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Hier stimmt die Chemie

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Chemie wird in vielen Bereichen der Wirtschaft gebraucht. Da liegt es nahe, auch in Chemie-Unternehmen zu investieren. Doch welche Titel eignen sich besonders? Die großen Namen oder die Geheimtipps? Wir haben für Sie heute ein Unternehmen ausgesucht, das das Beste aus beiden Welten vereint. Lesen Sie weiter und erfahren, Sie, was Evonik für Ihr Depot leisten kann. Zuvor liefern wir aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich.

Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Spezialchemie und in einer Vielzahl von Märkten tätig. Hervorgegangen ist Evonik 2007 aus dem sogenannten „weißen Bereich“ der RAG Aktiengesellschaft. Dabei handelt es sich um die nicht dem Bergbau zugeordneten Bereiche des ehemaligen deutschen Steinkohleriesen. Seit 2013 wird die Aktie an der Börse gehandelt.

Gute Zahlen machen Hoffnung

Evonik spürt, dass die Wirtschaft im 2. Quartal merklich an Fahrt gewonnen hat. Sowohl die Verkaufsmengen als auch die Preise steigen. Im 1. Halbjahr stieg der Umsatz um 15,2% auf 7 Mrd € und der Gewinn um 66% auf 405 Mio €. Alle Sparten trugen zum Wachstum bei. Das kleinste Segment Performance Materials entwickelte sich besonders dynamisch. Dabei profitierte Evonik insbesondere von der Erholung der Verkaufspreise. Auch als Zulieferer für die mRNA-Impfstoffe verdient Evonik prächtig. Gemeinsam mit Forschern der Stanford-Universität wird in den kommenden drei Jahren an weiteren Einsatzmöglichkeiten der mRNA-Technologie geforscht.

Die Sparte Nutrition & Care wurde durch die Übernahme der spanischen Infinitec Activos gestärkt. Mit der Übernahme wird die Technologieplattform von Evonik gestärkt. Infinitec Activos entwickelt Zusatzstoffe für kosmetische Anwendungen. Die Weiterentwicklung zum Spezialchemie- Konzern wird auch durch den Verkauf des Standortes Lülsdorf vorangetrieben. Der Standort mit 600 Mitarbeitern produziert vorrangig Basischemikalien und Alkoholate, die ab 2027 in der EU verboten sein werden. Deshalb sucht Evonik schon jetzt einen Käufer, der den Standort weiterentwickeln kann.

Was uns stört und was gefällt

Als Belastung für den Kurs erwies sich der hohe Anteil der RAG-Stiftung, der schrittweise abgeschmolzen wird. Die Beteiligung wurde bereits von 67,9 auf 58,9% reduziert. Die Stiftung will den Anteil noch weiter reduzieren und möglicherweise die Beteiligung in den kommenden Jahren auf weniger als 30% verringern. Die Schritte gehen zwar in die richtige Richtung, doch reicht uns das nicht. Das Unternehmen ist solide, ein herausragender Geheimtipp ist der Wert nicht mehr. Positiv aber bleibt die Dividendenrendite von 4,1%.