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Zahlungsfähigkeit prüfen – der Mietvertrag

Bei vielen Vertragsabschlüssen ist die Gegenseite ein großes Mysterium.

Vermieter sollten vor der Unterschrift auf dem neuen Mietvertrag jedoch überprüfen, ob der Mieter solvent genug ist, um die monatlichen Zahlungen stemmen zu können. Eine Überprüfung der Zahlungsfähigkeit ist deswegen unerlässlich.

Wie Sie die Zahlungsfähigkeit Ihres Mieters sicher prüfen

Auf Ihre Menschenkenntnis und die Selbstauskunft des Mieters brauchen Sie sich nicht allein zu verlassen. Hat er Ihre Frage danach, ob er bereits die eidesstattliche Versicherung abgegeben hat, verneint, und haben Sie hieran dennoch Zweifel, können Sie sich durch eine Anfrage bei dem Schuldnerregister des örtlichen Amtsgerichts Gewissheit verschaffen:

„Sehr geehrte Damen und Herren, zur Überprüfung der Zahlungsfähigkeit bitte ich um Auskunft, ob (Name, Vorname, Anschrift, ggf. Geburtsdatum) im Schuldnerregister eingetragen ist.

Mit freundlichen Grüßen“

Auskunft darüber, wie es um die Zahlungsfähigkeit Ihres Mieters in spe bestellt ist, ist auch über die Einholung einer Schufa-Auskunft zu erhalten.


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Die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ gibt beispielsweise Auskunft, ob die angefragte Person kreditwürdig ist, ihr Konto in der Vergangenheit schon mal gepfändet wurde oder sie wegen Scheckkartenmissbrauchs aufgefallen ist.

Da Sie als Vermieter in der Regel zwar nicht die Möglichkeit haben, eine Mieterauskunft bei der Schufa zu erhalten, sollten Sie von Ihrem künftigen Mieter verlangen, dass er eine Selbstauskunft beantragt.

Dies ist möglich und bei Kosten von 7,60€ dürfte sich der redliche Mieter Ihrem Anliegen nicht verschließen.

Immer verlangen: Gehaltsabrechnungen und Bescheinigung des vorherigen Vermieters

Neben der Schufa-Selbstauskunft, sind zwei weitere Nachweise Ihres künftigen Mieters unerlässlich. Durch die Gehaltsbescheinigungen der letzten drei Monate erhalten Sie zuverlässige Kenntnis über

  • das Nettoeinkommen Ihres Mietinteressenten,
  • den Namen und die Anschrift seines Arbeitgebers und
  • die Bankverbindung des Mietinteressenten.

Dass nur das Nettoeinkommen zählt, ist klar. Muss der Mieter doch hieraus seine monatlichen Verpflichtungen bestreiten können. Aber auch die beiden weiteren Punkte sind eine wertvolle Hilfe für den Fall, dass der Mieter doch einmal in Zahlungsrückstand geraten ist und Sie einen Zahlungstitel (Mahnbescheid, Urteil) gegen ihn erlangt haben.

Im Rahmen der anschließenden Zwangsvollstreckung sind Sie mit diesen Informationen nämlich in der Lage, notfalls das Gehalt Ihres Mieters bei seinem Arbeitgeber erfolgreich durch das Amtsgericht pfänden zu können.

Darüber hinaus sollten Sie von Ihrem Mietinteressenten eine Erklärung seines bisherigen Vermieters darüber verlangen, dass er diesem gegenüber seinen mietvertraglichen Verpflichtungen stets vollständig und pünktlich nachgekommen ist.

Eine solche „Referenz-Erklärung“ ist in der Vermietungspraxis durchaus üblich. Sie bietet Ihnen den weiteren Vorteil, dass Sie sich telefonisch mit dem Vorvermieter in Verbindung setzen können, um so weitere Informationen über die Person Ihres künftigen Mieters zu erhalten (z. B. ob er ständig Partys gibt, den Hausmüll trennt etc.).

27. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.