KI-Sorgen erschüttern die Wall Street

Ein in Blau gekleideter Mensch berührt ein virtuelles AI-Symbol, umgeben von Tech-Symbolen.
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Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich zum Wochenstart deutlich eingetrübt. Ausgerechnet der bislang wichtigste Motor der Börsenrallye gerät ins Stottern. Führende Köpfe der KI-Branche warnen vor den Sicherheitsrisiken einer zu schnellen Entwicklung künstlicher Intelligenz und sprechen sich für ein langsameres Tempo aus. An der Börse sorgt dies für Nervosität. Anleger stellen sich die Frage, ob strengere Sicherheitsstandards das enorme Investitionstempo bei Rechenzentren und KI-Infrastruktur bremsen könnten.

Besonders hart trifft es die Halbleiterbranche. Nvidia geriet vorbörslich deutlich unter Druck, bei Intel, Micron und Marvell fielen die Abschläge zeitweise noch wesentlich höher aus. Auch in Asien wurden Chipwerte wie SK Hynix, Samsung und TSMC verkauft. Damit steht genau jene Branche unter Beschuss, die in den vergangenen Monaten zu den wichtigsten Zugpferden des Marktes gehörte.

Gleichzeitig kommt von der Inflationsseite neuer Gegenwind. Brent-Rohöl notiert wieder bei rund 108 USD je Barrel, WTI oberhalb von 100 USD. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und Sorgen um die Ölversorgung treiben die Energiepreise und erhöhen damit erneut den Inflationsdruck. Auch die Renditen am Anleihemarkt bleiben hoch. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegt sich mittlerweile wieder in Richtung 5 Prozent.

Für Anleger ergibt sich damit eine unangenehme Kombination. KI-Aktien verlieren Momentum, Chipaktien geraten unter Verkaufsdruck und gleichzeitig schränkt die hartnäckige Inflation den Spielraum der Notenbanken ein. Entscheidend wird jetzt sein, ob die führenden Technologieaktien ihre wichtigen Unterstützungen verteidigen können. Sollte dies nicht gelingen, könnte sich die aktuelle Korrektur an der Wall Street weiter ausdehnen.