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Benjamin Graham: Der Vater der Wertpapieranalyse

Benjamin Graham wurde 1894 geboren und immigrierte mit seiner Familie 1895 von England in die Vereinigten Staaten. Er wuchs in Manhattan und Brooklyn, New York auf. Sein Vater starb, als Graham neun Jahre alt war. Die harten Zeiten, die seine Familie nach dem Tod des Vaters durchleben musste, haben zu Grahams Wunsch nach finanzieller Sicherheit zeitlebens beigetragen.

1914 schloss Graham die Columbia Universität ab und begann bereits kurz nach seinem Abschluss, als Bote für die Wall Street Firma Newburger, Henderson & Loeb zu arbeiten. 1920 war er bereits Partner.

1926 ging Graham eine Investment-Partnerschaft mit Jerome Newman ein und begann, an der Columbia Universität Vorlesungen über das Finanzwesen zu halten. Bis zu seinem Rentenantritt 1956 war Graham als Universitäts-Dozent tätig.

Es heißt, auch Graham sei vom Börsencrash 1929 tief getroffen worden, seine Investment Partnerschaft soll die Krise jedoch überwunden und sich wieder von ihr erholt haben. Die Erfahrungen, die er in dieser Zeit machen musste, flossen in sein Buch „Security Analysis“ ein, das er 1934 als Co-Autor herausbrachte. Das Buch gilt als Klassiker des Investments.

Die Newman-Graham Partnerschaft florierte und erwirtschaftete bis zum Ende der Partnerschaft im Jahr 1956 einen durchschnittlichen Jahresertrag von 17%.

Benjamin Graham: Vater der Wertpapieranalyse

Ben Graham zeichnete sich als Investment Manager und Finanzexperte aus. Neben weiteren Werken schrieb Benjamin Graham an zwei Klassikern der Investment-Branche mit. Darüber hinaus wird Graham als Vater der Wertpapieranalyse und des Value Investing angesehen.

Seine beiden bedeutendsten Werke waren „Security Analysis“ (1934), das er gemeinsam mit David Dodd geschrieben hat, sowie „The Intelligent Investor“ (1949). Beide Bücher werden von vielen Kennern der Branche als die besten jemals erschienenen Bücher für Investoren angesehen. Sie werden noch immer nachgedruckt und beispielsweise in Universitätskursen zum Thema Investment eingesetzt.

John Train hat Grahams Genie und Einfluss in seinem Buch “The Money Masters“ (1980) wie folgt beschrieben:

“Benjamin Graham ist einer der wichtigsten Denker dieses Jahrhunderts im Bereich des Portfolio Investments. Vielleicht ist er sogar einer der größten und bekanntesten der Geschichte. Er hat die Kunst, die auf Impressionen, Flair und Insider-Informationen beruht, zu einer Art Protowissenschaft, einer geordneten Disziplin gemacht.


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Graham als Mentor erfolgreicher Investoren

Benjamin Graham ist darüber hinaus als Lehrer und Mentor für Warren Buffett und andere berühmte Investoren bekannt. Die folgende Anekdote in Bezug auf Ben Grahams Investment Stil stammt aus Morningstar’s online „Interactive Classroom“:

„1984 kehrte Buffet nach Columbia zurück, um eine Ansprache zum 50. Geburtstag der Veröffentlichung seines Werkes „Security Analysis“ zu halten. Während dieser Ansprache präsentierte er sowohl seine eigene Investitionsgeschichte, als auch jene seiner ehemaligen Studenten und jetzigen Investment Manager Ruane, Knapp und Schloss.

Jeder der Männer konnte außerordentlich gute Renditen vorweisen. Obwohl die Portfolios völlig unterschiedlich waren, waren sie jedoch in einem Punkt gleich: Die Investoren folgten alle Grahams Investment-Prinzipien“.

Es ist schwierig, Grahams Investment Stil in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Wer sich detailliert damit befassen möchte, sollte Grahams Werk “The Intelligent Investor“ lesen. Ein wichtiger Punkt in Grahams Investment-Prinzipien ist die Vorgabe, dass jedes Investment mehr wert sein sollte, als das, was ein Investor dafür aufwenden musste.

Graham glaubte an eine sorgfältige Analyse – die Fundamentalanalyse. Er hielt Ausschau nach Firmen mit einer guten Bilanzaufstellung oder nach solchen mit geringen Schulden, überdurchschnittlichen Gewinnmargen sowie üppigem Bargeldumlauf.

Benjamin Graham prägte den Begriff der so genannten Sicherheitsmarge („Margin of Safety“). Die zugrundeliegende Formel besagt, dass man sich unterschätzten Firmen mit zeitweise niedrigen Aktienpreisen zuwenden sollte, falls ihre Grundbestandteile auf längere Sicht vielversprechend sind.

Die Sicherheitsmarge im Investment-Bereich ist die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem eigentlichen Wert. Je größer dieser Unterschied ist (Kaufpreis niedriger als der eigentliche Wert), desto attraktiver wird das Investment, sowohl die Sicherheit als auch die Ertragsperspektive betreffend.

Für Graham sollte eine Aktie immer nur unter ihrem fundamentalen, inneren Wert gekauft werden. Graham war darüber hinaus der Meinung, dass Marktbewertungen oft falsch sind. Er verwendete die bekannte „Mr. Market”-Parabel um eine einfache Wahrheit hervorzuheben: Aktienkurse werden sich in ihrem Wert ständig verändern.

Diese Tatsache bietet für Graham als gewitzten Investoren „eine Möglichkeit, klug zu kaufen, wenn die Preise fallen und ebenso klug zu verkaufen, wenn sich ein gutes Geschäft entwickelt.“ Benjamin Graham starb im September 1976.

Benjamin Grahams Publikationen

  • „Security Analysis“ (1934) von Benjamin Graham und David Dodd
  • „The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham (1949)
  • „Benjamin Graham: The Memoirs Of The Dean Of Wall Street“ von Benjamin Graham and Seymour Chatman (editor) (1996)
  • „Benjamin Graham On Value Investing: Lessons From The Dean Of Wall Street“ von Janet Lowe (1999)

Seine berühmtesten Zitate

„Kaufe einen Dollar für 50 Cent.“

„Geduld ist die oberste Tugend des Investoren.”

„Spekulationen sind immer faszinierend, und es kann viel Spaß machen, wenn man auf der Gewinnerseite steht.“

19. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.