von Janne Jörg Kipp

Rück- und Ausblick auf Anleihen und Aktien: die richtige Quote

Unternehmensdaten rücken in den Fokus

Unternehmensdaten rücken in den Fokus

Die Woche ist noch nicht vorbei, trotzdem sind die Daten dieser Woche jetzt bereits wichtig gewesen.

Ich meine: endlich dominieren wieder erste Unternehmenszahlen sowie Konjunkturberichte die Märkte. Die Eurozone mit ihren tagesaktuellen Problemen wird die Märkte noch schnell genug wieder nach unten führen – sicher.

Daher: investieren Sie nach den ersten Unternehmenswerten dieser Woche vorsichtig in Substanzwerte. Noch immer gibt es Aktien, die langfristig beste Aussichten versprechen. Dazu zählt sogar – weiterhin – eine amerikanische Allzweckwaffe.

Substanz: Bilanzielle Unterbewertung muss hoch sein

Bilanzielle Substanz ergibt sich vor allem daraus, dass Unternehmen dieser Tage keine hohe Verschuldung haben sollten. Trotz der niedrigen Zinsen, trotz der immer stärkeren Ausweitung der Geldmengen – Geld wird knapper werden. Fall Sie selbst ein Unternehmen führen, wissen Sie: Banken sind derzeit zugeknöpft.

Daher konzentriere ich mich aus fundamentaler Sicht vor allem auf diese Sichtweise. Dafür bediene ich mich dieser Tage vor allem an den Daten der Kollegen aus der „Aktien-Analyse“. Die Qualität der Analysen entscheidet über die Güte und den langfristigen Erfolg der Auswahl.

Die ersten Unternehmensdaten aus den USA kamen von Firmen wie Alcoa oder Morgan Stanley. Diese sind noch nicht auf der Favoritenliste der niedrig verschuldeten Unternehmen. Achten Sie in den kommenden Wochen vor allem auf die nachfolgenden Werte.

Diese haben geringe Schulden und sind vergleichsweise sicher. Nähere Informationen entnehmen Sie dann der „Aktien-Analyse“. Die Kollegen bieten bei Bedarf an, dass Sie sich einfach kostenfrei im Test von den Analysen selbst überzeugen können. Vergleichen Sie bitte den Link am Ende dieses Briefes.

Starke Unternehmen: geringe Verschuldung in diesen Wochen wichtig

  • „Wacker Neuson“ ist einer der Werte, die dieser Tage mit geringen Schulden glänzen. Die Verschuldung ist gering: die Eigenkapitalquote liegt bei 80,5%
  • Hennes&Mauritz ist der nächste europäische Wert mit geringer Verschuldung. 77,6% beträgt die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme. Das Eigenkapital ist der bilanzielle Überschuss des Vermögens über die Verbindlichkeiten).
  • Wer es sehr konservativ schätzt: Fielmann weist eine Eigenkapitalquote in Höhe von 74,3% auf. Bei einer Kapitalrendite von 24,7% ist der Wert attraktiv.
  • Hermle habe ich des öfteren erwähnt: der schwäbische Zulieferer hat eine Eigenkapitalquote in Höhe von immerhin 71,8% und ist daher sehr solide finanziert. Hier stuft die Redaktion der Aktien-Analyse den Wert sogar hinsichtlich des „Timings“ als gut ein.
  • Schließlich fällt mir in Deutschland noch „Dr. Hönle“ auf. Der Nebenwert steht ebenso auf der Empfehlungsliste von Nebenwerte-Redaktionen. Achtung: Dr. Hönle ist schon deshalb ein sehr guter Wert, weil das Unternehmen ein optimales Timing mit sich bringt und eine Kapitalrendite von 17,6% aufweist. Zudem beträgt die Eigenkapitalquote immerhin noch 67,3% - ein sehr hoher Wert.

Ich meine: wenn Sie Substanz zudem aus „Übersee“ suchen, können Sie ein extrem gut finanziertes Unternehmen ins Depot holen. Sehr langfristig, wenn Sie investieren wollen: Berkshire Hathaway.

Das Beteiligungsunternehmen von Warren Buffett hat Eisenbahn-Investitionen im Depot. Damit nutzt es die staatlichen Konjunkturprogramme in den USA, die auch nach dieser Woche weiter fällig werden.

Wir dürfen in den kommenden Wochen gespannt den nächsten Daten entgegenblicken.

 
 
Bildquelle: gunnar3000 - Fotolia

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.