MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Spitzensteuersatz: Ab wie viel Einkommen muss er gezahlt werden?

Ab einem bestimmten Einkommen wird in Deutschland die Einkommensteuer fällig. Wie hoch der Steuersatz ist, orientiert sich an den Einkünften. Diese Einkünfte bestehen nicht nur aus dem monatlichen Gehalt, sondern zum Beispiel auch aus den Renteneinkünften, Kapitalerträgen oder Einnahmen durch Vermietung.

Ab wie viel Einkommen zahlt man den Spitzensteuersatz?

Besser Verdienende werden hierbei besonders zur Kasse gebeten. Ab einem bestimmten Einkommen wird nämlich der Spitzensteuersatz fällig. Der Spitzensteuersatz beträgt zurzeit 42%. Er greift ab einem zu versteuernden Einkommen von 52.882 € bzw. bei Ehepaaren ab dem Betrag von 105.764 €.

Das Thema Umverteilung

Die Umverteilung der  ist sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik ein großes Thema. Die Forderungen nach einem erhöhten Spitzensteuersatz werden immer lauter.

Zwar sank der Spitzensteuersatz in den letzten 50 Jahren von mehr als 50% auf 42%, jedoch sind einige wesentliche Faktoren dabei nicht außer Acht zu lassen. Die Spitzensteuer griff früher bei einem Einkommen, das sich um ein Vielfaches von dem Durchschnittseinkommen absetzte. Das Erreichen des Spitzensteuersatzes war nur von wenigen Großverdienern zu erwarten.

Der Einfluss von Inflation und Wirtschaftswachstum wurde in den Jahren darauf nicht ausreichend berücksichtigt. Der Spitzensteuersatz greift heute bei einem Einkommen von 52.882 €, während er damals erst umgerechnet bei einem Wert von etwa 60.000 € gefordert wurde.

Einführung der Reichensteuer

Im Jahr 2007 kam es zudem zur Einführung der sogenannten Reichensteuer. Bei zu versteuernden Jahreseinkommen von über 250.731 € bei Alleinstehenden beziehungsweise 501.462 € bei Ehepaaren liegt nun der Steuersatz bei 45%. Diese Steuer löste heftige Debatten in der Politik und der Gesellschaft aus.

Wurde sie von Teilen der Politik und Wirtschaft begrüßt, um für mehr ausgleichende Gerechtigkeit in der Steuerbelastung zu sorgen, kritisierten auch viele die Steuer als unangemessen und ideologisch behaftet.

Spitzensteuersatz nur für Großverdiener?

Der Spitzensteuersatz trifft heutzutage nicht mehr nur Topverdiener. Immer mehr Steuerzahler rutschen in diesen Spitzensatz. Dabei verdienen die Menschen verhältnismäßig nicht mehr Geld als früher.

Kam der Spitzensteuersatz vor 50 Jahren erst ab dem etwa 20-Fachen des durchschnittlichen Einkommens zur Anwendung, kann heute ein gut ausgebildeter Facharbeiter von dem höchsten Steuersatz betroffen sein.

Vor allem für die Steuerzahler, die mit ihrem Einkommen die Bemessungsgrundlage von 52.882 € bzw. 105.764 € jährlich nicht deutlich überschreiten, wäre eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes wohl schwerwiegend. Jedoch wird ein Einkommen, das über der Bemessungsgrenze zum Spitzensteuersatz liegt, nicht automatisch mit dem Spitzensteuersatz besteuert.

Zahlreiche Abzüge und Freibeträge können noch vom Bruttoeinkommen abgezogen werden und sorgen oftmals dafür, dass das zu versteuernde Einkommen faktisch nicht mit dem Spitzensteuersatz belastet wird.

22. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.