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Amazon vor der Pleite? Von wegen!

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgründer und Ex-Vorstandschef Jeff Bezos warnt: Amazon wird Pleite gehen!

Ist Ihnen diese Meldung in den vergangenen Tagen auch immer wieder begegnet? Hat sie irgendetwas zwischen leichtem Unbehagen und blanker Panik ausgelöst? Dann hat die Klickfalle funktioniert.

Bezos warnt seit Jahren vor „unausweichlichem“ Ende von Amazon

Tatsächlich ist die reißerische Überschrift aus dem Kontext gerissen – und schon mehrere Jahre alt. Immer wieder hatte Bezos in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Gelegenheiten betont, dass selbst große und für die jeweilige Zeit wichtige Unternehmen oftmals nur einige Dekaden überstehen, ehe sie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden oder Insolvenz anmelden würden. Die Lebensdauer von Unternehmen bezifferte er stets auf eher 30 Jahre plus X – und eben nicht 100 Jahre plus X.

Die 30 Jahre hat Amazon bald voll. 1994 gründete Bezos das Unternehmen, das zunächst als Buchversandhändler die Branche stationärer Buchhändler in Bedrängnis brachte – und sich seit der Jahrtausendwende zunehmend zum Anbieter für Alles wandelte, ein gigantischer digitaler Tante-Emma-Laden, der längst auch als Verkaufsplattform für Drittanbieter agiert.

Bezos‘ jahrelange Erfolgsstrategie: Re-Investitionen statt Gewinnausschüttungen

Gerade in den ersten Jahren an der Börse trieb Bezos mit seiner Philosophie die Anleger regelmäßig in die Verzweiflung: Die Milliardeneinnahmen, die Amazon schnell verbuchen konnte, wurden großflächig ausgegeben für Investitionen in neue Projekte und Geschäftszweige. Bloß kein Stillstand, lautete die Devise.

Inzwischen ist die Online-Verkaufsplattform in der Bilanz zum Nebenerwerb verkommen. Den Hauptumsatz generiert Amazon über seine Web Services (AWS). Der Geschäftsbereich verzeichnet seit Jahren ein starkes Wachstum und steuert inzwischen einen erheblichen Anteil zur Gesamtbilanz des Konzerns bei.

Geduldige Anleger werden belohnt

Auch den Vorstandsvorsitz hat Bezos mittlerweile abgegeben. Seit rund 10 Monaten liegt die Verantwortung nun in den Händen des neuen CEO Andy Jassy. Dieser war zuvor verantwortlich für AWS, Amazons erfolgreiche Cash Cow.

Für geduldige Aktionäre der ersten Stunde hat sich die Strategie der Re-Investition von Einnahmen in neue Unternehmensbereiche längst ausgezahlt. Das Unternehmen zählt mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 1 Billion US-Dollar zu den wertvollsten der Welt – und das trotz eines Kurseinbruchs um rund ein Viertel, den die Aktie seit Beginn des Jahres hinnehmen musste.

Analysten bescheinigen Amazon Aktie weiterhin großes Potenzial

Experten sind sich einig: Die Amazon Aktie ist weiterhin ein Kauf, nach dem Kursrutsch vielleicht noch mehr als vorher. Mit Kurszielen von um die 4.000 US-Dollar rechnen Analysten nahezu mit einer Verdoppelung, gemessen am aktuellen Kurs. Am Dienstag war die Amazon Aktie für knapp unter 2.300 Dollar zu haben.

Schon bald wird sie deutlich günstiger und damit auch für Kleinanleger attraktiver: Für Anfang Juni plant das Unternehmen einen Aktiensplit im Verhältnis 1:20. Das bedeutet, dass bestehende Aktionäre für jede Aktie 19 weitere ins Depot bekommen, bei insgesamt unverändertem Wert. Pro Amazon Aktie dürften dann um die 120 Dollar fällig werden. Das könnte für neuen Schwung sorgen, weil auch mehr Kleinanleger die Chance ergreifen dürften, zum Schnäppchenpreis zuzuschlagen.

Aktiensplit vormerken: Am 6. Juni ist es soweit

Obwohl die Quartalszahlen des Onlineriesen zuletzt die Markterwartungen nicht erfüllen konnten und Anleger in Deckung gingen, sind Analysten weiterhin vom hohen Kurspotenzial der Amazon Aktie überzeugt und empfehlen das Papier reihenweise zum Kauf.

Die Deutsche Bank sieht das Kursziel recht konservativ bei 3.500 Dollar. Einen Anstieg auf 3.700 Dollar halten Experten der Schweizer Credit Suisse, der US-Großbank Goldman Sachs und des Analysehauses Jefferies für realistisch. JP Morgan sieht das Kursziel bei glatten 4.000 Dollar. Noch optimistischer positionierten sich zuletzt Ende April die Schweizer Großbank UBS (Ziel: 4.185 Dollar) und die britische Barclays Bank (Ziel: 4.240 Dollar).

Schnäppchenjäger sollten sich den 6. Juni im Kalender eintragen. Für diesen Stichtag hat Amazon den Aktiensplit angepeilt.