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Eigenkapitalrentabilität berechnen und interpretieren

Die Eigenkapitalrentabilität gibt Auskunft über die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.

Damit ist diese Kennzahl wichtig, um die Ertragskraft eines Unternehmens beurteilen zu können.

Will man die Eigenkapitalrentabilität berechnen, kann man sich einer einfachen Formel bedienen. Jedoch müssen einige Faktoren beachtet werden, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

Neben den zu verwendenden Daten ist es ebenfalls wichtig, den Gesamtkontext zu beachten und das Ergebnis richtig zu interpretieren.

Eigenkapitalrentabilität berechnen – die Formel

Die Formel zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität ist recht einfach und übersichtlich:

Formel  

Die Eigenkapitalrendite (ROE) berechnen

?
Mit dieser Formel berechnet man ganz einfach die Rendite des Eigenkapitals bei einer Aktiengesellschaft. Die häufig verwendete Bezeichnung "ROE" (Return on Equity) ist lediglich die englische Übersetzung von "Eigenkapitalrendite".
$$\bo\text"Eigenkapitalrendite" = (\text"Gewinn" / \text"Eigenkapital"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Zu den Bestandteilen der Formel sei angemerkt, dass es sich bei dem Gewinn um den Jahresüberschuss nach Steuern handelt. Statt dieser Größe kann jedoch auch das sogenannte EBIT verwendet werden.

Die Verwendung des EBITs hat den Vorteil, dass auch Unternehmen verglichen werden können, die beispielsweise ihren Sitz in verschiedenen Ländern haben und damit mit unterschiedlichen Abgaben belastet werden.


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Wichtig ist es jedoch, bei Unternehmensvergleichen stets dieselbe Formel mit den entsprechenden Daten zu benutzen.

Beispielrechnung zur Eigenkapitalrentabilität

Ein Beispiel zur Berechnung der Eigenkapitalrentabilität. Ein Unternehmen hat ein Eigenkapital von 8 Millionen € und einen Gewinn von 600.000 € erwirtschaftet. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:

Eigenkapitalrendite = 600.000 / 8.000.000 * 100

Eigenkapitalrendite = 7,5%

Die Eigenkapitalrendite beträgt also 7,5%. Schnell kann man erkennen, wie sich die Eigenkapitalrendite bei veränderten Daten entwickelt. Gelingt es dem Unternehmen beispielsweise, den Gewinn auf 700.000 € zu steigern, ergibt sich:

Eigenkapitalrendite = 700.000 / 8.000.000 * 100

Eigenkapitalrendite = 8,75%

Doch auch das eingesetzte Eigenkapital ist eine Stellschraube, an der gedreht werden kann. Wird Fremdkapital eingesetzt, reduziert dies den Anteil an Eigenkapital, was natürlich einen Einfluss auf die Eigenkapitalrendite hat.

Der Leverage-Effekt bei der Eigenkapitalrentabilität

Man spricht von einem positiven Leverage-Effekt, wenn durch Einsatz von Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität erhöht werden kann. Letztlich handelt es sich hier um eine Hebelwirkung.

Dies ist dann möglich, wenn ein Unternehmen mit dem Kredit eine höhere Rendite erwirtschaften kann, als es für den Kredit an Zinsen zahlen muss.

Die zu zahlenden Zinsen schmälern zwar den Gewinn, das Fremdkapital verringert jedoch zeitgleich den Anteil des Eigenkapitals am Anlagevermögen, was sich positiv auf die Eigenkapitalrentabilität auswirkt.

Grundsätzlich ist es positiv, wenn ein Unternehmen auf diese Weise erfolgreich wirtschaften kann. Jedoch ist in diesem Zusammenhang stets die Eigenkapitalquote zu beachten.

Ein zu hoher Anteil an Fremdkapital birgt Risiken. Zu viele Schulden können bewirken, dass das Unternehmen künftig höhere Zinsen zahlen muss, um weitere Kredite zu bekommen.

Kann das Unternehmen künftig nicht mehr derart erfolgreich wirtschaften, kann die Tilgung der Kredite teurer werden, als der mit dem aufgenommenen Geld erwirtschaftete Gewinn.

Grundsätzlich ist Fremdkapital natürlich weder ungewöhnlich noch zu verdammen. Es kommt jedoch immer darauf an, wie solide das Unternehmen wirtschaften kann.

Die Eigenkapitalrentabilität ist somit zwar einerseits als aussagekräftige Kennzahl zu werten, muss jedoch stets im Kontext gesehen und verstanden werden.

17. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.