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Der Spitzensteuersatz: Die Entwicklung im Steuerrecht

Der Spitzensteuersatz ist im deutschen Steuerrecht der oberste Grenzsteuersatz, den ein Steuerpflichtiger zu zahlen hat. Bundesbürger, die ein jährliches Bruttoeinkommen von über 52.152 € erwirtschaften, sind verpflichtet, den derzeitigen Spitzensteuersatz von 42% an das Finanzamt abzutreten.

Hier erfahren Sie, wie Sie den Spitzensteuersatz ganz einfach selbst berechnen können. Für zusammen veranlagte Ehepaare beläuft sich dieses Limit auf ein zu versteuerndes Einkommen von 104.304 € jährlich. Im Jahr 1999 belief sich der Spitzensteuersatz allerdings noch auf 53%. Wie aber hat sich der Prozentsatz zwischen den Jahren 1999 und 2012 entwickelt und was sind die Gründe für die kontinuierliche Herabsetzung des obersten Grenzsteuersatzes?

Die Herabsetzung des Spitzensteuersatzes: Eine Entwicklung über viele Jahre

Der Spitzensteuersatz wurde in der Vergangenheit mehrfach gesenkt und angepasst.

  • Von 1965 bis 1989 betrug der Spitzensteuersatz in der Bundesrepublik Deutschland 56%.
  • Im Jahr 1999 wurde er auf 53% gesenkt.
  • Die nächste Herabsetzung folgte bereits ein Jahr später. Im Jahr 2000 belief sich der Satz dann auf 51%.
  • Im Jahr 2001 setzte man die prozentuale Höchstgrenze für die Einkommenssteuer auf 48,5% fest. Dieser Satz hielt sich die nächsten drei Jahre lang im Gesetz.
  • 2004 senkte der Gesetzgeber den Spitzensteuersatz auf 45%.
  • Seit der nächsten Herabsetzung im Jahr 2005 liegt der Prozentsatz des zu versteuernden Einkommens nun bei 42%.

Die Höhe des zu versteuernden Einkommens passt sich an

Natürlich erfolgten im Zuge dieser stetigen Senkungen des Spitzensteuersatzes auch Anpassungen der jeweiligen Einkommensbeträge, ab denen der Spitzensteuersatz zu zahlen ist. Im Jahr 1999 musste ein alleinstehender Steuerzahler ab einem zu versteuernden Einkommen von 120.042 DM den Spitzensteuersatz zahlen.

Im Jahr 2001 hatte sich diese Betragsgrenze im Zuge der Herabsetzung des Satzes bereits auf 107.568 DM reduziert. In Anlehnung an die Währungsumstellung betrug die Höhe des zu versteuernden Einkommens im Jahr 2002 noch 55.008 € und wurde im Laufe der Jahre auf den heutigen Satz von 52.152 € gesenkt.

Reichensteuer und Grundfreibetrag im Wandel der Zeit

Seit Jahresbeginn 2007 gibt es über den Spitzensteuersatz hinaus die Tarifzone IV. Umgangssprachlich wird diese Progressionszone auch als „Reichensteuer“ betitelt, da in den meisten Fällen nur überdurchschnittlich gut verdienende Menschen von dieser betroffen sind.

Ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 250.000 € wird die sogenannte Reichensteuer von 45% fällig. Für zusammen veranlagte Ehepartner gilt auch hier der doppelte Betrag.

Auch der Grundfreibetrag unterliegt im deutschen Steuerrecht ständigen Schwankungen. Der Grundfreibetrag dient der Absicherung des Existenzminimums. Während dieser Betrag im Jahr 2003 noch bei 7.235 € lag, beläuft sich die Summe im Jahr 2012 bereits auf 8.004 €.

3. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.