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Was die Abwertung einer Währung bedeutet

Eigentlich ist der Devisenmarkt ein Markt wie jeder andere: Angebot und Nachfrage bestimmen das Geschehen – und den Preis der gehandelten Währungen. Doch nur wenige Preis sind von so gravierender Bedeutung.

Häufig wird die Auf- oder Abwertung einer Währung auch als wirtschaftspolitisches Instrument gewählt. Denn die Änderung des Währungswertes hat verschiedene Auswirkungen auf den hiesigen Markt.

Abwertung einer Währung: Mehr Angebot als Nachfrage

Die Zusammenhänge von Währungsveränderungen lassen sich folgendermaßen am Beispiel des Euro darstellen:

Ist die Nachfrage nach dem Euro größer als das Angebot auf dem Devisenmarkt, steigt der Euro-Kurs.

Eine Währungsaufwertung ist die Folge. Ist die Nachfrage nach dem Euro kleiner als das Angebot – es herrscht also ein Überangebot der Währung – fällt der Kurs, was eine Abwertung der Währung bedeutet.

Definition: Die Abwertung einer Währung

Wenn der Preis einer Währung auf dem Devisenmarkt steigt, wird sie aufgewertet. Sinkt ihr Preis, bedeutet das die Abwertung der Währung.

Der Wert von Währungen soll letztlich ein Abbild der Wirtschaftskraft eines Währunsraumes sein. Nicht selten aber ist er die Folge wirtschafts- und geldpolitischer Maßnahmen.

Die Wirkung einer Abwertung der Währung

Wird eine Währung gegenüber Fremdwährungen abgewertet, führt das in erster Linie zu einer Verbilligung der Ausfuhren und zu einer Verteuerung der Importe.

Außerdem wird sie meist von Inflationstendenzen begleitet, die Verteuerung nimmt also zu.

Warum der Staat eine Abwertung herbeiführt

Die Abwertung der eigenen Währung kann – wie bereits erwähnt – als wirtschaftspolitisches Instrument eingesetzt werden.

Das gelingt dem Staat beziehungsweise der jeweiligen Notenbank über die „Politik des billigen Geldes“.

Mehr zum Thema: So funktioniert die Abwertung einer Währung

Durch niedrige Zentralbankzinsen erhöht sich die Geldmenge im eigenen Land. Günstige Kredite sollen die Investitionsfähigkeit der Unternehmen fördern und den Konsum ankurbeln.

Daraus resultiert, dass die Geldmenge schneller steigt, als die Gütermenge. Die Abwertung der Währung ist die Folge.

Ziel der Abwertung der Währung

Durch die Abwertung der landeseigenen Währung werden die Exporte günstiger. Dadurch ist eine Steigerung der Ausfuhren möglich, weil die inländischen Produkte für das Ausland günstiger werden.

Das hat positive Auswirkungen auf das Volkseinkommen. Es wird stabilisiert oder sogar erhöht.

Gleichzeitig werden ausländische Produkte im Inland teurer. Man spricht davon, dass die Inflation importiert wird.

Die Vorgehensweise zur Währungsabwertung

In einem System fester Wechselkurse legt der Staat den Wechselkurs fest. Die Abwertung wird also in gewisser Weise „vorgenommen“.

Bei flexiblen Wechselkursen ergibt sich die Abwertung automatisch durch die Änderung von Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt. Einzelnen Staaten ist der Eingriff hier höchstens auf Umwegen – und das auch nur bedingt – möglich.

Denn als Währungshüter fungieren Notenbanken. Und die mächtigsten sind unabhängig von direkter Einflussnahme durch Regierungen.

Eingriffe in den Devisenmarkt erfolgen trotzdem: über die Festlegung von Leitzinsen oder direkte Kaufe bzw. Verkäufe von Währungsbeständen.

4. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.