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Bico Group: Eine Wette auf die Zukunft des Bioprintings

Inhaltsverzeichnis

Sind Sie schon wieder mutig genug, um bei den kleinen, spekulativen Werten zuzugreifen, deren Kurse in den vergangenen Monaten arg gebeutelt wurden? Dann werden Sie sich möglicherweise für die Aktie eines schwedischen Bioprinting-Spezialisten interessieren, die ich Ihnen heute näher vorstellen möchte.

Kurzportrait

Die schwedische Bico Group wurde erst 2016 unter Namen Cellink gegründet. Heute entwickelt und vermarktet das Unternehmen Technologien, die es Wissenschaftlern ermöglichen, Zellen in 3D zu kultivieren, Wirkstoffscreenings im Hochdurchsatz durchzuführen und menschliches Gewebe und Organe für die Medizin-, Pharma- und Kosmetikindustrie zu drucken.

Der breiteren Aufstellung trägt der im vergangenen Jahr durchgeführten Namensänderung Rechnung: Bico steht dabei für „BioConvergence“. Bei der Biokonvergenz geht es darum, verschiedene technische Disziplinen (Informatik und Ingenieurwesen) mit der Biologie zu kombinieren, um die großen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu lösen.

Bico Group tritt dabei nicht als forschendes Unternehmen auf, das beispielsweise das hohe Ziel der Entwicklung von druckbaren menschliche Organen hat. Bico Group beschränkt sich stattdessen darauf, Biotech-Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit den dafür benötigten Materialien zu beliefern, dazu zählen 3D-Drucker, Biotinte, Flüssigkeits-Dosiergeräte und Serviceleistungen.

Hohes Wachstumstempo

Nachdem Bico Group für das 3. Quartal noch überraschend schwache Ergebnisse hatte, konnten die Zahlen zum 4. Quartal bzw. zum Gesamtjahr 2021 wieder überzeugen. Im Jahr 2021 konnte der Umsatz von 366 auf 1.257 Mio. Schwedische Kronen (10 Kronen sind rund 1 Euro) mehr als verdreifacht werden. Rechnet man die Übernahmen heraus, ergibt sich eine organische Wachstumsrate von +54%.

Der Verlust lag im Gesamtjahr bei 229 Mio. Kronen und im 4. Quartal bei 26 Mio. Kronen – wobei im Schlussquartal ein operativer Gewinn von 13 Mio. Kronen ausgewiesen wurde. Das zeigt, dass Bico Group bezüglich der Rentabilität auf dem richtigen Weg ist.

Lizenzvereinbarung mit Organovo

Kurz nach den Zahlen gab Bico Group eine Kooperation mit dem US-Unternehmen Organovo bekannt. Diese enthält umfassende Lizenzen für Bico Group für das Patentportfolio von Organovo im Bereich des 3D-Biodrucks. Gleichzeitig wurden damit mehrere Rechtsstreitigkeiten beigelegt, die beide Unternehmen in den vergangenen Jahren ausgefochten hatten. Aus Anlegersicht ist dies eine sehr gute Nachricht, denn damit verschwinden die Risiken aus den Patentstreitigkeiten.

70% Kursverlust gegenüber Allzeithoch

Seit ihrem Allzeithoch im September 2021 bei gut 60 Euro hat die Aktie inzwischen 70% an Wert verloren. Das ist wirklich eine Menge, auch wenn der Wert natürlich vorher alles andere als ein Schnäppchen war.

Inzwischen liegt der Börsenwert nur noch beim knapp des 5-Fachen des Umsatzes. In Anbetracht der starken Wachstumsperspektiven ist dies wirklich nicht viel. Aber es wird noch eine Weile dauern bis schwarze Zahlen geschrieben werden – sowas hören Anleger derzeit nicht gerne. Außerdem ist die Zukunft des Bioprinting noch ungewiss. Den hohen Gewinnchancen stehen also auch überdurchschnittliche Risiken gegenüber. Jeder muss selbst entscheiden, ob er bereit ist, diese einzugehen.