Wie der Euro die Hoffnungen von Millionen Europäern zerstörte

Kein Wort der Politiker über den großen Crash – wohlweislich wird dieses Thema verschwiegen. Dabei stehen alle Zeichen auf Sturm, […]

Kein Wort der Politiker über den großen Crash – wohlweislich wird dieses Thema verschwiegen.

Dabei stehen alle Zeichen auf Sturm, wie wir Ihnen bereits aufgezeigt haben, und immer mehr Experten gehen von einer Katastrophe aus.

Martin Armstrong und sein Pi-Code

Dahingehend haben wir Ihnen auch die Geschichte des US-amerikanischen Finanz-Analysten Martin Armstrong erzählt.

Dieser hat mit einem von ihm entwickelten Computer-Programm (Pi-Code) bereits mehrere Bankrotte und Krisen vorhergesehen.

Auch Europa prognostiziert er schwere Zeiten, kennt aber auch Lösungen, die wir Ihnen bereits aufgezeigt haben.

Labiles EU-Banken-System

„Auf alle Fälle war es ein Fehler, den Euro damals nicht mit gemeinsamen Anleihen ausgestattet zu haben“, sagt Pi-Code-Erfinder Armstrong.

„Deshalb ist heute auch das europäische Banken-System so labil. Die Institute konnten nicht einheitliche, sichere Papiere kaufen, sondern haben griechische, italienische oder spanische Papiere gekauft, und immer wenn ein Staat in Probleme geriet, taumelten auch die Banken.“

Tatsächlich ist es so: Wenn man durch gemeinsame Anleihen einheitliche Reserven gebildet hätte, stünde die Euro-Zone heute weitaus besser da.

Geflecht aus staatlichen Missständen und maroden Banken

Armstrong:

„Nun haben wir dieses schreckliche Geflecht aus staatlichen Problemen und Banken-Schieflagen. Das ganze System wird früher oder später zusammenbrechen. Die Wirtschaft der Euro-Zone befindet sich allen Zahlen zum Trotz noch in der Rezession.“

Und weiter:

„Selbst in den USA erleben wir lediglich eine kleine Erholung nach der Finanzkrise von 2008. Noch immer stehen viele Büros leer. Die Rallye an den Aktienmärkten übertüncht die wirkliche Lage der realen Ökonomie aber nur. Denn alle wollen ihr Geld sichern.“

Der große Crash 2017 oder 2018?

Letztlich sagt der Pi-Erfinder voraus: „Der große Crash wird kommen; 2017 oder 2018.“

Diese Vorhersage deckt sich mit der Wahrscheinlichkeits-Rechnung des Diplom-Mathematikers und Wirtschaftswissenschaftlers Bernd-Thomas Ramb.

Seiner Wahrscheinlichkeits-Kurve nach würde eine Währungs-Reform im Jahr 2017 50% Wahrscheinlichkeit erreichen. 2018 wäre diese größer, als dass sie nicht käme.

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Europäische Kleptokratie

Auch 2017 sehen Experten das Euro-Problem als gegeben.

Vor ein paar Wochen hielt beispielsweise Elio Lannutti, der Gründer und Vorsitzende der italienischen Sparer-Schutzvereinigung ADUSBEF, einen Vortrag mit folgendem Titel:

„Werden wir am Euro sterben?“

Lannutti macht darin auf ein großes Problem aufmerksam: auf die europäische Kleptokratie. Sie hat Millionen Europäern die Zukunfts-Hoffnung zerstört.

Sie hätten auch gern Beispiele dafür? – Dann lesen Sie weiter!

So zerstörte der Euro die Hoffnungen von Millionen Europäern

Die Troika der EU-Kommission sowie der Internationale Währungsfonds (IWF) haben das griechische Volk mit ihren Rettungs-Programmen regelrecht „massakriert“ (Lannutti).

Viele Millionen Griechen müssen auf die grundlegendsten medizinischen Leistungen verzichten oder sich von abgelaufenen Lebensmitteln ernähren.

Oder schauen Sie nach Spanien: Dort wurde Zehntausenden ihr Besitz gepfändet und sie verloren ihre Wohnungen.

Die Portugiesen? – Viele von ihnen vegetieren unter der Armutsgrenze dahin und/oder sind obdachlos.

Und die Italiener? – Über 40% der Jungen sind arbeitslos – ein unendliches Heer, dessen Zukunfts-Hoffnungen durch den Euro in den Rinnstein geworfen wurden.

Die verzweifelten Unsichtbaren und die totalitäre Milton-Friedman-Doktrin

Vergessen werden dürfen auch nicht die „zahlreichen verzweifelten Unsichtbaren, die noch vor 15 Jahren zur Mittelschicht gehörten und heute in die Mensen der Caritas strömen, um etwas Warmes zu essen zu bekommen“, beklagt Lannutti völlig zu Recht.

Aus all diesen Gründen kritisiert Elio Lannutti auch die europäische Gemeinschafts-Währung. Konkret sagt er:

„Der Euro wurde von vermeintlichen Staatsmännern gewollt, die in Wirklichkeit nicht mehr waren als bescheidene Diener der neoliberalen totalitären Doktrin eines Milton Friedman, und er wurde den Italienern als das neue Eldorado verkauft.“


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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