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Frühestes Renteneintrittsalter: Was ist möglich?

Mit dem Inkrafttreten des Rentenversicherungs-Anpassungsgesetzes, das die Altersrentenzahlung ab 67 Jahren vorsieht, sind auch frühere Renteneintrittsalter möglich worden.

Trotz der generellen Verschiebung des Lebensalters für den Rentenbezug gibt es natürlich weiterhin die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen. Da es mehrere Formen der Renten gibt, wird dabei auch ein frühestes Renteneintrittsalter unterschiedlich gehandhabt.

Frühestes Eintrittsalter in die Altersrente

Die Möglichkeit der vorzeitigen Inanspruchnahme der Altersrente bleibt bei frühestens 63 Jahren bestehen. Die bisher vorgesehene Absenkung der unteren Altersgrenze auf 62 Jahre ist im geltenden Recht nicht mehr vorgesehen.

Somit verlängert sich die gesetzliche Frist für die vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente auf vier Jahre. In dieser Zeit gilt ein Rentenabschlag von 14,4%.

Es dürfen aber nur bis 450 € hinzu verdient werden – schon ab 451 € wird ein Drittel der Rente gekürzt. Wer beispielsweise 1.500 € Rente bezieht und 500 € hinzu verdient, steht am Monatsende einfach wieder nur mit 1.500 € da.

Frühestes Renteneintrittsalter – die Ausnahmen

Für Arbeitnehmer in Altersteilzeit gilt nun ebenfalls die 63-Jahre-Grenze für die vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente. Diese Grenze kann jedoch auf 60 Jahre abgesenkt werden, wenn der betreffende Arbeitnehmer vor dem Jahr 1952 geboren ist.

Die Regelaltersrente ohne Abschläge ist in dann immer noch bei 65 Jahren möglich. Die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit wird ebenfalls erst ab 63 Jahren gezahlt. Schwerbehinderte können die Altersrente bereits ab 62 Jahren in Anspruch nehmen. Für sie gilt in der Frührente ein Abschlag von 10,8%.

Die sogenannte „Große Witwenrente“ und Witwerrente kann nach der neuen Regelung erst ab dem 47. Lebensjahr bezogen werden, zwei Jahre später als bisher. Die Anhebung der Altersgrenze erfolgt jedoch stufenweise, ebenso wie bei der Anhebung der Regelaltersgrenze.

Früheste Renteneintrittsalter bei der „Altersrente für langjährig Versicherte“

Das Rentenversicherungs-Anpassungsgesetz hat aber auch eine neue Altersrente mit sich gebracht: die Altersrente für Versicherte mit 45 Pflichtbeitragsjahren. Diese Neuerung soll verhindern, dass Menschen mit einem besonders langen Versicherungszeitraum durch die neue Regelung noch länger arbeiten müssen.

Die abschlagsfreie Rente ist für jene Versicherte ab dem vollendeten 65. Lebensjahr gedacht, die mindestens 45 Jahre Pflichtbeiträge aufweisen können. Zu diesen 45 Jahren zählen abhängige Beschäftigung, selbstständige Tätigkeit, Pflege älterer Menschen oder die Zeiten der Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr des Kindes.

Vor dem 65. Lebensjahr kann diese „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ nicht in Anspruch genommen werden. Aber sie bedeutet, dass die bisherigen Altersgrenzen für den Renteneintritt für Menschen, die überdurchschnittlich lange gearbeitet haben, bestehen bleiben.

Generell gilt für den vorzeitigen Renteneintritt eine vollendete Wartezeit von mindestens 35 Jahren mit den entsprechenden Pflichtbeiträgen.

2. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.