180% in 5 Jahren mit adidas

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Die adidas-Gruppe ist einer der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Der Konzern ist die führende Marke in der Sportartikelbranche mit einer ausgezeichneten Positionierung bei Sportschuhen, Bekleidung und Zubehör. (Foto: chrisdorney)

Lange sah es so aus, als würde adidas von Nike abgehängt werden. Doch jetzt hat der Sportartikelhersteller gegenüber dem ewigen Konkurrenten Boden gut gemacht. Das hat auch etwas mit dem Vorstandschef, Ex-Henkel-CEO Kasper Rorsted, zu tun. Er ist als Erneuerer bekannt, als einer, der den Laden auf Vordermann bringen kann. Das hat er auch bei adidas getan. Die Aktie hat sich in den vergangenen fünf Jahren im Wert nahezu verdreifacht.

adidas hat nicht nur Sportschuhe

Die adidas-Gruppe ist einer der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Der Konzern ist die führende Marke in der Sportartikelbranche mit einer ausgezeichneten Positionierung bei Sportschuhen, Bekleidung und Zubehör. Die einzelnen Produkte verbinden innovative Technik und modernes Design. TaylorMade-adidas Golf vertreibt ein komplettes Sortiment an Golfschlägern, Schuhen, Bekleidung und Accessoires. Das operative Geschäft ist in die Segmente Großhandel, Einzelhandel und andere Geschäftssegmente mit den Bereichen TaylorMade-adidas Golf, Rockport und Reebok-CCM Hockey untergliedert.

Erholung im 3. Quartal

Nach einem gutem Start in das Jahr 2020 kam der Großteil der Geschäftstätigkeit durch die Corona-Pandemie zum Erliegen. Im 3. Quartal hat sich das Geschäft von adidas gut erholt, da mehr als 90% der eigenen Einzelhandelsgeschäfte geöffnet waren, von denen im 2. Quartal die Mehrzahl für mehrere Wochen geschlossen waren. Das Kundenaufkommen nahm zwar zu, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig blieben die Konversionsraten hoch. Grund dafür war die stärker ausgeprägte Kaufabsicht der Kunden. Alle Regionen verzeichneten im Vergleich zum 2. Quartal eine sequenzielle Erholung. Der Umsatz kehrte in Russland/GUS (+11%) und in Europa (+4%) sogar auf den Wachstumspfad zurück.

Wachstum im E-Commerce

Trotz der hohen Zahl geöffneter Geschäfte setzte sich das außerordentliche Wachstum im E-Commerce-Bereich mit 51% fort. Dieses Wachstum ging einher mit einer starken Erhöhung des Anteils der Verkäufe zum vollen Preis. Das Direct-to-Consumer-Geschäft stieg währungsbereinigt um 13% und machte 35% des Umsatzes aus. Auch das Großhandelsgeschäft verzeichnete eine starke Verbesserung, blieb jedoch unter Vorjahr. Insgesamt ging der Umsatz um 7% zurück.

adidas setzt auf Multi-Channel-Strategie

adidas drängt in den Markt mit dem Endverbraucher, setzt zunehmend auf eine Multi-Channel-Strategie und somit neben dem Einzelhandel auch auf die eigene Online-Präsenz, das sogenannte D2C-Geschäft (Direct to Consumer). Auch dort ist die Corona-Krise der Katalysator für einen bereits vorher in die Wege geleiteten Umbruch. Gefährlich wird die Online-Präsenz der Hersteller vor allem, weil sie nicht nur ihre eigenen Produkte verkaufen. Mit Apps und Dienstleistungen rund um die Themen Fitness und Mode binden sie vor allem jüngere Konsumenten und bieten eine Alternative zum stationären Handel.

Zuverlässiger Dividendenzahler

Auf den ersten Blick sieht die Dividendenrendite von knapp 1% nicht gerade üppig aus. Der Charme erschließt sich beim zweiten Blick. adidas hat in den vergangenen 15 Jahren IMMER eine Dividende gezahlt und diese durchschnittlich um 14% jährlich gesteigert. Vieles spricht dafür, dass dies auch so bleibt. Denn adidas hat seine Produkteinführungspläne trotz Corona-Pandemie weiterhin erfolgreich umgesetzt und ist auf dem besten Weg, seine langfristigen Ziele zu erreichen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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