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Schufa-Selbstauskunft kostenlos erhalten – und richtig interpretieren!

Beitragsbild zu Artikel "Schufa-Selbstauskunft erhalten". Rechts ist ein Piktogramm eines Mannes abgebildet, der mit einer Lupe aus einer Menge an Dokumenten nach Informationen sucht.
Inhaltsverzeichnis

Die Schufa-Auskunft hat in Deutschland eine wichtige Bedeutung. Sie wird beispielsweise als Bonitätscheck von Banken angefordert, die beurteilen, ob Ihre Bonität für einen Kredit ausreicht. Davon abgesehen hat jeder Verbraucher das Recht, eine sogenannte Schufa-Selbstauskunft einzuholen, die als Datenkopie kostenlos ist.

In unserem Beitrag erfahren Sie, was eine Schufa-Selbstauskunft ist, ob diese stets kostenfrei ist und worin der Unterschied zur Schufa-Bonitätsauskunft besteht. Ferner gehen wir darauf ein, wie Sie eine Selbstauskunft der Schufa online erhalten, woher eigentlich die Daten stammen und welche Alternativen es gibt.

Das Wichtigste zur Schufa-Selbstauskunft zusammengefasst

  • Verbraucher in Deutschland besitzen das Recht, eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft – auch online – anzufordern.
  • Die rechtliche Grundlage ist der Artikel 15 der DSGVO, nach dem Sie das Recht auf eine Datenkopie besitzen.
  • Die Schufa-Selbstauskunft beinhaltet neben persönlichen Daten vor allem den Schufa-Score in Form des Basisscore.
  • Sollten Sie anhand der Schufa-Auskunft feststellen, dass dort falsche oder veraltete Informationen enthalten sind, müssen diese berichtigt werden.
  • Im Unterschied zur kostenlosen Schufa-Selbstauskunft ist eine Bonitätsauskunft kostenpflichtig und dient meistens einem etwas anderen Zweck.

Was ist die Schufa?

Bei der Schufa als Abkürzung für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ handelt es sich um eine sogenannte Auskunftei. Das ist faktisch ein Zusammenschluss von Unternehmen, die etwas zur Bonität ihrer Kunden erfahren möchten. Dazu sammeln die Unternehmen bestimmte Daten, insbesondere zur Zahlungsmoral der Verbraucher, und leiten diese an die Schufa weiter. Die Schufa wiederum erstellt daraus einen Score, an dem wiederum die Unternehmen ableiten können, wie gut oder schlecht die Bonität des Kunden ist.

Zu den Unternehmen, die solche Daten bei der Schufa in Form der Auskunft und Informationen abrufen können, zählen insbesondere:

  • Kreditinstitute
  • Versicherungsgesellschaften
  • Leasing-Firmen
  • Telekommunikationsdienstleister

Allgemein gesagt handelt es sich um Unternehmen, die auf die eine oder andere Art mit der Geschäftsbeziehung zu ihren Kunden ein Kreditrisiko eingehen.

Neben den Informationen, welche diese Unternehmen im Rahmen einer Auskunft von der Schufa erhalten, gibt es die sogenannte Schufa-Selbstauskunft.

Was ist eine Schufa-Selbstauskunft?

Offiziell wird die Schufa-Selbstauskunft als Datenkopie bezeichnet. Jeder Verbraucher in Deutschland, dessen Daten in der Schufa als Informationen gespeichert sind, hat das Recht, eine Selbstauskunft anzufordern – auch online. Das funktioniert am besten über das Portal MeineSchufa, wo Sie online die Datenkopie kostenlos anfordern können. Die wesentlichen Informationen, die Sie im Rahmen der Schufa-Selbstauskunft erhalten, sind:

  • Persönliche Daten (insbesondere Name, Anschrift und Geburtsdatum)
  • Basisscore
  • Branchenscore der letzten zwölf Monate

Da Sie Ihre persönlichen Daten ohnehin kennen, ist in erster Linie der Basisscore die wichtigste Information, welche die Schufa-Selbstauskunft beinhaltet. Mit diesem wird das Risiko eines Zahlungsausfalls und somit Ihre Bonität bewertet.

Ist die Schufa-Selbstauskunft kostenlos?

Die Schufa-Selbstauskunft als Datenkopie der gespeicherten Daten ist kostenfrei. Auf diese kostenlose Auskunft hat jeder Verbraucher in Deutschland ein Anrecht.

Nicht zu verwechseln ist die Schufa-Selbstauskunft mit dem kostenpflichtigen Schufa-BonitätsCheck, der die Bonitätsdaten in einem separaten Papier aufzeigt. Diese Form der Schufa-Auskunft kostet ca. 30 Euro.

Wie unterscheiden sich kostenlose Schufa Selbstauskunft und die Schufa Bonitätsauskunft?

Neben der kostenlosen Schufa Selbstauskunft gibt es insbesondere den Schufa Bonitätsscheck, anders ausgedrückt die Schufa Bonitätsauskunft.

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass dieser Bonitätsscheck kostenpflichtig ist. Derzeit beträgt der Preis für die Bonitätsauskunft seitens der Schufa auf 29,95 Euro.

Inhaltlich unterscheidet sich die Bonitätsauskunft einer kostenfreien Selbstauskunft dadurch, dass ein Dokument zur Weitergabe an Dritte enthalten ist. Sie können die Schufa Bonitätsauskunft zum Beispiel Ihrem zukünftigen Vermieter vorlegen.

Darüber hinaus sind Informationen enthalten, wie zum Beispiel zu Ihrer Zahlungsfähigkeit, die Regelmäßigkeit Ihrer Einkünfte und Informationen zu Ihrer Bonität.

Welche kostenpflichtigen Schufa-Alternativen gibt es?

Während die Selbstauskunft in Form der Datenkopie kostenlos ist, gibt es darüber hinaus weitere, allerdings kostenpflichtige Alternativen. Das sind im Wesentlichen:

  • Schufa-BonitätsCheck: 29,95 Euro (einmalig)
  • MeineSchufa-Kompakt: 3,95 Euro monatlich (plus einmalige Gebühr von 9,95 Euro)
  • MeineSchufa plus: 4,9 5 Euro monatlich (plus einmalige Gebühr von 9,95 Euro)
  • MeineSchufa premium: 6,95 Euro monatlich (plus einmalige Gebühr von 9,95 Euro)

Der Schufa-BonitätsCheck wird vor allem von Kunden genutzt, die zum Beispiel gegenüber einem Vermieter einen Nachweis ihrer Bonität benötigen. Die Zusatzleistung bei MeineSchufa kompakt für monatlich 3,95 Euro besteht vor allem darin, dass Sie Ihre Daten auch per Telefon abfragen können und über Änderungen informiert werden. Bei MeineSchufa plus erhalten Sie zudem Hilfe, falls Ihre Identität gestohlen und Ihre Daten im Internet missbraucht wurden. Somit gibt es einige Zusatzleistungen bei den kostenpflichtigen Alternativen zur kostenlosen Schufa Selbstauskunft.

Wo bekomme ich eine Schufa-Selbstauskunft her?

Grundsätzlich erhalten Sie die Selbstauskunft mit den entsprechenden Informationen von der Schufa online über das Portal MeineSchufa, denn dort können Sie die Datenkopie beantragen. Das ist allerdings nicht ganz einfach zu finden, weil die meisten Verbraucher nach der kostenpflichtigen Bonitätsauskunft suchen.

Aus dem Grund folgen Sie gerne dem folgenden Link, über Sie direkt auf das Portal MeineSchufa zum Beantragen der notwendigen Datenkopie gelangen: https://www.meineschufa.de/de/datenkopie

Wie bekomme ich eine Schufa-Auskunft gratis?

Um eine Schufa-Auskunft gratis zu bekommen, fordern Sie über die Webseite MeineSchufa die Datenkopie an. Anschließend gelangen Sie über Menüpunkt „Jetzt bestellen“ zur Maske mit den erforderlichen Eingaben, insbesondere Ihren persönlichen Daten. Im letzten Schritt müssen Sie Ihre Ausweisdaten hochladen, um die Schufa-Selbstauskunft zu erhalten.

Wie lange dauert es, bis ich die Selbstauskunft erhalte?

Nachdem Sie die Datenkopie als Schufa-Selbstauskunft nach DSGVO beantragt haben, dauert es in der Regel etwa 14 Tage, bis Sie die Auskunft per Post übermittelt bekommen. Manchmal geht es bei der Auskunftei etwas schneller, manchmal kann es bis zu drei Wochen dauern, bis Sie die Informationen und Ihre Daten wie den Schufa Score erhalten.

Woher kommen die Daten aus der Schufa-Selbstauskunft?

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, woher die Schufa eigentlich Ihre sowie die Daten von mehr als 60 Millionen Bundesbürger hat, die im Rahmen der Auskunft abgerufen werden. An der Stelle kommen die erwähnten Vertragspartner der Schufa im Spiel, insbesondere Banken, Sparkassen, Kreditkartengesellschaften sowie Leasing-Unternehmen und Telekommunikationsdienstleister.

Diese teilen der Schufa neben den persönlichen Daten ihrer Kunden ebenfalls bestimmte Merkmale mit, die auf das Zahlungsverhalten Rückschlüsse zulassen. Aber auch eine Produktinformation, wie zum Beispiel, welche Konten und Kreditkarten die Kunden nutzen, wird an die Schufa weitergeleitet.

Welche Daten umfasst die Schufa?

Es sind vor allem die folgenden Daten und Informationen, welche in der Schufa gespeichert werden:

  • Aktueller und ehemaliger Wohnsitz
  • Konten bei Banken
  • Kredite
  • Kreditkarten
  • Telekommunikationsverträge
  • Leasingverträge
  • Bürgschaften
  • Negative Merkmale

Welche negativen Daten finden sich in der Schufa?

Besonders relevant für Unternehmen, die sich ein Bild zu Ihrer Bonität machen möchten, sind die in der Schufa gespeicherten negativen Merkmale. Diese lassen auf eine schlechte Zahlungsmoral und damit negative Bonität schließen. Zu diesen negativen Merkmalen, die den Schufa-Score deutlich nach unten ziehen, zählen insbesondere:

  • Mahnbescheid
  • Unerledigter Kredit
  • Eidesstattliche Versicherungen
  • Vollstreckungsbescheid
  • Privatinsolvenz
  • Haftbefehl

An der Privatinsolvenz lässt sich zum Beispiel ableiten, dass die Schufa ebenfalls Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen sowie amtlichen Bekanntmachungen beinhaltet.

Infografik zur Veranschaulichung, welche Daten die Schufa speichert. Es werden die allgemeinen Daten und die negativen Daten aufgelistet. Die dargestellten Informationen sind dem Text entnommen.
Infografik: Welche Daten speichert die Schufa?

Wofür brauche ich eine Schufa Selbstauskunft?

Da die Schufa-Auskunft von vielen Unternehmen zur Beurteilung Ihrer Bonität betrachtet wird und so eine Entscheidung fällt, ob Sie zum Beispiel einen Kredit erhalten oder nicht, ist es wichtig, dass die in der Schufa gespeicherten Merkmale und Daten korrekt sind.

Ob das der Fall ist, stellen Sie durch das Einholen einer Datenkopie fest. Mitunter gibt es die Behauptung, dass bis zu zehn Prozent aller relevanten Daten entweder veraltet oder sogar falsch sein können, sodass die regelmäßige Überprüfung durch die Schufa-Selbstauskunft empfehlenswert ist.

Wie wird der Schufa-Score berechnet?

Die Berechnung des Schufa-Basisscore findet einmal pro Quartal statt. Der Wert bewegt sich stets zwischen 0 und 100, wobei ein Schufa Score von 100 die bestmögliche Bonität wäre.

Ein Score von beispielsweise 98 bedeutet, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent nachkommen werden. Die meisten Verbraucher erreichen ein zufriedenstellendes Risiko und haben einen Basisscore zwischen 92 und 97.

Berechnet wird der Schufa-Score mittels einer mathematisch-statistischen Methode, indem die gesammelten Daten in der Schufa herangezogen werden. Welche Daten das im Detail mit welcher Gewichtung sind, ist allerdings eine Art Geheimnis der Schufa. Bisher wurde noch nie transparent, wie sich der Schufa-Score im Detail bildet.

Wann hat man einen guten Schufa-Score und wann ein schlechten?

Im Allgemeinen gilt der Schufa-Score als gut, wenn er sich mindestens auf 92 beläuft. Das sagt aus, dass Sie ein für den Kreditgeber und ein anderes Unternehmen zufriedenstellendes Risiko eines Ausfalls besitzen. Ideal ist ein Score von über 97.

Bereits ab einem Score von 80 und weniger ist das Risiko von Zahlungsausfällen sehr groß, sodass es sich in dem Fall um einen schlechten Score handeln würde.

Wie kann ich meinen Schufa-Score verbessern?

Es existieren einige Möglichkeiten, wie Sie Einfluss auf Ihren Schufa-Score nehmen und diesen verbessern können. Dazu tragen insbesondere die folgenden, zum Teil vorsorglichen, Maßnahmen bei:

  • Beantragen Sie nicht unnötig viele Girokonten und Kreditkarten.
  • Wechseln Sie Ihre Bankkonten nicht unnötig häufig.
  • Lassen Sie es nicht zu Mahnungen kommen und bezahlen Sie Ihre Rechnungen zeitig.
  • Lassen Sie sich von Ihrer kontoführenden Bank einen hohen Dispositionskredit einräumen.
  • Vermeiden Sie häufige Wohnungswechsel.
  • Nutzen Sie keine Teilzahlungsoptionen bei Ihrer Kreditkarte.
  • Achten Sie auf ein frei verfügbares Einkommen (Einnahmen stets großer als Ausgaben).

Dass sich auch relativ viele unterschiedliche Anschriften in kürzerer Zeit negativ auf den Schufa-Score auswirken können, hat den Grund, dass in dem Fall eine mögliche Verdunkelungsgefahr angenommen wird.

Das Problem besteht allerdings darin, dass die wenigsten Menschen nicht willkürlich häufig umziehen, sondern meistens geschieht das aus zwingenden privaten oder beruflichen Gründen.

Mit einer Leichtigkeit hingegen können Sie Ihren Schufa-Score verbessern, indem Sie Ihre Rechnungen schnell bezahlen, nicht unnötig oft das Konto wechseln und nicht unbedingt mehr als zwei Kreditkarten besitzen.

Wann werden meine Daten aus der Selbstauskunft gelöscht?

Die persönlichen Daten, die ein Teil der Selbstauskunft sind, löscht die Schufa nie. Anders verhält es sich insbesondere mit neutralen und negativen Merkmalen, denn für diese gibt es eine sogenannte Speicherfrist. Darunter fallen zum Beispiel folgende Daten und Merkmale aus Ihrer Selbstauskunft, die nach den entsprechenden Zeiträumen gelöscht werden:

  • Girokonto, Kreditkarte, Bürgschaft und Handyvertrag: Umgehend nach Auflösung bzw. Kündigung
  • Ratenkredit: 3 Jahre nach vollständiger Tilgung
  • Mahnbescheid: Ende des 3. Jahres nach Tilgung sämtlicher Forderungen
  • Eidesstattliche Versicherung: Ende des 3. Jahres nach Tilgung sämtlicher Forderungen
  • Nicht vertragsmäßiges Verhalten bei Girokonten, Kreditkarten oder Mobilfunkverträgen: Ende des 3. Jahres

Es kann also bis zu drei Jahre dauern, bis vor allem sogenannte Negativmerkmale wieder aus der Schufa und damit aus Ihrer Selbstauskunft gelöscht werden.