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Mietschulden begleichen: Der Vermieter muss das nur einmal mitmachen

Die Zahlungsmoral ist so schlecht wie noch nie. Das spüren auch viele Vermieter. Denn immer öfter wird die Miete unpünktlich gezahlt.

Noch gravierender ist es allerdings, wenn die Miete ganz ausbleibt, der Mieter seine Zahlungen eingestellt hat. Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung sind die häufigsten Gründe dafür, dass der Mieter in finanzielle Bedrängnis gerät und die Miete nicht mehr aufbringen kann.

Wird ein Mieter zahlungsunfähig, drohen Ihnen als Vermieter unter Umständen erhebliche Vermögensnachteile.

Und: Müssen Sie im schlimmsten Fall gegen einen solchen Mieter auch noch eine Zahlungsklage erheben und zusätzlich einen Räumungsprozess austragen, entstehen Ihnen zusätzlich zu den Mietausfällen noch echte Kosten.

Deshalb bleibt Ihnen bei ausbleibenden Mieten meist gar nichts anderes übrig, als das Mietverhältnis fristlos zu kündigen.


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Beim Mietvertrag über Wohnraum gilt allerdings eine wichtige Besonderheit: Bei fristloser Kündigung wegen Zahlungsverzugs kann Ihr Mieter innerhalb von zwei Monaten die Mietschulden ausgleichen.

Vor allem bei langjährigen Mietern drückt manch ein Vermieter ein Auge zu und ist froh, dass die Mietrückstände ausgeglichen sind. In einem Fall, den jetzt das Landgericht Hamburg zu entscheiden hatte, wurde der Vermieter allerdings vom Mieter enttäuscht.

Mietschulden begleichen: Nicht immer zugelassen

Der Fall: Der Mieter ließ zunächst erhebliche Mietrückstände auflaufen.

Als der Vermieter daraufhin das Mietverhältnis kündigte und schließlich auf Zahlung und Räumung klagte, zahlte der Mieter innerhalb der Schonfrist von zwei Monaten die Miete in mehreren Raten nach und beglich so die Mietschulden.

Bis auf wenige Euro war der Mietrückstand schließlich ausgeglichen.

Wegen des restlichen, noch offenen Kleinbetrags wollte der Vermieter „kein Aufhebens“ machen.

Er buchte den Kleinbetrag aus und stellte das Mietkonto wieder auf Null. Doch schon kurze Zeit später stellte der Mieter seine Mietzahlungen wieder ein.

Wenn die Miete ausbleibt: Handeln Sie zügig

Daraufhin kündigte der Vermieter erneut fristlos und erhob erneut Klage. Innerhalb von zwei Monaten glich der Mieter wiederum den aufgelaufenen Mietrückstand aus.

Der Vermieter weigerte sich jedoch, dieses Spiel weiter mitzumachen und das Mietverhältnis fortzusetzen. Er bestand auf Räumung der Wohnung. Das Gericht gab ihm Recht, die fristlose Kündigung blieb trotz der Klage des Mieters gültig.

Der säumige Mieter musste ausziehen.

Stellen Sie bei Durchsicht der Kontoauszüge Ihres Mietkontos fest, dass ein Mieter säumig ist, sollten Sie sofort handeln. Viele Vermieter setzen sich in einer solchen Situation hin und mahnen die fällige Miete erst einmal an.

Das ist eine überflüssige Förmelei und vor allem pure Zeitverschwendung. Denn dadurch, dass die Miete zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt nicht eingegangen ist, befindet sich Ihr Mieter automatisch im Zahlungsverzug. Eine Mahnung ist nicht erforderlich.

13. Mai 2004

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.