Anlagenanalyse: Kennzahlen, Fundamentalanalyse + Chartanalyse

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Inhaltsverzeichnis

Die Welt der Finanzmärkte ist reich an verschiedenen Methoden zur Anlagenanalyse, die Investoren und Händlern dabei helfen, fundierte Entscheidungen über ihre Anlagen zu treffen. Zwei wichtige Ansätze, die in diesem Kontext verwendet werden, sind die Fundamentalanalyse und die Chartanalyse.

Während die Fundamentalanalyse den Blick auf die wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte eines Unternehmens richtet, taucht die Chartanalyse in die Welt der historischen Kursdaten und Muster ein, um zukünftige Preisentwicklungen zu prognostizieren. Beide Ansätze haben ihre einzigartigen Charakteristika und spielen eine bedeutende Rolle in der Anlagenanalyse und Entscheidungsfindung von Anlegern auf den globalen Finanzmärkten.

In diesem umfassenden Kategorietext werden wir uns eingehend mit den Schlüsselelementen beider Methoden der Anlagenanalyse auseinandersetzen. Von der EBIT-Marge bis zum Relative Stärke Index, von der Rendite bis zum Euwax Sentiment, werden wir jedes dieser Konzepte kurz erläutern und Sie werden zu jedem dieser Begriffe ausführliche weiterführende Informationen finden, damit Sie tiefer in die wichtigsten Aspekte der Fundamentalanalyse und Chartanalyse eintauchen und Ihre Anlagestrategien verfeinern können.

Fundamentalanalyse vs. Chartanalyse

Die Fundamentalanalyse betrachtet Unternehmen, wie sie sind: ihre Gewinne, ihre Verbindlichkeiten, ihre Cashflows und ihre strategische Ausrichtung. Sie gräbt tief in die Finanzberichte und Geschäftsmodelle, um den inneren Wert eines Vermögenswerts zu verstehen und anhand von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu bewerten. Die Chartanalyse bzw. Technische Analyse hingegen blickt auf die Vergangenheit, um Muster und Trends zu identifizieren, die möglicherweise zukünftige Bewegungen auf den Märkten vorhersagen können.

Diese Methoden der Anlagenanalyse haben unterschiedliche Herangehensweisen, aber sie teilen das gemeinsame Ziel, Anlegern dabei zu helfen, anhand der Aktienanalyse bessere Entscheidungen zu treffen und Chancen in einem dynamischen und oft unberechenbaren Marktumfeld zu nutzen.

Wenn Sie mehr über die Unterschiede zwischen Fundamentalanalyse und Chartanalyse erfahren möchten, sowie über deren Vorteile und Nachteile und Einsatzmöglichkeiten, dann vertiefen Sie Ihr Verständnis in unserem Artikel zur Fundamentalanalyse vs. Chartanalyse.

Wichtige Kennzahlen zur Fundamentalanalyse

EBIT-Marge

Die EBIT-Marge (Earnings Before Interest and Taxes) ist eine bedeutende finanzielle Kennzahl in der Fundamentalanalyse von Unternehmen. Sie misst den operativen Gewinn eines Unternehmens im Verhältnis zu seinem Umsatz und gibt somit Aufschluss über die Rentabilität der operativen Tätigkeiten. Die EBIT-Marge wird als Prozentsatz ausgedrückt und ermöglicht es Investoren, die Effizienz eines Unternehmens in Bezug auf die Verwaltung seiner operativen Kosten zu bewerten.

Die Anlagenanalyse mittels EBIT-Marge ist besonders wichtig, wenn es darum geht, die Gewinnmargen verschiedener Unternehmen oder Branchen zu vergleichen. Sie ermöglicht es Investoren, die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens isoliert von Zinsen und Steuern zu bewerten.

Möchten Sie tiefer in die Bedeutung und Anwendung der EBIT-Marge und weiteren Kennzahlen eintauchen? Unser Artikel zur EBIT-Marge bietet detaillierte Erklärungen zu dieser wichtigen Kennzahl, zu Berechnungsmöglichkeiten und Interpretation, und zeigt anhand von sechs Anwendungsbeispielen, wie diese Kennzahl in der Anlagenanalyse genutzt wird. Klicken Sie hier, um Ihr Verständnis zur EBIT-Marge zu vertiefen.

Rendite

Die Rendite, einer der wichtigsten Kennzahlen in der Anlagenanalyse, spiegelt den prozentualen Ertrag einer Geldanlage wider. Diese Kennzahl ist entscheidend für Anleger, da sie Auskunft darüber gibt, welchen Gewinn sie mit ihrer Investition erzielen können. Die Rendite wird üblicherweise als Prozentsatz pro Jahr angegeben und kann verschiedene Arten von Erträgen umfassen, darunter Kursgewinne, Dividenden und Zinsen. Ein positiver Renditeprozentsatz zeigt an, dass die Anlage Gewinn generiert hat, während ein negativer Wert auf einen Verlust hinweist.

Diese Kennzahl wird oft genutzt, um die Performance von Wertpapieren, Investmentfonds oder Portfolios zu bewerten. Es existieren unterschiedliche Arten von Renditen, wobei es wesentlich ist, zwischen Brutto- und Nettorendite, sowie zwischen nominaler und realer Rendite zu unterscheiden. Die Bruttorendite betrachtet den Ertrag vor Abzug von Steuern und Kosten, während die Nettorendite diese Faktoren berücksichtigt. Nominale Renditen geben absolute prozentuale Erträge an, während reale Renditen die inflationsbereinigten Renditen darstellen. Je nach Anlageklasse – sei es bei Spareinlagen, Aktien, Anleihen oder Immobilien – gibt es spezifische Formeln zur Berechnung der Rendite.

Möchten Sie tiefer in die Welt der Rendite eintauchen und verstehen, wie verschiedene Ertragsquellen in die Berechnung einfließen? Unser ausführlicher Artikel zur Rendite bietet Ihnen nicht nur detaillierte Erklärungen zu den verschiedenen Arten von Renditen, sondern präsentiert auch fünf praktische Tipps, wie Sie die Rendite Ihrer Geldanlage optimieren können. Klicken Sie hier, um weitere wertvolle Einsichten für Ihre Anlagenanalyse zu gewinnen.

Gewinn vs. Rentabilität

Gewinn und Rentabilität sind jeweils ein entscheidender Indikator bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Während der Gewinn die absolute Differenz zwischen Erlösen und Kosten in einem bestimmten Zeitraum darstellt, fokussiert sich die Rentabilität auf den Unternehmenserfolg im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.

Gewinn allein bietet nur einen begrenzten Einblick in die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens. Die Rentabilität hingegen erlaubt eine tiefere Analyse, indem sie den Gewinn in Relation zum eingesetzten Kapital setzt. Hierbei spielen verschiedene Kennzahlen der Rentabilität wie Eigenkapitalrentabilität, Fremdkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität eine zentrale Rolle.

Unser weiterführender Artikel zu Gewinn vs. Rentabilität bietet detaillierte Einblicke in die Bedeutung dieser Kennzahlen, ihre Berechnung und Anwendung in der Anlagenanalyse. Klicken Sie hier, um Ihr Verständnis zu vertiefen und die richtigen Schlüsse im Rahmen Ihrer Aktienanalyse zu ziehen.

Cashflow

Das Verständnis des Cashflows ist entscheidend für Anleger, um fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Der Cashflow ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, welche die Zahlungsströme eines Unternehmens analysiert. Er dient als Gradmesser für die finanzielle Gesundheit und Liquidität eines Unternehmens und spielt eine zentrale Rolle bei der Anlagenanalyse, insbesondere bei der Bewertung von Dividendenstabilität, Wachstumschancen und der Verschuldung eines Unternehmens. Auch kann die Kennzahl zur Früherkennung von Risiken genutzt werden und sie erlaubt den Vergleich verschiedener Unternehmen.

Ein positiver Cashflow, der Jahresüberschuss, zeigt an, dass ein Unternehmen mehr Geld einnimmt als ausgibt. Dies ist ein positives Signal für Anleger und deutet auf finanzielle Stabilität eines Unternehmens hin. Im Gegensatz dazu weist ein negativer Cashflow darauf hin, dass ein Unternehmen mehr ausgibt als einnimmt, was genaue Analysen erfordert, um die Ursachen zu verstehen.

Der Cashflow wird in operative, Investitions- und Finanzierungstätigkeiten unterteilt. Die Berechnung des Cashflows kann auf direktem oder indirektem Weg erfolgen. Ein hoher und konsistenter operativer Cashflow weist auf eine starke operative Leistung hin. Der freie Cashflow, der nach Abzug von Investitionen verfügbar ist, ist zudem ein entscheidender Indikator für Dividendeninvestoren.

Vertiefen Sie Ihr Verständnis für den Cashflow und seine Bedeutung für Anleger in der Anlagenanalyse und informieren Sie sich in unserem weiterführenden Artikel. Klicken Sie hier, um mehr über den Cashflow zu erfahren und Ihre Aktienanalyse zu optimieren.

Shareholder Value

Das Shareholder Value Konzept, auch als Shareholder Value Ansatz bekannt, ist eine strategische Ausrichtung von Unternehmen, die darauf abzielt, den Wert des Unternehmens und des Eigenkapitals langfristig zu maximieren. Im Fokus steht dabei die Steigerung des Marktwerts des Eigenkapitals im Sinne der Aktionäre.

Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, bei denen der Gewinn als Hauptmaßgröße des Unternehmenserfolgs betrachtet wird, liegt beim Shareholder Value die Wertsteigerung des Aktionärsvermögens im Vordergrund. Dieser Ansatz erfordert eine systematische Berechnung, die verschiedene finanzielle Kennzahlen wie Kapitalkosten, Cashflow-Entwicklung, Eigenkapitalstruktur und Rentabilität berücksichtigt.

Zentral ist die Unterscheidung zwischen Shareholdern und Stakeholdern. Während Shareholder auf eine Wertsteigerung ihrer Aktien abzielen, repräsentieren Stakeholder verschiedene Interessengruppen wie Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter. Ein ausgewogenes Management berücksichtigt die Interessen beider Gruppen für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.

Anleger können den Shareholder Value in der Anlagenanalyse nutzen, um die Performance, Unternehmensstrategie, Kapitalkosten und Risiken zu bewerten. Unternehmen wiederum können durch Maßnahmen wie Ertragsverbesserung, Unternehmenszukäufe und Dividendenzahlungen den Shareholder Value steigern.

Trotz seiner Popularität ist der Shareholder Value Ansatz nicht frei von Kritik. Er betont die Aktionärsinteressen und vernachlässigt möglicherweise andere wichtige Aspekte wie Umweltbelange oder gesellschaftliche Verantwortung.

Möchten Sie tiefer in die Welt des Shareholder Value eintauchen? Erfahren Sie mehr über die Berechnung, Anwendung in der Anlagenanalyse und Kritik dieses Konzepts in unserem vertiefenden Artikel. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren!

Wichtige Aspekte der Chartanalyse

Trendanalyse bei Aktien

Die Trendanalyse bei Aktien ist eine wichtige Methode für den erfolgreiche Handel an der Börse. Diese Form der Anlagenanalyse basiert auf der sorgfältigen Untersuchung von Kursbewegungen, um zukünftige Trends vorherzusagen. Als wesentlicher Bestandteil der Technischen Analyse nutzt sie Chartsignale, Indikatoren und Kursformationen, um Trendphasen zu identifizieren. Zu den wichtigsten Indikatoren gehören Trendfolge-Indikatoren wie Gleitende DurchschnitteOszillatoren wie der Relative Stärke Index (RSI)und sonstige Indikatoren wie das Put-Call-Ratio.

Die Anwendung der Trendanalyse ermöglicht es Investoren, besser informierte Entscheidungen zu treffen, Aufwärts- und Abwärtsphasen frühzeitig zu erkennen und das Risiko von Fehlentscheidungen zu minimieren. Trotz ihrer Vorteile erfordert die Trendanalyse umfassendes Wissen, Erfahrung und vor allem emotionale Stabilität. Sie ist zeitaufwändig, komplex und garantiert keinen sicheren Erfolg. Trends müssen in verschiedenen Zeitrahmen betrachtet werden, und die Kombination verschiedener Indikatoren ist entscheidend.

Möchten Sie tiefer in die Welt der Trendanalyse eintauchen? Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise, Indikatoren und Strategien in unserem ausführlichen Artikel zur Trendanalyse bei Aktien. Klicken Sie hier, um weiterzulesen und Ihr Verständnis für diese wichtige Methode der Anlagenanalyse zu vertiefen.

Unterstützung & Widerstand

Unterstützung und Widerstand sind grundlegende Konzepte der Chartanalyse, die Investoren dabei helfen, Kursbewegungen zu verstehen und Handelsentscheidungen zu treffen. Unterstützungen sind Preisniveaus, unter die Kurse selten fallen, während Widerstände Niveaus sind, über die Kurse selten steigen. Chartanalysten identifizieren diese Punkte anhand historischer Kursdaten, wo der Kurs gestoppt hat oder umgekehrt ist.

Unterstützungsniveaus dienen als Preisboden, da Käufer dazu neigen, bei diesen Preisen zu kaufen. Widerstandsniveaus hingegen fungieren als Preisdecke, über die Verkäufer dazu neigen, zu verkaufen. Diese Konzepte helfen nicht nur bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen, sondern auch bei der Platzierung von Stop-Loss-Orders und bei der Identifikation von Trendumkehrpunkten.

Es ist wichtig zu betonen, dass Unterstützungs- und Widerstandsniveaus allein nicht immer effektiv sind. Die Kombination mit anderen technischen Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten, dem Relative Stärke Index (RSI) und Fibonacci-Retracement-Niveaus kann die Genauigkeit von Handelsentscheidungen verbessern. Dennoch sollte stets berücksichtigt werden, dass vergangene Muster keine Gewähr für zukünftige Entwicklungen bieten.

Möchten Sie tiefer in die Bedeutung von Unterstützung und Widerstand für die Anlagenanalyse eintauchen? Klicken Sie hier für weitere Einblicke und Beispiele zur Anwendung in unserer umfassenden Anleitung im Rahmen der Chartanalyse.

Gleitender Durchschnitt

Der gleitende Durchschnitt (MA = Moving Average) ist ein entscheidender technischer Indikator, der den durchschnittlichen Wert eines Assets innerhalb eines bestimmten Zeitfensters angibt. Drei Grundtypen – einfacher (SMA), exponentiell geglätteter (EMA) und gewichteter (WMA) gleitender Durchschnitt – werden verwendet, um Trends zu erkennen, Handelssignale abzuleiten und Preisbänder zu ermitteln. Der SMA, obwohl einfach zu berechnen, hat Nachteile, da er stark auf neue Daten reagiert. Der EMA hingegen gewichtet aktuelle Daten stärker und reagiert schneller auf Trends. Der WMA ermöglicht individuelle Gewichtungen.

Die Auswahl der Zeitperiode für einen gleitenden Durchschnitt hängt von der Handelsstrategie ab. Kürzere EMAs eignen sich für Trader, während langfristig orientierte Anleger auf 200-Tage-Linien setzen. Gleitende Durchschnitte fungieren als Indikator für Trends, als Unterstützungen und Widerstände und können den “wahren Wert” einer Aktie ermitteln.

Möchten Sie weitere Details über den gleitenden Durchschnitt kennenlernen? Erfahren Sie mehr über die Anwendung und Bedeutung des gleitenden Durchschnitts als wichtiger Indikator in der technischen Anlagenanalyse. Klicken Sie hier, um zum weiterführenden Artikel zu gelangen.

MACD Indikator

Der MACD Indikator (Moving Average Convergence-Divergence) ist ein wichtiges Instrument in der Technischen Analyse, entwickelt von Gerald Appel. Dieser Trendfolge Indikator basiert auf exponentiell geglätteten gleitenden Durchschnitten (EMAs) und besteht aus zwei Hauptkomponenten: der MACD-Linie und der Signallinie. Kauf- und Verkaufssignale werden anhand der Schnittpunkte dieser Linien erzeugt. Der MACD-Histogramm gibt zusätzliche Einblicke in das Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären.

Die Funktionsweise des MACD ist klar strukturiert. Die schnelle MACD-Linie reagiert schnell auf Kursänderungen, während die langsamere Signallinie langsamer reagiert. Handelssignale entstehen, wenn die MACD-Linie die Signallinie kreuzt. Das MACD-Histogramm zeigt die Differenz zwischen den beiden Linien an, wobei positive Werte auf einen bullischen Markt und negative Werte auf einen bärischen Markt hindeuten.

Besonders mächtig sind bullische und bärische Divergenzen, die auf Unterschiede zwischen dem Kurs und dem MACD-Histogramm hinweisen. Eine bullische Divergenz kann ein Indikator für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung sein, während eine bärische Divergenz ein Indikator für eine mögliche Abwärtsbewegung darstellen kann.

Der MACD Indikator bietet nicht nur klare Handelssignale, sondern auch tiefere Einblicke in die Marktstimmung. Es ist jedoch wichtig, ihn mit anderen Indikatoren zu kombinieren und ein besonnenes Risikomanagement zu praktizieren. Klicken Sie hier, um weitere Details zur Anwendung des MACD Indikators und über fortgeschrittene Handelsstrategien zu erfahren.

Volatilität & Standardabweichung

Volatilität ist eine bedeutende Risikokennzahl an der Börse und misst die Schwankungen von Wertpapieren und Indizes. Historische Volatilität bezieht sich auf vergangene Schwankungen, während die implizite Volatilität Auskunft über die erwartete zukünftige Schwankung unter Anlegern gibt. Die Berechnung erfolgt durch die annualisierte Standardabweichung der Renditen.

Volatilität deutet auf Unsicherheit und größere Kursschwankungen hin. Privatanleger vermeiden oft starke Schwankungen, während Trader gezielt nach Volatilität suchen, da Rendite und Risiko untrennbar miteinander verbunden sind. Langfristige Trends, wirtschaftliche Ereignisse und Meinungsänderungen beeinflussen die Volatilität.

Die historische Volatilität basiert auf vergangenen Kursdaten, während die implizite Volatilität aus Optionspreisen abgeleitet wird. Spezielle Volatilitätsindizes wie der CBOE Volatility Index (VIX) erlauben Rückschlüsse über die aktuellen Marktschwankungen. Ob eine Aktie als volatil gilt, wird in Abhängigkeit von der Schwankung im Vergleich zur Marktvolatilität beurteilt.

Investoren schützen sich vor Volatilität durch Diversifikation, langfristige Anlagen und Optionen. Globale ETFs bieten eine breite Streuung, während Anleihen die Gesamtvolatilität verringern. Ein langer Anlagehorizont minimiert kurzfristige Schwankungen, während Optionen vor starken Kursbewegungen schützen können.

Mehr zur Bedeutung und Anwendung der Kennzahlen Volatilität & Standardabweichung in der Anlagenanalyse erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel. Klicken Sie hier für vertiefende Einblicke.

Oszillatoren

Oszillatoren sind technische Indikatoren, die in der technischen Analyse von Finanzmärkten eingesetzt werden, um überkaufte oder überverkaufte Zustände zu identifizieren. Sie messen die Geschwindigkeit von Auf- und Abwärtsbewegungen und liefern Signale für potenzielle Wendepunkte oder Fortsetzungen. Oszillatoren, wie der Relative Stärke Index (RSI), das MACD-Histogramm, Momentum, ROC, Stochastik Oszillator, Slow Stochastik und der Commodity Channel Index (CCI), basieren auf historischen Preisdaten.

In einem überkauften Markt signalisieren Oszillatoren Verkaufsmöglichkeiten, während sie in einem überverkauften Markt Kaufgelegenheiten anzeigen. Sie helfen, emotionale Extreme zu erkennen und unterstützen erfahrene Händler dabei, gegen diese Extreme zu handeln.

Oszillatoren eignen sich besonders für Seitwärtsmärkte und Trading Ranges, während sie in starken Trends weniger zuverlässig sind. Mehr über die Funktionsweise, Anwendung und Handelssignale der wichtigsten Oszillatoren, einschließlich RSI, MACD-Histogramm, Momentum, ROC, Stochastik Oszillator, Slow Stochastik und CCI, erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel. Vertiefen Sie Ihr Verständnis und verbessern Sie Ihre Handelsentscheidungen. Lesen Sie hier weiter, um Genaueres zu erfahren.

Relative Stärke Index (RSI)

Der Relative Stärke Index (RSI) ist einer der wichtigsten Oszillatoren in der Technischen Analyse von Aktien. Entwickelt von J. Welles Wilder Jr., bewertet der RSI das Verhältnis von Aufwärts- zu Abwärts-Schlusskursen innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf einer Skala von 0 bis 100. Ein Wert über 70 deutet auf einen überkauften Markt hin, während ein Wert unter 30 einen überverkauften Markt signalisiert. Der RSI eignet sich besonders für die Identifikation von Trendwenden in Seitwärtsmärkten, jedoch weniger in starken Trends.

Die Berechnung des RSI basiert auf der durchschnittlichen Aufwärts- und Abwärtskraft. Bullische und bärische Divergenzen, Chartmuster sowie RSI-Niveaus erzeugen Handelssignale. Der RSI ist effektiv, wenn er als Teil einer umfassenden Anlagenanalyse Anwendung findet. Die Anpassung der RSI-Niveaus je nach Marktzyklus ist ratsam, und eine sorgfältige Integration in die Handelsstrategie ist entscheidend.

Mehr Details zum Relative Stärke Index und praktische Anwendungsbeispiele finden Sie in unserem ausführlichen Artikel, zu dem Sie hier gelangen.

Point & Figure Charttechnik

Point & Figure Charttechnik ist eine faszinierende Methode der Aktienanalyse, die auf klare Visualisierung und Fokussierung auf signifikante Preisänderungen abzielt. Anders als herkömmliche Charts betont der Point & Figure Chart Unterstützungen, Widerstände, Trends und Umkehrpunkte deutlich. Diese Charttechnik wurde bereits im 19. Jahrhundert entwickelt und bietet eine einzigartige Perspektive auf Kursbewegungen.

Die Darstellung basiert auf “X”- und “O”-Markierungen in einem Raster, die Auf- und Abwärtsbewegungen repräsentieren. Kauf- und Verkaufssignale werden durch spezifische Musterformationen ausgelöst, wodurch Anleger günstige Ein- und Ausstiegspunkte identifizieren können.

Point & Figure Charts zeichnen sich durch Klarheit und Einfachheit aus, wodurch Trends und Muster leichter erkennbar sind. Individuelle Anpassungen, weniger Rauschen in der Analyse und eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit der Formationen sind weitere Vorteile. Allerdings eignet sich diese Technik weniger für die kurzfristige Anlageanalyse und erfordert ein angepasstes Risikomanagement.

Für langfristig orientierte Anleger, die klare Trends suchen, bietet die Anwendung der Point & Figure Charttechnik eine interessante Perspektive. Wenn Sie tiefer in diese faszinierende und häufig in Vergessenheit geratene Methode der Anlagenanalyse eintauchen möchten, klicken Sie hier, um zu unserem umfassenden Artikel über die Point & Figure Charttechnik zu gelangen.

Euwax Sentiment

Das Euwax Sentiment, entwickelt von der Euwax AG an der Börse Stuttgart, fungiert als aussagekräftiger Indikator für die Stimmung der Anleger. Basierend auf Echtzeitdaten und den Tradingaktivitäten von Privatanlegern, reflektiert der Index deren Meinung über die künftige Entwicklung des DAX. Die Berechnung erfolgt durch die Analyse von Kauf- und Verkaufsaktivitäten von Call- und Put-Optionsscheinen.

Dieses minutengenaue Stimmungsbarometer ermöglicht Anlegern einen einzigartigen Einblick in die Marktstimmung. Als zusätzliches Analyseinstrument unterstützt es bei der Überprüfung und Anpassung von Handelsstrategien. Die Euwax AG, als Europas größter Marktplatz für verbriefte Derivate, stellt dieses Instrument im Kontext ihrer Geschäftsbereiche vor, darunter vor allem der Handel mit strukturierten Wertpapieren und das Risikomanagement.

Möchten Sie mehr über das Euwax Sentiment und weitere Sentiment Indikatoren an der Börse erfahren und wie Sie diese in der Anlagenanalyse nutzen können? Klicken Sie hier und vertiefen Sie Ihr Wissen in unserem ausführlichen Artikel zum Euwax Sentiment!