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Heizkostenaufteilung: So ermitteln und verteilen Sie diese

Nach der Heizkostenverordnung müssen die gesamten Heizkosten aufgeteilt werden. Ein Teil der Heizkosten ist nach einem festen Maßstab zu verteilen.

Der restliche Teil wird nach dem Verbrauch umgelegt, der durch Heizkostenverteiler oder andere Messinstrumente ermittelt wurde.

  • Kosten des Wasserverbrauchs, soweit diese nicht schon bei den übrigen Betriebskosten berücksichtigt werden,

  • die Grundgebühren und die Zählermiete,

  • Kosten der Verwendung von Zwischenzählern,

  • Kosten des Betriebs einer hauseigenen Wasserversorgungsanlage und einer Wasseraufbereitungsanlage einschließlich der Aufbereitungsstoffe.


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Erfassungsgeräte müssen vom Vermieter angebracht werden

Damit der Heizkostenverbrauch überhaupt ermittelt werden kann, müssen Erfassungsgeräte angebracht werden. Dazu sind Sie als Vermieter verpflichtet. Der Mieter hat einen Anspruch auf eine solche Ausstattung. Der Vermieter wiederum kann vom Mieter verlangen, dass er die Anbringung der Erfassungsgeräte und alle damit zusammenhängenden Maßnahmen duldet.

Auch in Gemeinschaftsräumen wird Heizenergie verbraucht, sofern diese mit Heizkörpern ausgerüstet sind. Zu den Gemeinschaftsräumen zählen unter anderem Treppenhäuser, Flure, Waschküchen, Trocken- und Abstellräume.

Gemeinschaftsräume sind die Ausnahme

Gemeinschaftlich genutzte Räume sind von der Pflicht zur Verbrauchserfassung ausgenommen. Diese Räume müssen also nicht mit Erfassungsgeräten ausgestattet werden. Der in den Gemeinschaftsräumen anfallende Wärmeverbrauch fließt in den Gesamtverbrauch des Hauses ein und wird so anteilig auf alle Mieter umgelegt.

Achtung: Eine Ausnahme gilt für Gemeinschaftsräume mit sehr hohem Wärme- und Warmwasserverbrauch wie etwa für Schwimmbäder oder Saunen. Hier muss der Verbrauch erfasst und von den übrigen Heiz- und Warmwasserkosten getrennt werden.

In eine Heizkostenverteilung können nur Werte einfließen, die von demselben Erfassungssystem bei allen Mietern ermittelt worden sind. Werte unterschiedlicher Erfassungssysteme sind nicht miteinander vergleichbar.

Wann ist eine Vorerfassung notwendig?

Sind in einem Gebäude wegen der besonderen heizungstechnischen Bedingungen unterschiedliche Erfassungssysteme in Gebrauch, muss eine Vorerfassung durchgeführt werden. Die jeweils systemeinheitlichen Mietwohnungen werden dadurch in einer Gruppe zusammengefasst.

Daneben steht es Ihnen als Vermieter frei, auch bei unterschiedlichen Nutzungs- oder Gebäudearten oder aus anderen sachgerechten Gründen eine Vorerfassung nach Nutzergruppen durchzuführen.

In Betracht kommt vor allem eine getrennte Erfassung des Verbrauchs von Wohn- und Gewerberäumen. 

Achtung

Es liegt in Ihrem Ermessen als Vermieter, ob Sie beispielsweise die Gruppe der Gewerbemieter noch weiter aufgliedern, beispielsweise in Mieter von Büros und Praxen einerseits und Mieter von Läden andererseits.

Die Heizkostenverordnung schreibt einen verbrauchsabhängigen und einen verbrauchsunabhängigen Kostenanteil vor. Für den Fall, dass der anteilige Wärme- und Warmwasserverbrauch nicht ordnungsgemäß erfasst werden kann, trifft die Heizkostenverordnung ebenfalls eine Regelung.

  • Heizkosten Von den Heizkosten müssen mindestens 50%, höchstens 70% der Gesamtkosten nach dem erfassten Wärmeverbrauch auf die einzelnen Mieter verteilt werden. Der restliche Teil, also 30 bis 50%, wird nach einem festen Maßstab umgelegt. Das ist im Allgemeinen die Wohnfläche, kann aber auch der umbaute Raum sein.

  • Warmwasserkosten Für Warmwasserkosten gilt Folgendes: Erfolgt die Versorgung unabhängig von der Heizungsanlage, sind von den Kosten mindestens 50%, höchstens 70% der Gesamtkosten nach dem erfassten Warmwasserverbrauch zu verteilen. Der restliche Teil ist nach der Wohnfläche umzulegen.

Achtung: In den Fällen, in denen die Warmwasserversorgungsanlage mit der Heizungsanlage verbunden ist, werden die Kosten nach komplizierten Formeln aufgeteilt, die hier aus Platzgründen nicht näher erläutert werden können.

Kann die auf die Warmwasserversorgungsanlage entfallende Wärmemenge nicht gemessen oder errechnet werden, dürfen pauschal 18% des gesamten Brennstoffverbrauchs für die Versorgung mit warmem Wasser angesetzt werden.

Wenn Sie den Maßstab der Heizkostenaufteilung ändern wollen

Ist der Aufteilungsmaßstab einmal festgelegt, können Sie als Vermieter ihn normalerweise nur ändern, wenn alle Mieter im Haus zustimmen.

19. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.