Gesco: Beteiligungsgesellschaft mit LNG-Tochter

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Im Zuge der Energiekrise in Europa und der drohenden Gas-Knappheit ist seit Wochen immer wieder von Flüssiggas (LNG) als Alternative zu dem russischen Gas die Rede. Ich stelle Ihnen nun ein Unternehmen vor, das mit einer Tochtergesellschaft von den geplanten LNG-Terminals in Deutschland profitieren wird.

Es handelt sich dabei um das 1989 gegründete Unternehmen Gesco aus Wuppertal. Gesco ist eine mittelständisch geprägte Industriegruppe mit Markt- und Technologieführern, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, nachhaltig und unternehmerisch zu handeln.

Die Beteiligungsgesellschaft erwirbt und entwickelt mittelständische Industrieunternehmen langfristig und verfolgt dabei nicht die Absicht, die Beteiligungen schnell wieder zu versilbern. Vielmehr will das Management langfristig am Erfolg der Tochtergesellschaften teilhaben.

Großer Portfolio-Umbau als Chance für Investoren

Im ersten Corona-Jahr 2020 hat Gesco den größten Portfolio-Umbau seiner Firmengeschichte abgeschlossen. Kurz vor Weihnachten 2020 verkaufte das Unternehmen sechs seiner damals 18 Beteiligungen an den Schweizer Investor Evoco. Vor allem margenschwache Tochtergesellschaften wurden aus dem Portfolio verbannt.

Dieser Schritt kostete zwar rund 90 Mio. Euro Umsatz, wirkt sich aber positiv auf die Profitabilität aus. Angenehmer Nebeneffekt: Zu den verkauften Firmen zählten auch die Automobilzulieferer, denen die gestörten Lieferketten und der Chipmangel nach wie vor zu schaffen machen.

Der Fokus liegt jetzt ganz klar auf innovativen Firmen, die in ihren Nischen eine führende Marktposition einnehmen. Im vergangenen Jahr kam eine neue Beteiligung hinzu. Aktuell gehören also elf operative Tochtergesellschaften zum Beteiligungsportfolio von Gesco.

Im Juni 2021 verstärkte sich das Unternehmen mit dem Kauf von United MedTec im Bereich Medizintechnik. Die Firma aus dem niedersächsischen Bückeburg ist europäischer Marktführer für Gelenkarmsysteme und Innovationsführer für hochwertige Produkte in der Medizintechnik, die auf kundenindividuelle Anforderungen angepasst werden.

Gesco-Tochter SVT: Der LNG-Profiteur

Besonders spannend ist aktuell und in Zukunft aus meiner Sicht die Gesco-Tochter SVT GmbH. Diese entwickelt und produziert als ein weltweiter Marktführer technologisch hochwertige und sicherheitstechnisch komplexe Anlagen zum Be- und Entladen von Schiffen, Tank- und Kesselwagen mit flüssigen und gasförmigen Stoffen.

Eine wichtige Produktgruppe sind Schiffsverladeeinrichtungen für sogenanntes Liquefied Natural Gas (LNG), also durch Abkühlung auf minus 165 °C verflüssigtes Erdgas. Das Unternehmen verfügt über die technische Kompetenz, Anlagen und Steuerungseinheiten auf die jeweiligen länderspezifischen Normen und Vorschriften hin auszulegen und bietet darüber hinaus einen weltweiten Service.

SVT beliefert die chemische und petrochemische sowie die Öl- und Gas-Industrie auf allen sechs Kontinenten der Erde und gilt als Qualitätsführer. Damit ist SVT voraussichtlich einer der großen Profiteure der kommenden Investitionen in den Bereich LNG. Auch deshalb ist die börsennotierte Muttergesellschaft Gesco für mich ein interessantes Investment.