Agrarrohstoffe

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Agrarrohstoffe sind „Soft Commodities“

Die Agrarrohstoffe werden im Fachjargon und an den globalen Handelsplätzen als sogenannte „Soft Commodities“ bezeichnet. Sie lassen sich in verschiedene Segmente aufteilen, wobei die Bedeutung der einzelnen Agrargüter stark differenzieren kann. Beispielsweise wird Kaffee an den Börsen wesentlich mehr gehandelt als Zuckerrüben.

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Aufteilung der Agrarrohstoffe in die diversen Segmente

  • Getreide, Hauptnahrungsmittel für einen bedeutenden Teil der Menschheit, vor allem in Asien. Zu den Getreidesorten zählen heute Reis, Mais, Weizen, Hirse, Roggen, Hafer, Gerste und Triticale.
  • Hackfrüchte, zu denen u. a. Kartoffeln, Zuckerrüben, Zuckerrohr und Maniok gehören. Stellen ebenfalls sehr wichtige Nahrungsmittel weltweit dar.
  • Ölpflanzen, zu denen insbesondere Raps, Ölpalme, Soja und Erdnüsse gehören. Die Bedeutung dieser Agrarrohstoffe nimmt beträchtlich zu.
  • Kaffee. Standardgetränk in den meisten Ländern weltweit.
  • Kakao. Wichtigstes Gut für die Herstellung von Schokolade.
  • Baumwolle und Kautschuk. Sehr bedeutend für die Textilindustrie.

Agrarrohstoffe und deren Primärnutzung

Die 2 wichtigsten Nutzungsfelder für Agrarrohstoffe sind der Anbau von Nahrungsmitteln und die Bereitstellung von Futtermittel für Nutztiere.

So werden beispielsweise in Deutschland heute rund 60% der Landwirtschafsfläche für den Nahrungsmittelanbau genutzt, etwa 26% entfallen auf Futtermittel. Der Rest wird für energetische Pflanzen und die stoffliche Nutzung genutzt.

Erwähnenswert ist außerdem, dass Agrarrohstoffe im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle oder mineralischen Rohstoffen wie Gold und Kupfer zu den „erneuerbaren Rohstoffen“ gehören.

Nutzungsfelder der Agrarrohstoffe erweitern sich

Eine zunehmend bedeutende Rolle spielt für Agrarrohstoffe die energetische Nutzung, bei der aus Pflanzen Energieträger hergestellt wird. Dies ist beispielsweise bei Palmöl, Raps und Mais der Fall, aus denen Sprit gewonnen wird.

Doch die Verwendungsfelder für Agrarrohstoffe sind in den letzten Jahrzehnten auf vielen weiteren Bereichen gewachsen. So spielen heute Agrarrohstoffe in einigen Industriesegmenten eine Rolle, wie beispielsweise in der:

  • Textilindustrie
  • Chemiebranche
  • Pharma- und Kosmetik-Industrie

Agrarrohstoffe: Die wichtigsten Faktoren bei der Preisbildung

Grundsätzlich lässt sich bei Rohstoffen aus dem landwirtschaftlichen Bereich sagen, dass die Preise stark abhängig von der vorhandenen Menge auf dem Weltmarkt sind.

Wird der Weltmarkt mit einer großen Menge an Rohstoffen überschwemmt, hat dies einen (vorübergehenden) Preisverfall zur Folge. Allerdings ist dies wiederum von einer ganzen Reihe vorausgehender Faktoren abhängig.

1. Faktor: Politik

Regierungen nehmen durch landwirtschaftliche Programme Einfluss auf den Anbau. Das kann eine Ausdehnung oder eine Einschränkung einer bestimmten Getreidesorte zur Folge haben.

Ferner gibt es Subventionsprogramme, mit denen ein Teil des Angebots vom Markt genommen werden kann. Außerdem kann es von offizieller Seite zu einem Stopp der Exporte kommen, was in diesem Sommer in Russland geschehen ist.

2. Faktor: Wetter

Hauptfaktor für die Regelung an Angebot und Nachfrage am Weltmarkt ist das Wetter. Eine Dürreperiode oder Überschwemmung kann dabei immense Auswirkungen auf die Angebotsmenge haben. Ernteausfälle führen schnell zu steigenden Preisen.

Der Preis für Zucker hat sich beispielsweise innerhalb eines Jahres von 2009 bis 2010 verdoppelt.

Die Gründe: Zum einen stieg die Nachfrage von 7,3 auf 9,4 Mio. Tonnen. Zum anderen wurden in den beiden größten Anbaugebieten Indien und Brasilien große Teile der Ernte durch schlechtes Wetter zerstört.

Dasselbe Bild sehen wir gegenwärtig beispielsweise beim Kaffeepreis, der wegen einer starken Dürre im Hauptförderland Brasilien weiter explodiert. Eine Dürre in Russland hatte den Weizenpreis in 2010 in den Himmel schießen lassen.

3. Faktor: Saisonale Schwankungen

Gerade Getreidearten sind Rohstoffe, die im Verlauf eines Jahres auch ohne den Einfluss anderer Faktoren eine Saisonabhängigkeit aufweisen. Sprich: Es gibt Zeiten, beispielsweise kurz nach der Ernte, in denen die Preise aufgrund der höher vorhandenen Menge aus dem Ernteertrag einen niedrigeren Wert haben.

Bei Mais und Sojabohnen beispielsweise erreichen die Preise ihren Höchststand von Mai bis Juli eines Jahres – wie den langfristigen Preiskonstellationen zu entnehmen ist.

Gerade während dieser Zeit entscheidet sich, ob eine gute Ernte erzielt werden kann. Zwischen Oktober und Dezember, also zur Ernte, lassen die Preise erfahrungsgemäß wieder ein wenig nach.

Beachten Sie hierbei: Bei der Produktion von Agrarrohstoffen wie Weizen, Sojabohnen, Orangen, Mais, Kaffee stehen immer mehr die Schwellenländer im Vordergrund. Dies ist für die mittel- bis langfristige Entwicklung ein wichtiger Fakt, den Sie im Hinterkopf behalten sollten.

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