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Amazon Aktie gefragt: Aus der Datenwolke regnet es Geld

Amazon-Anleger sind Verluste gewöhnt. Trotz milliardenschwerer Umsätze steht unterm Strich beim weltgrößten Online-Versandhändler in der Regel Quartal für Quartal, Jahr für Jahr ein Minus.

Und das nicht etwa, weil die Plattform unrentabel wäre, sondern weil Amazon-Chef Jeff Bezos grundsätzlich alle Gewinne – und noch mehr – in Investitionen steckt, die er für zukunftsfähig hält. Der unternehmenseigene Video-on-Demand-Service ist nur ein Beispiel dafür.

Amazon macht überraschend Gewinn

Umso größer war die Aufregung, als Amazon für das abgelaufene Quartal plötzlich einen Nettogewinn präsentierte. Völlig unerwartet standen 92 Millionen Dollar auf der Haben-Seite. Das ist im Verhältnis zum Umsatz von 23 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum zwar relativ wenig. Doch wenn man eigentlich fest mit Verlusten rechnet – Analysten hatten diese im Schnitt bei minus 50 Millionen Dollar angesetzt –, sind 92 Millionen Dollar Gewinn durchaus eine feine Sache.

So sahen das auch die Anleger und ließen die Aktie nach Vorlage der Quartalsbilanz zum zweiten Vierteljahr in die Höhe schießen. Nachbörslich legte das Papier um satte 18 Prozent zu.


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Cloud-Service AWS legt kräftig zu

Dass es so gut lief, lag übrigens nicht zuletzt an einem Bereich, in den Bezos in der Vergangenheit kräftig investiert hat: dem Server- und Cloudcomputing-Angebot AWS, das insbesondere von Unternehmen inzwischen rege genutzt wird.

Allein diese Sparte wuchs im Umsatz um 81 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn steigerte sich um 400 Prozent auf 371 Millionen Dollar.

Das Kerngeschäft, mit dem die meisten Privatkunden Amazon verbinden – der Versandhandel – wirft hingegen trotz hoher Umsätze deutlich weniger ab. Dennoch erfreut sich das Angebot nach wie vor großer Beliebtheit.

Auch „Amazon Prime“ wird von immer mehr Kunden genutzt. Der Service garantiert gegen eine Jahresgebühr von 99 Dollar schnellere Lieferungen, in einigen Großstädten noch am selben Tag der Bestellung. Auf diese Weise will Amazon seinen Vorsprung vor der Konkurrenz anderer Versandhändler halten.

Analysten warnen: keine Trendwende

Doch obwohl die Umsätze über alle Sparten hinweg zulegen konnten und unterm Strich diesmal überraschend ein Gewinn ausgewiesen wurde, warnen Analysten vor zu großer Euphorie – denn Bezos hat längst betont, dass er auch weiterhin kräftig investieren will, und für das laufende Quartal eine Gewinnspanne von minus 480 bis plus 70 Millionen Dollar als Ziel ausgegeben.

Anleger müssen sich also darauf einstellen, dass die Gewinne, die immer mal wieder nach längeren Verlustphasen ausgewiesen werden, nur kurzfristig zu genießen sind und nicht unbedingt eine Trendwende markieren.

Doch wer bereits vor der jüngsten Quartalsbilanz in Amazon investiert war, ist daran ohnehin gewöhnt. Die Aktie selbst lief bereits im ersten Halbjahr auf Hochtouren und hat seit Jahresbeginn inzwischen um mehr als 80 Prozent zugelegt.

2015-07-31 Amazon

2. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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