Deutscher Aktienindex

Der Deutsche Aktienindex (DAX, WKN: 846900) steht für die 30 größten und liquidesten deutschen Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Die Kurse, die als Grundlage für die Berechnung des D
AX dienen, werden dem elektronischen Handelssystem Xetra (Kurzform für Exchange Electronic Trading) entnommen.



DAX 30: So läuft es für den Index seit 2000

Im DAX 30 sind die dreißig wichtigsten und börsenumsatzstärksten Aktien enthalten, die in Deutschland gehandelt werden. Der DAX ist damit für Deutschland das mit Abstand wichtigste Aktienbörsenbarometer. Dies gilt auch in Europa, wo der DAX ebenfalls neben dem EURO STOXX 50 als der maßgeblich bestimmende Index angesehen wird.

Der DAX Kurs seit dem Jahr 1980

Zunächst ein kurzer Rückblick auf die Zeit vor der Jahrtausendwende, damit Sie die Bewegungen seit dem Jahr 2000 besser einschätzen können.

Der DAX 30 (Deutscher Aktien Index) wurde am 01.07.1988 eingeführt. Eine Besonderheit ist, dass er in der üblichen Darstellung als sogenannter Performanceindex konstruiert wurde. Das bedeutet, Dividenden (die bei Ausschüttung zu Kursverlusten führen; Stichwort: Dividendenabschlag) werden bei der Berechnung in diesem Index wieder reinvestiert. Diese Systematik unterscheidet den DAX von anderen Indices (reine Kursindices), beispielsweise dem EURO STOXX 50 Aktienindex.

In den letzten fünf Jahren des vergangenen Jahrtausends konnte der DAX eine beeindruckende Hausse starten, sein Wert vervierfachte sich von rund 2.000 auf 8.000 Punkte in dieser Zeit.

Die ersten drei Jahre dieses Jahrtausends führten allerdings zu einem starken Kursverfall des DAX, seit Anfang 2003 ging es mit einem längeren (Beginn 2008) und einem kürzen (Mitte 2011) Einschnitt aber wieder deutlich nach oben. Von Anfang 2003 bis Anfang 2015 hat sich der DAX in der Spitze rund verfünffacht (rund 2.400 bis 12.400). Bis November 2016 hat sich der deutsche Leitindex schließlich in der Summe mit +/- rund 10 % um die Marke von 11.000 Punkten nur noch seitwärts entwickeln können. Aktuell hat der Markt einen neuen Höhenflug gestartet und im Juni ein neues Allzeithoch erreicht (grüner Kreis).

dax langfristig

Quelle: Gevestor; Stand: 14.07.2017
Nach Einführung des Dax im Jahr 1988 wurden die Werte entsprechend zurückgerechnet.

Bemerkenswert sind die immer stärkeren absoluten Schwankungen des Kursbarometers. Waren diese in den 80er Jahren noch recht verhalten, so wurden diese gegen Ende der 90er Jahre stärker. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: stärke globale Vernetzung der Wirtschaft, schnellere und umfassendere Weitergabe von Nachrichten, Digitalisierung und nicht zuletzt immer mehr Handel über elektronische Handelsplattformen.

Der DAX im Vergleich mit dem Dow Jones

Was der DAX für die Aktienmärkte in Deutschland und Europa darstellt, ist für die USA der Dow Jones. Mehr noch, dieser ist weltweit das am meisten beachtete Börsenbarometer.

dax und dow jones

Quelle: Gevestor, eigene Berechnungen; Stand: 14.07.2017
Erläuterung: zum 01.01.2000 wurde der jeweilige Stand auf 100 "indexiert" und damit gleichgesetzt. So können Sie die relativen Kursverläufe von DAX und Dow Jones direkt miteinander graphisch vergleichen. Ein aktueller Stand von ca. 180 bedeutet dabei eine Steigerung von 80 % im Vergleich zum Starttermin.

Insgesamt ist der Kursverlauf der beiden Indices häufig sehr gleichförmig. Bemerkenswert ist, dass im Jahr 2001 nach den Anschlägen auf das World Trade Center und der folgenden weltweiten Wirtschaftsflaute der DAX deutlich stärker verlor als der Dow Jones. Gleiches gilt für den Ausbruch der Finanzkrise der europäischen Staaten im Jahr 2011.

Von Ende 2014 bis zum Frühjahr 2015 (siehe grüne Pfeile) entwickelte sich der DAX im Zuge der extrem lockeren Geldpolitik der EZB deutlich besser als sein amerikanisches Pendant. Dies gilt für die Zeit seit 2016 und insbesondere seit Beginn dieses Jahres nun wieder für den Dow Jones. Genaueres sehen Sie in der Detailanalyse weiter unten im Text.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Korrelation zwischen beiden Indices sehr hoch ist, und kurzfristige Unterschiede sich im Laufe der Zeit mehr oder weniger schnell wieder ausgleichen.

Die Aktien im DAX

In der folgenden Übersicht sehen Sie alle aktuell im DAX 30 gelisteten Aktien mit ihrer aktuellen Gewichtung.

Hierbei gibt es allerdings große Unterschiede zu beachten. Kursbewegungen von Bayer (mit über 10 % die höchste Gewichtung) beeinflussen den DAX Index rund 12-Mal so stark wie Kursveränderungen von ProSiebenSat.1 (mit aktuell nur 0,87 % aktuell die schwächste Gewichtung).

Bemerkenswert auch, dass die wichtigsten 6 Aktiengesellschaften im DAX (Allianz, BASF, Bayer, Daimler, SAP und Siemens) rund die Hälfte des Indexvolumens ausmachen.

Die Gewichtung der DAX Aktien hängt insbesondere mit deren Handelsvolumina und der Zahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien zusammen, die nicht in festen Händen sind.

AktieISINGewichtung im Dax
ADIDAS AG NA O.N.DE000A1EWWW03,1062%
ALLIANZ SE VNA O.N.DE00084040057,9907%
BASF SE NA O.N.DE000BASF1117,7921%
BAY.MOTOREN WERKE AG STDE00051900032,6985%
BAYER AG NADE000BAY001710,0309%
BEIERSDORF AG O.N.DE00052000000,9265%
COMMERZBANK AGDE000CBK10010,9632%
CONTINENTAL AG O.N.DE00054390042,0972%
DAIMLER AG NA O.N.DE00071000006,5610%
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.DE00051400082,2602%
DEUTSCHE BOERSE NA O.N.DE00058100551,7629%
DEUTSCHE POST AG NA O.N.DE00055520043,0789%
DT.TELEKOM AG NADE00055575085,2682%
E.ON SE NADE000ENAG9991,7129%
FRESEN.MED.CARE KGAA O.N.DE00057858021,8261%
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.DE00057856043,1522%
HEIDELBERGCEMENT AG O.N.DE00060470041,2517%
HENKEL AG+CO.KGAA VZODE00060484322,1858%
INFINEON TECH.AG NA O.N.DE00062310042,1516%
PROSIEBENSAT.1 NA O.N.DE000PSM77703,0418%
LINDE AG O.N.DE00064830010,8672%
LUFTHANSA AG VNA O.N.DE00082321251,3353%
MERCK KGAA O.N.DE00065999052,8028%
MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.DE00084300260,8669%
RWE AG ST O.N.DE00070371290,9606%
SAP SE O.N.DE00071646008,9298%
SIEMENS AG NADE00072361019,4825%
THYSSENKRUPP AG O.N.DE00075000010,9892%
VOLKSWAGEN AG VZO O.N.DE00076640392,3486%
VONOVIA SE NA O.N.DE000A1ML7J11,5588%
100,00%

Stand: 14.07.2017


Anmerkung: die Gewichtung wird von der Deutsche Börse AG im regelmäßigen Rhythmus angepasst. Sollte eine Aktie an Bedeutung verlieren (insbesondere wegen eines Rückgangs des Handelsvolumens an der Börse), so kann und wird diese durch eine andere ersetzt. Maßgeblich ist dabei nicht der Börsenwert einer Gesellschaft sondern alleine das Volumen der Aktien, die frei handelbar sind und tatsächlich auch gehandelt werden.

Mit Wirkung 21.09.2015 wurde die Lanxess-Aktie durch Vonovia ausgetauscht. Das ist das erste Mal, dass ein Immobilienkonzern im DAX 30 vertreten ist.

Zum 21.03.2016 wurde die K + S Aktie aus dem DAX 30 herausgenommen und durch die ProSiebenSat.1 Media Aktie ersetzt. Wie zuvor bei Lanxess waren auch hier die Börsenumsätze von K + S zu gering, um sich für einen Verbleib im Dax zu qualifizieren.


Entwicklung des DAX 30 in den letzten 2 Jahren

SSeit Anfang 2015 ist der DAX in der Spitze (sein vorläufiges Hoch erreichte der Index am 10.04.15 mit einem Stand von 12.390) um rund 3.000 Punkte oder rund 30 % gestiegen. Eine sehr starke Bewegung. Ein wichtiger Grund dafür war wie bei vielen Aktienindices weltweit die Geldpolitik der Zentralbanken. Insbesondere die Europäische Zentralbank war zu dieser Zeit führend mit der expansiven Geldpolitik.

Anfang April bis Ende September 2015 hat der DAX einen starken Rückschlag einstecken müssen. Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg der vorausgegangenen Monate und ein Wiederaufflammen der Griechenlandkrise waren zunächst die treibenden Faktoren.

Von seinem Hoch Mitte April 2015 mit rund 12.400 Punkten hatte der DAX in der Spitze rund 30 % verloren! Eine sehr heftige Bewegung. Allerdings war der steile Aufstieg zu Beginn des Jahres auch sehr stark.

Nach einer kurzen aber heftigen Jahresendrally seit Mitte Dezember 2015 mit einem Kursanstieg von rund 750 Punkten oder rund 7,5% in nur ca. 2 Wochen war zum Jahresbeginn 2016 schlagartig Ernüchterung eingetreten. Zum Jahresendstand am 30.12.2015 (mit 10.743) hatte der Dax mit einem Verlaufstief bei 8.700 (am 11.02.16) in der Spitze über 2000 Punkte und somit knapp 20 % verloren. Allerdings setzte er anschließend zu einer starken Gegenreaktion an und hat innerhalb eines Monats wieder ca. 1.000 Punkte vom Tief gewonnen. Seit Anfang des Jahres 2016 hat sich der DAX lange Zeit seitwärts zwischen 9.500 und 10.500 bewegt, mit zwei kurzzeitigen Ausbrüchen nach unten. Kritisch war in diesem Kontext das Tief am 11.02.16 (siehe blauer Pfeil). Es drohte ein dauerhafter Rückfall in den grünen mittelfristigen Abwärtstrend zusammen mit einem dauerhaften Unterschreiten der runden Marke von 9.000 DAX-Punkten.

Seit Anfang August 2016 konnte sich der Markt nicht nachhaltig von der Marke von 10.500 lösen und pendelte in dieser Zeit rund 4 Monate lang seitwärts um diese Marke (grüne Linien).

Der Ölpreis (als anerkannter Indikator für die Entwicklung der Weltwirtschaft) hat sich stabilisiert, allerdings noch ohne nachhaltige Aufwärtstendenz. Gleichzeitig gibt es verschiedene Konfliktbereiche im Randbereich Europas, die nur auf langfristige Sicht gelöst werden können (Syrien, Türkei, Krim, Flüchtlinge aus Afrika, um nur die Wichtigsten zu nennen). Diese Probleme haben bisher allerdings noch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Aktienmärkte. Im Gegenteil:

Die Jahresendrally 2016 im Dax 30 führte zu im Dezember zu einem Anstieg von rund 1.000 Indexpunkten oder knapp 10 % innerhalb von nur 14 Tagen. Mit anderen Worten: Der gesamte Jahresgewinn für 2016 wurde in nur 2 Wochen erzielt. So hat der Dax 30 die obere Seitwärtsbegrenzung des Seitwärtstrends (im Bild grün) eindrucksvoll und nachhaltig durchbrochen.

Nach dem „Winterschlaf“ in den letzten 10 Tagen des vergangenen Jahres ist der Dax am ersten Handelstag des neuen Jahres 2017 direkt mit einem Sprung nach oben von rund 200 Punkten gestartet, hat anschließend einige Tage auf diesem Niveau verharrt um anschließend wieder deutlich Fahrt aufzunehmen. Ende April wurde das Top aus dem Jahr 2015 nachhaltig übertroffen. Der DAX 30 haussierte weiter. Dazu trug nicht zuletzt das Ergebnis der französischen Präsidentschaftswahlen bei. Am 20.06.2017 erreichte der DAX 30 am Vormittag mit 12.950 Punkten einen historischen Höchststand (grüner Pfeil). Allerdings konnte er das Niveau nicht lange halten und ging mit einem Tagesverlust in den Abend. Somit hat der Dax seit dem Tiefpunkt am 11.02.2016 (rund 8.800 Punkte, blauer Pfeil) in ca. 15 Monaten in der Spitze über 4.000 Punkte oder über 45 % zugelegt. Insbesondere die starke Aufwärtsbewegung seit Anfang Dezember 2016 (Ausbruch aus dem grün markierten Seitwärts-Trendkanal) bis heute ist dabei sehr bemerkenswert.

Seit Mitte Mai hat der Markt allerdings an Kraft verloren. So bewegt sich der DAX 30 seit diesem Zeitpunkt in einem engen Korridor zwischen rund 12.300 und 12.900 Punkten seitwärts. Weder Bullen noch Bären können bisher eindeutig die Überhand gewinnen. Daran ändert auch das eher zögerliche Erreichen von neuen Rekordmarken nichts. Seit dem letzten Höchststand konsolidiert der Markt. Wichtig war, dass die (im Bild braun eingezeichnete) Unterstützung gehalten hat.


Quelle: Gevestor; eigene Berechnungen; Stand: 14.07.2017

Diese positive Entwicklung erfolgt dabei auch im Fahrwasser der amerikanischen Aktienmärkte, die aktuell die Absichten der neuen Regierung als sehr wirtschaftsfreundlich einschätzen.

In den USA werden auf der anderen Seite des Atlantiks die Pläne des neuen Präsidenten zwar konkret sichtbar. Die Frage bleibt, ob und wie diese Pläne tatsächlich politisch umsetzbar sind. Nach wie vor bestehen hier große Zweifel.

Nach wie vor geben die Börsen Donald Trump einen hohen „Vertrauensvorschuss“, dabei ist insbesondere der Ausblick auf mögliche Steuererleichterungen zu nennen. Bemerkenswert ist, dass die Börsen eindeutig protektionistische Aussagen der neuen Regierung bisher nicht als negativ bewerten. So hat der Dow Jones Ende Januar die Marke von 20.000 Indexpunkten durchbrochen um im Laufe des Februars nochmals um weitere rund 5 % auf über 21.000 Punkte zu steigen. Sein Hoch erreichte der Markt am 12.07.17 mit 21.580 Punkten. Die Gefahr aber besteht weiterhin, dass sich die hohen Erwartungen an die Politik der neuen Regierung und an die Wirtschaftsentwicklung nicht dauerhaft erfüllen werden und der Markt an Dynamik verliert.

So werden die amerikanischen Aktienmärkte auf Grund der weiterhin unberechenbaren und zunehmend oft fragwürdigen Vorgehensweise der US-Regierung trotz neuer Höchststände etwas vorsichtiger. Zusätzlich belasten aktuell die Diskussionen über die (fragwürdige) Amtsführung des amerikanischen Präsidenten die Märkte. Dazu kommen Spekulationen auf ein Ende der Niedrigzinspolitik in Europa und damit verbunden eine relative Eurostärke, was die europäischen Börsen aktuell belastet.

Hier ein Vergleich von DAX und Dow Jones seit Jahresbeginn:



Quelle: Gevestor; eigene Berechnungen; Stand: 14.07.2017
Erläuterung: zum 31.12.2016 wurde der jeweilige Stand auf 100 "indexiert" und damit gleichgesetzt. So können Sie die relativen Kursverläufe von DAX und Dow Jones direkt miteinander graphisch vergleichen. Ein aktueller Stand von rund 108 für den Dax 30 bedeutet dabei ein Plus von 8 % im Vergleich zum Starttermin.

Allgemein ist bemerkenswert, dass der DAX oft auf neue (überraschende) Informationen in der Vergangenheit merklich stärker reagiert hat als sein amerikanisches Pendant. Im Zeitverlauf werden solche Reaktionen aber stets wieder ausgeglichen.

Nach der französischen Präsidentenwahl enteilte der DAX 30 seinem amerikanischen Pendant. Nur um in den letzten vier Wochen seinen Vorsprung gegenüber dem Dow Jones wieder abzugeben.

Ausblick für den DAX 30

Neben aktuellen Unternehmensnachrichten wird der DAX Index täglich auch durch die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten maßgeblich beeinflusst. Wenn Sie in Aktien investieren sollten Sie diese Termine immer im Auge behalten.

In der folgenden Übersicht sehen Sie die wichtigsten Zeitpunkte. Oft gehen diese Bekanntgaben mit markanten Kursveränderungen einher. Insbesondere dann, wenn die tatsächlichen Daten von den Erwartungen stark abweichen.

Für die (kommende) 29. Kalenderwoche des Jahres 2017 stehen in Deutschland die Zahlen der ZEW Umfrage zu den Konjunkturerwartungen am Dienstag und in den USA die Arbeitsmarktzahlen am Donnerstag im Focus.

Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer richtet sich aber am Donnerstag auf die Zinsenscheidung der Europäischen Zentralbank um 13:45 und vor allem anschließend ab 14:30 auf die Pressekonferenz des EZB-Präsidenten Mario Draghi. Alle (möglicher Weise versteckten) Hinweise, die auf ein bevorstehendes Ende der Niedrigstzinspolitik hindeuten dürften dabei die Aktienmärkte belasten. Andeutungen auf eine (länger als bisher bekannte) Fortsetzung der Politik der Niedrigzinsen werden die Aktien eher unterstützen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Aussagen zum Wertpapierkaufprogramm der EZB zu beachten.

DatumUhrzeitEreignisLandVorwertErwartung
17.07.201704:00Bruttoinlandsprodukt 2. QuartalCHN6,90%6,80%
18.07.201710:30Verbraucherpreise Juni MonatsvergleichUK0,30%0,20%
18.07.201711:00ZEW Konjunkturerwartungen JuliD18,615,0
19.07.201714:30Baubeginne JuniUSA1,092 Mio.1,160 Mio.
20.07.201713:45Zinsentscheidung Europäische ZentralbankEU0,00%0,00%
20.07.201714:30Erstanträge ArbeitslosenhilfeUSA247.000245.000
20.07.201714:30Philadelphia Fed IndexUSA27,620,0
21.07.2017 keine relevanten Datenveröffentlichungen   

Stand: 17.07.2017


Weltweit, insbesondere aber in Europa und Deutschland, stützen nach wie vor die relativ niedrigen Zinsen. Aktuell (Stand 13.07.17) ist die Umlaufrendite in Deutschland zur Situation vor zwei Wochen nochmals deutlich nach oben gesprungen und liegt nun bei 0,32 %. Für Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren erhalten Anleger aktuell (Stand: 14.07.17) eine Rendite von ca. 0,58%. Zum Vergleich: Anleihen der USA mit der gleichen Laufzeit rentieren mit ca. 2,34%. In den letzten zwei Wochen sind damit die 10 jährigen Renditen in Deutschland um weitere 0,14 % Punkte und in den USA um 0,07% Punkte gestiegen.

Hintergrund für den Zinsanstieg sind Verlautbarungen von verschiedenen Seiten aus der EZB, die von den Märkten als mögliches Zeichen für ein Ende der extremen Niedrigzinspolitik interpretiert wurden. Diese Diskussion belastet auch die Aktienmärkte.

Insbesondere in Europa ist aber eine echte Zinswende noch nicht abzusehen, somit bleiben die Aktienmärkte durch das Zinsumfeld grundsätzlich weiterhin gut gestützt. Trotzdem ist festzuhalten, dass nach der Präsidentenwahl in den USA die Zinsen vor allem in den USA aber auch in Europa im Vergleich zu den Tiefständen angezogen haben. Hintergrund ist dabei neben der weiterhin guten Konjunkturlage auch die Erwartung steigender Haushaltsdefizite in den USA. In wie weit Donald Trump seine (teuren) Vorhaben wird umsetzen können ist dabei entscheidend für die weitere Zinsentwicklung und damit auch für die Aussichten an den Aktienmärkten.

Deutschland hat sehr gut die Staatenkrise überwunden und ist wie so oft in der Vergangenheit wirtschaftlicher Motor Europas.

Aktuell bleibt die Unsicherheit über die weiteren politischen Entwicklungen zu hoch, um dem DAX eine stabile Grundlage für neue Höhenflüge zu verschaffen. Eine dauerhafte Lösung im Nahen Osten ist weiterhin nicht greifbar. Die politische Situation in der Türkei belastet, auch wenn dieses Thema im Moment nicht mehr in den Medien in vorderster Linie zu finden ist. Auch die Lage in Nordkorea ist weiterhin unsicher. Dort schlummert weiteres „Störpotential“.

Der Ölpreis hat sich etwas von seinen Tiefständen erholt und stabilisiert sich, ohne allerdings zu neuen Kurssprüngen anzusetzen. Dies entlastet die Haushalte der Ölförderländer und stützt die Aktienmärkte. Die von den OPEC Staaten beschlossene Drosselung der Fördermengen (die erste derartige Vereinbarung nach vielen Jahren) scheint dabei bisher aber nur sehr begrenzt zu wirken.

Wichtig für die weitere Kursentwicklung des DAX 30 wird sein, welche Einschätzung die Marktteilnehmer im Hinblick auf die neue US-Regierung finden, eine wirtschaftsfreundliche und berechenbare Politik dauerhaft zu etablieren. Dort steht das größte Fragezeichen. Auch die bisherigen Pressekonferenzen und Verlautbarungen des neuen amerikanischen Präsidenten konnten dazu keine konkreten Hinweise geben.

Damit einher stellt sich die Frage nach der Zinspolitik der FED, konkret: Will die Zentralbank die Zinsen rasch weiter erhöhen oder wird sie sich dabei Zeit lassen. Daher ist großes Augenmerk auf die zukünftig veröffentlichten Wirtschaftsdaten und natürlich auch die Aussagen der FED-Präsidentin Janet Yellen und der anderen „Board“-Mitglieder zu richten. Die Erwartung der Märkte auf eine sehr vorsichtige Erhöhung der Leitzinsen hat die amerikanische Notenbank erfüllt. Allgemein gehen die Märkte von einer weiteren Erhöhung um 0,25% Punkte im laufenden Jahr aus, nachdem die ersten beiden bereits am 16.03. und am 14.06.17 verkündet wurden. Da die Märkte mit dieser Entscheidung bereits gerechnet hatten, reagierten die Kurse kaum auf diese Entscheidung.

Über eines herrscht dabei allgemein Konsens: die FED wird sich bei Zinserhöhungen immer an den aktuellen Wirtschaftsdaten orientieren und versuchen, „Unheil an den Märkten“ zu vermeiden. Bisher ist ihr das sehr gut gelungen.

Auch „innerhalb“ Europas drohen Belastungen. Die Verhandlungen um den Brexit werden dabei sicherlich noch eine gewichtige Rolle spielen.

An der Entwicklung des Euro/Dollars kann man grundsätzlich auch sehr gut die Einschätzung der künftigen Zinspolitik von EZB und FED ablesen. Seit über zwei Jahren pendelt der Euro/Dollar zwischen 1,04 und 1,15 seitwärts. Der Wahlsieg von Donald Trump hat den US-Dollar aber nur kurzfristig gestärkt (Euro/Dollar 1,06), inzwischen verliert der US Dollar wieder an Wert, der Euro/Dollar Preis steigt inzwischen auf rund 1,14.

Nachdem die Mehrheit der Marktteilnehmer ein weiteres Absinken bis zur Parität für die weiteren Monate erwartet hatte, sieht es nun eher positiv für den Euro aus. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimavertrag ist dabei pro Euro und pro europäische Aktienmärkte ein neues Argument hinzukommen:

Der Alleingang der USA in vielen Bereichen lässt andere Staaten näher zusammenrücken. Ein rascheres politisches Zusammenwachsen in Europa wird dabei als sehr positiv für die wirtschaftliche Entwicklung angesehen.

Eines sollten aber alle Anleger im Hinterkopf halten: Sollten die amerikanische Zentralbank und (!) die EZB gemeinsam mit Ihrer Politik auf einen gemeinsamen eindeutigen und steilen Zinserhöhungspfad einschwenken, dürften der Euro/Dollar ebenfalls deutlich verlieren und die Aktienmärkte Probleme haben, ihre Niveaus zu halten.

Hinweis: Den aktuellen interaktiven DAX-Chart können Sie ganz oben auf dieser Seite sehen.

Das sind die Dax 30 Werte


WKN: A1EWWW
Name:
Adidas

Das Markenzeichen von Adidas, die 3 Streifen, wurden von Firmengründer Adi Dassler 1949 erfunden und auf Schuhen verwendet. 1967 wurden sie zum ersten Mal auf Bekleidung eingesetzt. Die 3 Streifen gelten heute weltweit als Erkennungsmerkmal für die Marke. mehr




WKN: 840400
Name:
Allianz

Die Allianz ist nicht nur in Deutschland, sondern inzwischen auch weltweit der größte Versicherungskonzern. Alleine in Deutschland haben 20 Millionen Kunden eine oder mehrere Versicherungen beim Münchener Konzern. Weltweit steigt diese Zahl auf rund 77 Millionen Kunden. mehr



WKN: BASF11
Name:
BASF

 

 

 

Die Bezeichnung des Chemiekonzerns, BASF, leitet sich von seinem ursprünglichen Namen ab. Von 1865 bis 1925 war BASF als Badische Anilin- & Soda-Fabrik bekannt. Dieser Name wurde ab 1952 erneut verwendet, um den vom Dritten Reich belasteten Namen I.G. Farben abzulegen. Seit 1973 ist der Konzern als BASF bekannt. mehr


WKN: BAY001
Name:
Bayer

Der Bayer-Konzern wurde 1863 von Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott in Barmen gegründet. Zum Ende des 19. Jahrhunderts zog Bayer auf ein Gelände bei Wiesdorf am Rhein. Im Laufe der Zeit entstand um das Bayer-Werk die heutige Stadt Leverkusen. mehr



WKN: 520000
Name:
Beiersdorf

Das bekannteste Produkt von Beiersdorf, die Feuchtigkeitscreme Nivea, wurde im Dezember 1911 auf den Markt gebracht. Den Namen leitete Erfinder Oscar Troplovitz vom lateinischen "niveaus" (Schnee) ab. Die charakteristische Farbe der Dose, niveablau, ist zusammen mit Telekom-Magenta und Milka-Lila eines der wenigen Beispiele für eine Farbmarke. mehr



WKN: 519000
Name:
BMW

BMW gilt seit jeher als sportliche Automarke, geprägt durch Hinterradantrieb und große Motoren. Kein Wunder also, dass BMW auch im Motorsport erfolgreich ist. So konnte der Konzern neben mehreren Titeln in der DTM auch einen Sieg in Le Mans erringen. Für einige Jahre war BMW auch in der Formel 1 aktiv und fuhr dort als Motorenhersteller 20 Siege ein. mehr



WKN: CBK100
Name:
Commerzbank

Mit weltweit knapp 11 Mio. Privat- sowie 1 Mio. Geschäftskunden ist die Commerzbank nach der Deutschen Bank die zweitgrößte Großbank Deutschlands. 2012 erreichte die Bank eine Bilanzsumme von 635,9 Mrd. €. mehr



WKN: 543900
Name:
Continental

Continental verdrängte beim Einstieg in den DAX im September 2012 ein weiteres Schwergewicht aus der deutschen Fahrzeugbranche. Der Maschinenbaukonzern MAN, in Deutschland vor allem für seine LKWs bekannt, musste nach 24 Jahren seinen Platz räumen. Continental war zuvor bereits von 1988 bis 2003 im DAX vertreten. mehr



WKN: 710000
Name:
Daimler

Die Daimler AG ist weltweit als Produzent von Premiumfahrzeugen bekannt. So setzen vor allem Prominente und Staatsoberhäupter auf Fahrzeuge von Mercedes Benz. Weltberühmt wurde beispielsweise der Mercedes-Benz 300 als Staatskarosse von Konrad Adenauer. mehr



WKN: 514000
Name:
Deutsche Bank

Neben dem Hauptsitz in Frankfurt am Main unterhält die Deutsche Bank inzwischen große Niederlassungen in London, New York, Singapur und Sydney. Laut einer Studie der ETH Zürich ist sie das zwölfteinflussreichste Unternehmen der Weltwirtschaft. mehr



WKN: 555200
Name:
Deutsche Post

Die Farbe Gelb als Zeichen der deutschen Post hat ihre Vorläufer bereits im 15. Jahrhundert. 1490 vergab der deutsche Kaiser Maximilian I. die Organisation des kaiserlichen Postdienstes an den Fürsten Johannes von Taxis. Die Fürsten von Taxis orientierten sich bei der Farbgebung an den kaiserlichen Farben Gelb und Schwarz, welche sich bis zum Wappen von Karl dem Großen zurückführen lassen. mehr



WKN: 555750
Name:
Deutsche Telekom

Seit Mitte der 1990er Jahre ist das gesamte Design des Unternehmens auf die Farbe "Magenta" ausgerichtet. inzwischen ist die Sonderfarbe "Telekom-Magenta" als Farbmarke registriert. Konkurrenzunternehmen dürfen seitdem nicht mehr mit dieser Farbe werben. mehr



WKN: ENAG99
Name:
Eon

Auf Drängen der EU-Wettbewerbskommission musste E.ON 2009 mehrere Eingeständnisse zugunsten von Wettbewerbern auf dem deutschen Energiemarkt machen. Dazu gehörte unter anderem der Verkauf des deutschen Höchstspannungsnetzes an den niederländischen Netzbetreiber Tennet. mehr



WKN: 578560
Name:
Fresenius

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten nur noch 30 Mitarbeiter bei Fresenius. Inzwischen ist diese Zahl auf knapp 170.000 gestiegen, die einen jährlichen Umsatz von knapp 20 Mrd. € generieren. mehr



WKN: 604700
Name:
HeidelbergCement

Im April 2013 wurde HeidelbergCement in letzter Instanz zu einer Zahlung von 160 Mio. € wegen illegaler Preisabsprachen im Zementsektor verurteilt. Neben dem Konzern wurden auch die Firmen Schwenk Zement, Lafarge, Dyckerhoff, Cemex und Holcim der Bildung eines Zementkartells zwischen 1993 und 2001 angeklagt.mehr



WKN: 604843
Name:
Henkel

Der Henkel-Konzern ist Hersteller vieler bekannter Marken. Hierzu gehören die Hygieneprodukte von Schwarzkopf, Syoss und Schauma, Waschmittel von Persil, Pril, Perwoll, Spree oder Somat sowie Klebstoffe wie Pritt und Pattex. mehr



WKN: 623100
Name:
Infineon

Größte Sparte des bayerischen Unternehmens ist der Automotive Bereich, in dem Infineon unter anderem Halbleiter für den Antriebsstrang, Servolenkungen, Klimaanlagen und Sicherheitssysteme herstellt. Chips von Infineon sind außerdem bespielsweise in Fernsehern, Spielkonsolen und dem neuen Personalausweis zu finden. mehr



WKN: PSM777
Name:
ProSiebenSat.1Media

Der Entwickler und Verwalter dieser Sender ist die ProSiebenSat.1 Media AG. Ihr Kerngeschäft wiederum ist das werbefinanzierte Fernsehen.



WKN: 648300
Name:
Linde

Die Linde AG verdankt seine Firmengründung dem Bier. Firmengründer Carl von Linde verkaufte in den 1870er Jahren mit seinem Konzern Kältemaschinen, die vor allem in Brauereien zum Einsatz kamen, beispielsweise bei Heineken und Carlsberg. mehr



WKN: 823212
Name:
Lufthansa

Es ist eines der bekanntesten Logos Deutschlands: der Kranich der Lufthansa. Designer Otto Firle, der das Logo 1918 entwarf, war außerdem als Architekt tätig. Von ihm stammt beispielsweise das Gebäude der Nordstern-Versicherung am Fehrbelliner Platz in Berlin. mehr



WKN: 659990
Name:
Merck

Sowohl die deutsche Merck KGaA als auch die US-amerikanische Pharmafirma Merck & Co., Inc. lassen sich auf die deutsche Industriellen-Famlie Merck zurückführen. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Merck & Co. jedoch durch Enteignung ein eigenständiger Konzern. mehr



WKN: 843002
Name:
Munich Re

1880 von Carl von Thieme gegründet, wurde die deutsche Rückversicherung 1906 weltberühmt, als sie nach dem Erdbeben in San Francisco die einzige Versicherung weltweit war, die nach der Schadensregulierung noch zahlungsfähig war. mehr



WKN: 703712
Name:
RWE

Ursprüngliche Aufgabe von RWE war es, die Stadt Essen Ende des 19. Jahrhunderts mit Strom zu versorgen. Inzwischen besitzt RWE fast 72.000 Mitarbeiter, die 16,4 Mio. Kunden mit Strom und 7,8 Mio. Haushalte mit Gas versorgen. mehr



WKN: 716460
Name:
SAP

Der Name des Unternehmens leitet sich von einem Software-Produkt ab. Das betriebswirtschaftliche Softwarepaket SAP ERP ist seit 1993 das wichtigste Produkt der Walldorfer und richtet sich vor allem an größere Unternehmen. mehr



WKN: 723610
Name:
Siemens

Siemens hat sich in seiner Geschichte in verschiedenen Geschäftsbereichen engagiert. Darunter fallen unter anderem der Bau der ersten digitalen Telekommunikationsanlage oder die Beteiligung am Bau des ICEs und der Magnetschwebebahn Transrapid. mehr



WKN: 581005
Name:
Deutsche Börse

Die Deutsche Börse AG (DB AG) ist mehr als ein Spekulationsort. Sie ist vor allem ein Unternehmen, das den Investoren und Konzernen eine Plattform bietet, um Kapital anzulegen und aufzunehmen. mehr



WKN: 604700
Name:
ThyssenKrupp

Die Wurzeln von ThyssenKrupp liegen bereits während der Industrialisierung Deutschlands im 18. und 19. Jahrhundert. Der Einfluss der Vorgängerunternehmen wurde dabei so groß, dass deren Vorstände führende Positionen in der Politik übernahmen. mehr



WKN: 766403
Name:
Volkswagen

1937 wurde die "Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH" in Berlin gegründet. Das erste Fahrzeug, der VW Käfer, legte von 1938 bis 2003 die Basis für den weltweiten Erfolg des Unternehmens. mehr



WKN: A1ML7J
Name:
Vonovia

Durch die Übernahme der GAGFAH im Frühjahr 2015 ist Vonovia (ehemals Deutsche Annington) zum größten privaten Vermieter Deutschlands aufgestiegen. Seit 2015 ersetzt das Unternehmen den Chemiekonzern Lanxess im DAX 30.


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