Aktienhandel: Provision und weitere zusätzliche Kosten

Wie es mit der Provision beim Aktienhandel aussieht und welche weiteren Kosten sich dabei ergeben, erläutern wir in diesem Artikel. (Foto: Deutsche Börse AG)

Wer im Aktienhandel tätig ist, der weiß, dass dabei einige Kosten anfallen können.

Mehr dazu: Aktien: Kauf und Verkauf verursachen Gebühren

Dazu gehört insbesondere auch die Provision.

Dieser Betrag muss in der Regel an die Bank oder ein anderes Dienstleistungsunternehmen gezahlt werden.

Nach der Abwicklung eines Handelsgeschäfts kann die Höhe der Provision nach dem Kurswert der Aktie berechnet werden.

Im Normalfall liegt die Provision beim Aktienhandel bei circa 1% des Aktienwerts.

Bei Anleihen liegt dieser Betrag bei etwa 0,5% des jeweiligen Werts. Die Gebühr wird aber zwischen Bank und Kunden frei vereinbart.

Die Provision wird durch die Bearbeitung, Abwicklung und Orderübermittlung durch die Anbieter bestimmt.

Kosten beim Aktienhandel: Provision, Maklercourtage, Depotgebühren

Neben der Provision fallen bei einer Depotführung weitere Kosten an.

Mehr dazu: Aktienkauf-Kosten: mit welchen Belastungen ein Anleger rechnen muss

Diese bestehen aus Ausgaben für:

  • die Depotführung
  • die Provision
  • die Maklercourtage
  • die Jahressteuerbescheinigung
  • das Börsenendgeld als Pauschale
  • Fixkosten für das Depot

Kosten beim Aktienkauf – eine Beispielrechnung

Nehmen wir an, ein Aktionär will 10 Aktien eines am DAX gelisteten Unternehmens zu 150 € an der Frankfurter Wertpapierbörse kaufen. Dann entstehen folgende Kosten:

  • Die Depotführung beläuft sich auf 1.500 €.
  • Die Provision in Höhe von 1% liegt somit bei 15 €                                                          (1.500 € x 1% = 15 €).
  • Die Maklercourtage berechnet sich mit 0,04% und ergibt 0,60 €                                       (1.500 € x 0,04% = 0,60 €).
  • Das Börsenendgeld beträgt als Pauschale 2 €.

Die Einzelbeträge werden anschließend wie folgt zusammengerechnet:

1.500 € + 15 € + 0,60 € + 2 € = 1.517,60 €.

Der Betrag von 1.517,60 € wird dann in Rechnung gestellt. Im Übrigen fallen die gleichen Kosten auch bei einem Verkauf an. Hinzu kommen noch die jährlichen Fixkosten für das Depot in Höhe von etwa 20 € und für die Jahressteuerbescheinigung von circa 15 €.

Variierende Kosten bei den verschiedenen Banken

Die Maklercourtage muss nur an der Parkettbörse gezahlt werden. Für im DAX gelistete Unternehmen beträgt sie 0,04% vom Ordervolumen und für alle anderen 0,08%.

Das jeweilige Kreditinstitut ist für die Maklercourtage nicht von Bedeutung und sie entspricht auf jeden Fall der Höhe von 0,04% beziehungsweise von 0,08%.

Die Kosten für die Provision, das Depot und die Jahressteuerbescheinigung sind jedoch nicht bei allen Banken gleich. Direktbanken sind hier meist günstiger als Filialbanken.

Die verschiedenen Beträge ergeben sich aus den Kosten für die Filialen und die Beratung, da diese bei einer Filialbank zum Service dazugehören.

Die Filialbank bietet sich vor allem für diejenigen Kunden an, die zwar investieren, sich jedoch nicht intensiv mit den Aktien befassen können und/oder wollen.

Insgesamt sind die Provisionskosten berechtigt und bei nur etwa 1% vom Ordervolumen auch recht gering.

Wer beim Aktienhandel jedoch an den Provisions-, Depot- und Jahressteuer-Bescheinigungskosten sparen möchte, der sollte sich für eine Direktbank entscheiden.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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