Inflation: Was deren Rückkehr für Sie bedeutet

Die Inflationsrate in Deutschland ist zuletzt auf den höchsten Stand seit 3,5 Jahren gestiegen (Stand: Januar 2017).

Anstieg der Inflationsrate

Im Dezember 2016 kosteten Waren und Dienstleistungen hierzulande im Schnitt 1,7% mehr als 1 Jahr zuvor; dies gab das Statistische Bundesamt am 18. Januar 2017 bekannt.

Im November lag die Inflationsrate mit 0,8% nicht einmal halb so hoch.

Grund für den Sprung im Dezember ist die teurere Energie; die Energiekosten lagen durchschnittlich 2,5% höher als 1 Jahr zuvor.

Der Hintergrund: Das Ölkartell OPEC und andere Öl-Förderländer hatten sich auf Produktions-Kürzungen geeinigt, um den Preis für den Rohstoff hochzutreiben.

Für die Europäische Zentralbank (EZB) ist der Anstieg der Inflationsrate eine gute Nachricht.

Sie strebt im Währungsraum stabile Preise an und sieht dies bei einer Teuerung von knapp 2% als gewährleistet an.

Die Bundesregierung und die Wirtschaftsweisen erwarten für das Jahr 2017 eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,6% in Deutschland.

Es wäre der höchste Wert seit 2012. Doch was bedeutet eine höhere Inflationsrate für Sie als Sparer?

Für Sparer ein schwerer Schlag

Für Sparer ist der Anstieg der Inflationsrate ein schwerer Schlag!

Denn eine höhere Inflationsrate bei gleichzeitig historisch niedrigen Zinsen bedeutet, dass viele Sparer jährlich noch mehr an Kaufkraft verlieren als zuvor schon.

Die für 2017 erwartete Inflationsrate von 1,6% übersteigt das Zinsniveau, das Sie bei Anlagen auf Tages- und Festgeld-Konten erhalten, mittlerweile um ein Vielfaches.

Wenn Sie beispielsweise 100.000 € auf einem Tagesgeld-Konto anlegen und dafür 0,3% Zinsen erhalten, so verlieren Sie auf Jahressicht rund 1.300 € an Kaufkraft.

Zwar erhalten Sie – wenn wir in unserem Beispiel bleiben – 300 € Zinsen gutgeschrieben.

Dafür haben Ihre 100.000 € nach Ablauf des Jahres und unter Berücksichtigung der Zinsen sowie der Inflationsrate nur noch eine Kaufkraft von 98.700 €.

Dieses vereinfachte Zahlenbeispiel verdeutlicht Ihnen, dass eine steigende Inflationsrate und ein gleichzeitig auf historisch niedrigem Niveau verharrender Zins für Sparer eine denkbar ungünstige Kombination darstellt.

Kommen wir jetzt noch zu dem nach meiner Einschätzung einzigen Ausweg aus diesem Dilemma:

Setzen Sie auf Aktien

Aus meiner Sicht kommen Sie dann, wenn Sie Ihr Vermögen mehren wollen, nicht an Aktien vorbei.

Und: Auf lange Sicht können Sie mit Aktien fast nur gewinnen.

So brachte der deutsche Leitindex DAX beispielsweise seit der Gründung im Jahr 1988 eine jährliche Durchschnitts-Rendite von rund 8% (incl. Dividenden).

18. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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