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Was wäre, wenn Sie immer zu diesen Zeitpunkt kaufen?

Was wäre, wenn Sie immer zu diesen Zeitpunkt kaufen?
Farknot Architect / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Kein Trade. Einfach als langfristiges Investment. Wir schauen uns dafür heute die EMA 200 im Wochenchart an. Also auf richtig lange Sicht. Denn oft enden größere Korrekturen an dieser Stelle. So zumindest die landesläufige Meinung. Ob das stimmt, schauen wir uns an.

S&P 500 im Wochenchart

Wir sind aktuell noch etwas davon entfernt. Momentan verläuft die Linie bei 3.640 Punkten. Wir haben also noch Luft nach unten. 2019 dient als perfektes Beispiel für einen Kauf bei Kontakt der gewichtete 200er Linie. Der Corona-Crash 2020 zeigt, dass die 200 Wochenlinie kein Garant für einen Support ist, wenn es richtig heftig kommt.

(Quelle: Tradingview.com)

Allerdings spricht der Kursverlauf im Anschluss auch für die Theorie, bei Kontakt der EMA 200 zu kaufen. Denn klar, Sie hätten nicht das Tief erwischt. Bei weitem nicht. Die Kurse sind noch einmal 400 Punkte gefallen im Februar 2020. Doch die Erholung kam prompt. Ein Kauf bei der 200 Wochenlinie wäre als nur kurz ein Minus im Depot gewesen.

2016 dient als nächstes perfektes Beispiel. Das war eher eine Korrektur. 2019 ging es schon schneller bergab. Beide Male drehten die Kurse aber wieder an der EMA 200 nach oben. Wir können also nicht davon abhängig machen, wie schnell es Richtung Süden geht, ob wir jetzt einen Crash haben, der keinen Halt bei der 200 Wochenlinie einlegt. Zur Sicherheit also einfach kaufen.

Der richtige dicke Crash 2007-2009 ist offensichtlich die Ausnahme dieser Regel. Dabei ging so viel zu Bruch, dass die Kurse tatsächlich einige Jahre brauchten, um die EMA 200 nachhaltig hinter sich zu lassen. Die Linie verlief in dieser Phase sogar nach unten. Seitdem ging es stetig bergauf. In letzter Zeit besonders steil. Insofern ist es auch verständlich, dass dies nicht ewig so weitergehen konnte. Eine Verschnaufpause war überfällig.

Apple im logarithmischen Chart

Damit es für Sie übersichtlicher ist, habe ich den Chart auf logarithmisch umgestellt. Dabei bleibt die EMA 200 natürlich gleich. Einzig die Skala an der rechten Seite verschiebt sich und skaliert.

Auch hier sehen wir dasselbe Spiel: Küssen die Kurse die EMA 200, ist es langfristig immer gut, wenn Sie mit beiden Händen zugreifen.

(Quelle: Tradingview.com)

Das funktioniert logischerweise nur bei Aktien, die auch langfristig steigen. Insofern ist das bei einem Index, wie dem S&P 500 leichter umzusetzen.

Haben Sie dagegen einen Wert identifiziert, der öfter auch längere Zeiträume unter der EMA 200 verlaufen kann, müssen Sie den Spieß umdrehen. Dann kaufen Sie erst wieder, wenn die Kurse die Durchschnittslinie nach oben durchbrechen. Gold ist dafür ein Beispiel. Rohöl genauso. Schauen Sie sich einmal diese Chart an und erkennen Sie den Unterschied zu meinen oben gezeigten.