Dynamische Liquidität: Gradmesser der Zahlungsfähigkeit von Konzernen

Die dynamische Liquidität beschreibt die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Hierbei werden die aktuellen Geldflüsse gegeneinander gerechnet und analysiert. Besonders in der […] (Foto: hywards / Shutterstock.com)

Die dynamische Liquidität beschreibt die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Hierbei werden die aktuellen Geldflüsse gegeneinander gerechnet und analysiert.

Besonders in der Analyse von Konzernen wird das Verfahren häufig angewendet.

Möchte man also die Liquidität für einen zukünftigen Zeitraum wissen, ist diese Methode dafür bestens geeignet.

Entscheidend ist hierbei immer der gewählte Zeitraum. Denn die dynamische Liquidität wird jedesmal für eine bestimmte Periode betrachtet.

Dabei gibt es jedoch keinerlei Beschränkungen, wie klein oder groß dieser Zeitraum sein muss.

Letzten Endes sind extrem kurze oder lange Zeitabschnitte natürlich weniger sinnvoll.

Die Berechnung für die dynamische Liquidität ist die Differenz aus erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen in der Periode.

Einzahlungen

Damit die dynamische Liquidität korrekt berechnet wird, ist es wichtig zu wissen, welche Bereiche aus dem Unternehmen zu den Einzahlungen gezählt werden.

Das ist bei diesem Thema aber erfreulicherweise sehr überschaubar. So zählen zum Zahlungsmittel-Zufluss in 1. Linie alle Einnahmen, die man über den Verkauf von Produkten generiert.

Man kann allerdings auch noch weiter ins Detail gehen. Es gelten schließlich alle Zuflüsse von Kapital in einem bestimmten Zeitraum.


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Sollte der Betrieb also beispielsweise Abfindungen durch Vertrags-Strafen erhalten, so zählt dies genauso dazu.

Auch wenn das natürlich kaum regelmäßig vorkommt, würde solch eine Einnahme auch bei der dynamischen Liquidität hinzuaddiert werden.

Genauso wirken sich eventuelle Bestechungs-Gelder auf die Berechnung aus.

Diese Beispiele sind natürlich selten – und genau das ist der Haken bei der dynamischen Liquidität: Man wirft vieles in einen Topf und schaut sich nur einen bestimmten Zeitraum isoliert an.

Deshalb hat diese Art und Weise die Zahlungsfähigkeit von Firmen darzustellen, nicht nur Befürworter – einfach aus dem Grund, dass viele zufällige und selten vorkommende Faktoren eine Rolle spielen können.

Die dynamische Liquidität ist und bleibt eine Momentaufnahme und verrät nicht viel über die grundsätzliche Liquidität und Wirtschaftlichkeit des Betriebes.

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Noch ein Satz zu den Zahlungsmittel-Zuflüssen: Zinsen aus Guthaben und Anlagen kommen häufig vor und zählen ebenfalls dazu.

Auszahlungen

Hat man die Summe aller Einzahlungen einer bestimmten Periode addiert, gilt es danach die Auszahlungen zu sammeln.

Der Vergleichs-Zeitraum der Abflüsse muss identisch sein mit dem der Zuflüsse.

Zu den Auszahlungen zählt als erstes die Produktion mit all ihren Kosten. Dabei handelt es sich sowohl um Material- als auch um die Herstellungs-Kosten selbst.

Hinzu kommen Ausgaben für Mitarbeiter und Lager. Des Weiteren müssen Steuern und Kredit-Zinsen bei den Zahlungsmittel-Abflüssen genannt werden sowie Kosten für Werbung, Marketing und Vertrieb.

Dynamische Liquidität

Hat man nun beide Summen für den Zahlungsmittel-Zufluss und den Zahlungsmittel-Abfluss festgestellt, zieht man die Abflüsse von den Zuflüssen ab.

Was übrig bleibt, wird als Zahlungsmittel-Bestand bezeichnet – natürlich immer nur für den berechneten Zeitraum.

Die dynamische Liquidität ist damit das verfügbare Kapital plus den erwarteten Einnahmen, abzüglich der Verbindlichkeiten des Unternehmens.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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