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Stetige Dividendenzahler: Lockheed Martin und Raytheon Technologies

Stetige Dividendenzahler: Lockheed Martin und Raytheon Technologies
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Inhaltsverzeichnis

Lockheed Martinkonnte den Umsatz in den ersten 9 Monaten um 2% auf 49,3 Mrd. $ steigern, der Gewinn fiel jedoch um 15,4% auf 4,3 Mrd. $.

Großauftrag aus Finnland

Für gute Nachrichten sorgte das finnische Verteidigungsministerium in Form eines Großauftrags über 64 Kampfjets des Typs F-35A im Wert von 8,4 Mrd. €. Lockheed Martinprofitiert dabei nicht nur vom Verkauf der Flugzeuge, sondern auch von der Lieferung der nötigen Ausbildung, Instandhaltung und Wartung. Ein Vertrag für diese Aufgaben besteht bis 2030.

Für 2021 schraubte der Vorstand die Prognosen herunter und erwartet einen Umsatz von 67 Mrd. $ und einen Cashflow von 8,3 Mrd. $. Der Gewinn soll mit 22,45 $ je Aktie höher ausfallen als erwartet. Für 2022 ist ebenfalls kein Umsatzwachstum zu erwarten, und das operative Ergebnis könnte durch wegfallende Steuerbegünstigungen ebenfalls geringer werden. Für die kommenden Jahre erwartet der Konzern eine flache Entwicklung des Umsatzes.

Forschung & Entwicklung wird vorangetrieben

Strategisch sollen daher die Bemühungen in Forschung & Entwicklung gestärkt werden, um in 5 Jahren mehr Wachstum zu erreichen. Lockheed Martinist Aktionärsliebling. Stetige Dividendensteigerungen und Aktienrückkäufe bleiben ein starker Pluspunkt. Im 3. Quartal wurden 718 Mio. $ an Dividenden und 500 Mio. $ an Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückgegeben. Im September wurde die Quartalsdividende erneut um 20 Cent auf 2,80 $ je Aktie erhöht.

Das schwächere Wachstum könnte zu einer ersten Delle in dieser Entwicklung führen. Langfristig müssen neue Produkte in das Portfolio.

Unternehmensporträt

Lockheed Martin gehört neben Boeing zu den weltweit größten Rüstungskonzernen. Hauptgeschäftsfelder sind die Entwicklung von Raketen-, Flugabwehr- und Satellitensystemen sowie die Produktion von Kampfjets und Transportflugzeugen (F-16, F-22, F-35, C-130S). Die US-Regierung und die US-Armee sind mit einem Umsatzanteil von über 70% die bedeutendsten Vertragspartner des Konzerns. Ein zweites Standbein wurde im Energiegeschäft aufgebaut.

Raytheon Technologies bleibt auf dem Wachstumspfad

Raytheon Technologies konnte den Umsatz in den ersten 9 Monaten um 17,9% auf 47,3 Mrd. $ steigern. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 3,2 Mrd. $.

Die Prognose für 2021 wurde angehoben. Der bereinigte Gewinn soll zwischen 4,10 und 4,20 $ je Aktie liegen. Beim Umsatz wurden die Erwartungen mit 64,5 Mrd. $ leicht gedämpft. Die Gewinnsteigerung ist teilweise auf die Synergieeffekte durch die Fusion zurückzuführen. Auch die Erholung von der Corona-Krise hilft. Interessant ist die Aufschlüsselung nach Kunden. Der Umsatzanteil der amerikanischen Bundesregierung ist mit 23,2 Mrd. $ auf 48,9% gestiegen. Danach folgt mit 34,4% die kommerzielle Luftfahrt. Bei den Sparten konnte analog dazu vor allem Missiles & Defense glänzen. Dort stieg der Umsatz um 62% auf 11,7 Mrd. $. Auch wenn einige Zahlen durch die Fusion noch nicht präzise interpretierbar sind, ist ein deutlicher Trend erkennbar.

Synergieeffekte der Fusion deutlich erkennbar

Bisher profitierten alle Seiten von der Fusion. Die Synergieeffekte sind deutlich erkennbar. Nicht nur die Zusammenlegung der Administration, sondern auch der gemeinsame Fokus auf die Produkte hilft der operativen Marge. Besonders die Sparte Pratt & Whitney profitiert von der Fusion und konnte die Marge in die schwarzen Zahlen drehen. Die gesamte operative Marge (EBIT) konnte um 4,4 Prozentpunkte auf 9,1% gesteigert werden. Im Dezember gab der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 6 Mrd. $ bekannt.

Zusätzlich zum Aktienrückkaufprogramm wurde die Quartalsdividende auf 0,51 $ je Aktie angehoben.

Unternehmensporträt

Raytheon Technologies entwickelt und vertreibt eine Vielzahl von Produkten für den industriellen, zivilen und militärischen Bedarf. Hauptgeschäftsfelder sind Antriebe für die Raum- und Schifffahrt (Pratt & Whitney), sowie Komponenten für die Luftfahrtindustrie (Collins Aerospace). RTX ist seit der Fusion das zweitgrößte Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt hinter Boeing. Zu den Großkunden gehören u.a. Airbus und die US-Regierung.