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Mietvertrag kündigen in der Praxis: Kündigungsfristen unbedingt beachten

Kein Mietvertrag währt ewig. Mietverhältnisse enden durch Zeitablauf, Kündigung oder durch einvernehmliche Vertragsaufhebung.

Die meisten Mietverhältnisse werden durch Kündigung beendet. Wollen Sie als Vermieter Ihrem Mieter kündigen, gilt es Verschiedenstes zu beachten. Ein wichtiges Moment, dass Sie bei einer solchen Kündigung definitiv beachten müssen, ist die Kündigungsfrist.

Warum Sie die Kündigungsfrist beachten müssen

Kündigungsfristen gelten nur für die fristgebundene ordentliche Kündigung.

Hinweis: Wenn Sie fristlos kündigen wollen, müssen Sie wie bereits dargestellt, in der Regel vorher eine Abmahnung an den Mieter gerichtet haben, damit er Gelegenheit hat, sein vertragswidriges Verhalten abzustellen.

Ausnahme: Eine Abmahnung ist entbehrlich, wenn der Mieter zu erkennen gibt, dass er sein vertragswidriges Verhalten nicht ändern wird. Das gilt auch dann, wenn eine sofortige Kündigung gerechtfertigt ist, beispielsweise weil der Mieter in der Wohnung Drogen verkauft.


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Laut Gesetz können Sie ein Mietverhältnis ordentlich bis zum dritten Werktag eines Monats für den Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Ein Samstag gilt dann nicht als Werktag, wenn er der dritte Tag des Monats ist.

Das bedeutet: Sie können die Kündigung des Mietverhältnisses noch am Montag der folgenden Woche wirksam erklären, wenn der vorhergehende Samstag der dritte Tag des laufenden Monats war.

Nach dem seit 2001 geltenden neuen Mietrecht verlängert sich die Kündigungsfrist für den Mieter auch nach langjähriger Vertragsdauer nicht.

Sie als Vermieter müssen jedoch beachten, dass sich die Kündigungsfrist nach fünf und acht Jahren jeweils um drei Monate zu Ihren Ungunsten verlängert, so dass die Frist für Ihre Kündigung nach acht Jahren auf neun Monate angestiegen ist.

Zu Ungunsten des Mieters darf im Mietvertrag keine kürzere Frist vereinbart werden. Um einen unnötigen Rechtsstreit zu vermeiden, sollten Sie die richtige Frist ermitteln und angeben. Aber im Fall eines Irrtums brauchen Sie nicht besorgt zu sein.

Geben Sie eine zu kurze Kündigungsfrist oder gar keine Frist an, bleibt die Kündigung trotzdem wirksam. Das Ende der Mietzeit richtet sich dann nach der rechtlich zulässigen Frist.

Beispiel: Wenn Sie ein fünf Jahre dauerndes Mietverhältnis irrtümlich mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt haben, würde ein Gericht Ihre Kündigung als wirksam anerkennen aber Ihnen einen Räumungsanspruch erst nach 6 Monaten als rechtmäßig zugestehen.

Achtung: Nicht der Tag, an dem Sie die Kündigung zur Post geben ist entscheidend, sondern der Tag an dem der Mieter die Kündigung erhält. Längere Zusendungszeiten der Post gehen zu Ihren Lasten als Vermieter.

Wenn die Zeit also drängt ist es sicherer, die Kündigung selbst im Beisein eines Zeugen in den Briefkasten des Mieters einzuwerfen.

Beispiel: Sie wollen das Kündigungsschreiben am 3. Werktag des Monats in den Briefkasten des Mieters werfen. Es ist bereits 19.30 Uhr.

Die Kündigung würde erst am nächsten Tag – also zu spät – zugehen, weil der Mieter zu dieser Tageszeit nicht mehr mit Post rechnen muss. Besser ist es also, wenn Sie die Kündigung dem Mieter durch einen Boten übergeben. Der Bote ist dann zugleich Ihr Zeuge.

1. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.