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HP mit Übernahme für 3-D-Druck-Bereich

Inhaltsverzeichnis

Während sich viele Technologie-Aktien im Abwärtstrend befinden, hält sich der „Börsen-Oldie“ HP sehr wacker. Wenn Sie nach den Gründen suchen, werden Sie schnell fündig: Hier trifft eine niedrige fundamentale Bewertung (KGV unter 10) auf aussichtsreiche Wachstumsmärkte (zum Beispiel 3-D-Druck und Gaming).

Der US-amerikanische Computer- und Drucker-Spezialist HP (ehemals Hewlett-Packard Company) hat kürzlich ein Unternehmen gekauft, das sich auf Verpackungsentwicklung spezialisiert hat. Der neue HP-Zukauf Choose Packaging gilt als Erfinder der einzigen kommerziell erhältlichen plastikfreien Papierflasche der Welt.

Choose wird in den Geschäftsbereich Personalization & 3-D Printing integriert. Der Markt für nachhaltige Verpackungen auf Faserbasis hat laut Schätzungen ein Volumen von 10 Mrd. US-Dollar. HP bietet in diesem Bereich schon eine 3-D-Druck-fähige Lösung an. Und auch sonst ist HP im Wachstumsmarkt 3-D-Druck gut aufgestellt.

3-D-Druck-Sparte profitiert von Corona-Pandemie

In der aktuellen Corona-Krise zeigt sich, dass 3-D-Drucker Lieferengpässe beseitigen können. Um die Leistungsfähigkeit der Branche zu zeigen, haben einige Anbieter – auch HP – die globale Digitaldruck-Community gegründet.

Die 3-D-Drucker produzieren Gesichtsmasken, Maskenadapter, berührungslose Türöffner oder auch Einzelteile, die im Kampf gegen das Virus dringend benötigt werden. HP hat bereits über 1.000 dringend benötigte Teile produziert und an Krankenhäuser in mehreren Ländern geschickt.

Der 3-D-Druck kann in der Krise gleich doppelt punkten: 1) Es können schnell und einfach fehlende Teile für die medizinische Versorgung produziert werden. 2) Die Unterbrechung der internationalen Lieferketten durch das Virus wird dafür sorgen, dass mehr Unternehmen wieder vor Ort produzieren. Dafür sind 3-D-Drucker bestens geeignet. Die Corona-Krise zeigt also, dass HP die richtigen Produkte im Angebot hat.

HP-Aktie im Aufwind

Während viele junge Technologiekonzerne zuletzt an der Börse Rückschläge hinnehmen mussten, legte die Aktie des oft langweilig wirkenden Computer- und Druckerherstellers HP in den vergangenen 12 Monaten um rund 50% zu (hinzu kommen noch die üppigen Dividendenausschüttungen).

Das Traditionsunternehmen entwickelt sich immer mehr zu einer Gelddruckmaschine. Mit den jüngst veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2020/21 (Geschäftsjahresende war am 31. Oktober 2021) übertraf HP erneut deutlich die Erwartungen der Analysten und Investoren. Der Umsatz stieg um 12,1% auf 63,5 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie sprang von 2,28 auf 3,79 US-Dollar.

Und es kommt noch besser: Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Technologiekonzern einen weiteren Gewinnanstieg auf 4,07 bis 4,27 US-Dollar je Aktie. Das bedeutet: Das KGV liegt noch immer bei unter 10. Und auch mittelfristig sieht es gut aus. Mit der Gaming-Sparte und dem industriellen 3-D-Druck hat HP zwei Joker im Portfolio.

Daher ist die HP-Aktie nach meinen Analysen ein spannendes Investment im Technologie-Sektor. Weitere Informationen zu HP finden Sie in meinem Börsendienst „Morriens Power-Depot“. Weitere Informationen zum Thema 3-D-Druck erhalten Sie demnächst hier im „Schlussgong“.