Das sind die beiden derzeit interessantesten Bank-Aktien

Das sind die beiden derzeit interessantesten Bank-Aktien
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Inhaltsverzeichnis

American Express hat 2021 mit 8,1 Mrd. $ den höchsten Gewinn der Firmengeschichte erzielt. Die Bruttoeinnahmen stiegen ebenfalls stark um 39,7% auf 43,8 Mrd. $. Im 1. Quartal knüpfte American Express an die Erfolge des Vorjahres an und konnte das Geschäftsvolumen deutlich steigern. Die Bruttoeinnahmen stiegen um 29,7% auf 11,7 Mrd. $.

American Express kämpft aggressiv, um seinen Marktanteil auszubauen

Das Unternehmen nahm viel Geld für Werbe- und Bonusprogramme in die Hand. Der Gewinn sank deshalb unter dem Strich um 6,1% auf 2,1 Mrd. $. American Express profitiert vor allem von der Rückkehr des Reiseverkehrs und der internationalen Geschäftsreisen. Bei Business-Kunden sind die Kreditkarten und Reiseschecks des Unternehmens besonders beliebt. Das stärkste Wachstum erzielt American Express nach wie vor in den USA. Dort greifen vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen vermehrt auf die Dienste von American Express zurück. Auch die Generation der Millenials und die Generation Z zählen vermehrt zu den Kunden von American Express.

American Express schaffte es jüngere Kunden an die eigene Marke zu binden

Der Umsatz mit den jüngeren Kunden stieg um 56%. Die Werbemaßnahmen zeigen Wirkung. American Express versucht, die potenziellen Großverdiener der kommenden Jahrzehnte frühzeitig an das Unternehmen zu binden. Wenn es gelingt, den Marktanteil in der jungen, wohlhabenden Zielgruppe zu erhöhen, ist die Zukunft von American Express für viele weitere Jahre gesichert.

Überschüssiges Kapital wird in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückgegeben. Die Quartalsdividende wurde um 21% auf 0,52 $ erhöht. Zudem nimmt American Express umfangreiche Aktienrückkäufe vor.

Unternehmensporträt

American Express ist der weltweit führende Anbieter von reisebezogenen Finanzdienstleistungen (Reiseschecks, Beratung). Daneben offeriert American Express Bankdienstleistungen wie Kreditkarten (American Express Card, Optima Card, Blue Card). Die Finanzdienstleistungssparte wurde 2005 abgespalten.

Lloyds Banking Group ist wieder auf Wachstumskurs

Lloyds Banking Group profitierte im Jahresauftakt von einer Erholung der Kundenaktivität sowie den höheren Zinssätzen in Großbritannien. Bei einer anhaltenden Kostendisziplin wurde das operative Ergebnis im 1. Quartal um 26% auf knapp 2 Mrd. £ gesteigert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,2 Mrd. £, verglichen mit 1,4 Mrd. £ im Vorjahr. Das Vorjahresergebnis war durch außerordentliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen begünstigt, was den Vergleich verzerrt.

Im Februar gab die Bank eine neue Unternehmensstrategie bekannt, die auf ein beschleunigtes profitables Wachstum hinzielt.

Lloyds Banking Group will mehr Kapital aus der vorhandenen Kundenbasis schlagen

Mit 26 Mio. Kunden in Großbritannien kann Lloyds auf eine starke Kundenbasis bauen. Keine andere Bank in Großbritannien hat so viele Kunden. Mit neuen und maßgeschneiderten Produkten sowie Dienstleistungen will Lloyds die Bruttoeinnahmen pro Kunden steigern und dafür rund 2 Mrd. £ für Wachstumsausgaben in die Hand nehmen. Der Zeitpunkt erscheint günstig. Neben der Erholung der Konjunktur sowie den höheren Zinssätzen profitiert Lloyds auch von höheren Zinsmargen, dass also die Refinanzierungskosten verhältnismäßig günstig ausfallen.

Ich halte für 2022 einen Gewinn von 5,0 Mrd. £ für möglich. Damit wird Lloyds an der Börse nur zum rund 6-Fachen des geschätzten Gewinns bewertet. Bei der Dividende sehe ich angesichts der soliden Kapitalausstattung und der ausbaufähigen Ausschüttungsquote Luft nach oben. Damit erscheint das Kurspotenzial der Aktie überdurchschnittlich.

Unternehmensporträt

Die britische Lloyds Banking Group ist die größte Retailbank und der größte Hypothekenfinanzierer in Großbritannien. Sie ist 1995 durch die Fusion der Lloyds Bank mit der Trustee Savings Bank (TSB) entstanden. Im Januar 2009 folgte die Akquisition des Immobilienfinanzierers Halifax Bank of Scotland (HBOS). Die Bank hat vier Sparten: Retail (Privatkundengeschäft), Wholesale (Großkunden), Versicherungen & Investments sowie Wealth & International.