anlagevermögen der Kunden vor einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft.

Aufgaben einer Depotbank – Verwaltung…

Das von den Kunden einer Fondsgesellschaft überlassene Geld wird also in Depotbanken verwahrt. Für das Verwalten der Depots kassieren die Depotbanken Gebühren.

Depotbanken kümmern sich im Gegenzug um allerlei Organisatorisches und nehmen Kontrollfunktionen wahr. Sie geben zum Beispiel die Anteilsscheine aus und nehmen Ausschüttungen an die Anteilinhaber vor.

Im Falle der Auflösung des Fonds wickeln sie das Fondsvermögen ab. Auch bei der Abwicklung von einzelnen Wertpapiertransaktionen erfüllen Depotbanken eine zentrale Funktion. Sie übernehmen oder veranlassen nämlich die Umbuchung vom Depot des Verkäufers in das des Käufers.

Handeln zwei Kunden unterschiedlicher Depotbanken miteinander, kommt überdies ein Zentralverwahrer ins Spiel, der die Geschäfte zentral abwickelt und an den alle Depotbanken angeschlossen sind.

… und Kontrolle

Depotbanken überprüfen aber auch die von den Fondsgesellschaften ermittelten Rücknahme- und Ausgabepreise.

Sie übernehmen also kurz zusammengefasst neben der Verwaltung auch eine Treuhänderfunktion über das Fondsvermögen zum Schutz und im Sinne der Investoren.

Depotbanken müssen daher nach dem Investmentgesetz rechtlich und personell von den Kapitalanlagegesellschaften getrennt sein.

Manchmal sind sie verflochten

Nicht selten allerdings besteht zwischen beiden eine Verbindung. Denn oft sind die Depotbanken die Muttergesellschaften der Fondsgesellschaft.

Denn als Depotbank kann in Deutschland grundsätzlich jedes zugelassene Kreditinstitut fungieren.

13. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.