Wall Street: Der wichtigste Finanzplatz der Welt

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Was genau ist eigentlich die Wall Street? Für viele ist diese Straße in New York City das Zentrum des Kapitalismus. (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Sie ist eine der bekanntesten Straßen der Welt – die Wall Street (dt. Wallstraße). Ihr Ansehen im New Yorker Stadtteil Manhattan ist enorm. Die Wall Street ist eine nur rund 1 Kilometer lange Straße im Zentrum der US-amerikanischen Millionenstadt New York. Ihr Name geht zurück auf einen Mauerwall, den die Pioniere des Landes 1652 zum Schutz vor Indianern aufgeschüttet hatten. Beeindruckend: Die Geschichte der Wall Street als Finanzplatz begann schon 1792.

Vielen ist der Begriff geläufig, doch was ist die Wall Street genau und worin liegen Bedeutung und Mythos?

Was ist die Wall Street? Die heutige Bedeutung

In der Wall Street sind heute viele Geldinstitute und die größte Wertpapierbörse der Welt, die New York Stock Exchange (NYSE), angesiedelt. Die NYSE – mit der Adresse Wall Street N°11 – ist die bedeutendste Börse der Welt, an der auch der international bedeutende Dow Jones Index notiert ist.

In der Wall Street befinden sich heute nicht nur US-Banken, sondern in großer Zahl auch ausländische Geldinstitute des gesamten Erdballs mit Tochtergesellschaften und Filialen. Allgemein wird der Begriff “Wall Street” auch generell als Bezeichnung für das in Vereinigten Staaten tätige Bank- und Finanzwesen verwendet.

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Buttonwood-Vertrag 1792: Die Börse entsteht

Einige New Yorker Wertpapierhändler schlossen 1792 das “Buttonwood Agreement” (dt. Buttonwood-Vertrag), das Gründungsdokument der heutigen New Yorker Börse. Das Dokument trägt den Namen, weil es die Händler auf der Wall Street unter einem Buttonwood-Baum verhandelten. Der erste Handel begann mit nur fünf Wertpapieren.

Nach einem rasanten Anstieg gehandelter Wertpapiere wurde 1817 das New York Stock & Exchange Board, welches als übergeordnete Institution des Börsenhandels fungierte, gegründet. 1911 wurde dann das uns heute bekannte Gebäude der NYSE bezogen.

Die großen Finanzkrisen – Ausgangspunkt Wall Street

Beginnend an der Wall Street breiteten sich die größten Finanzkrisen der Geschichte aus. Schon 1837 zerplatzte die erste Spekulationsblase. Nach weiteren Krisen im 19. Jahrhundert fand die Weltwirtschaftskrise mit dem „Schwarzen Donnerstag“ am 24.10.1929 ihren Ausgangspunkt.

Der Handelstag mit den größten Verlusten in Höhe von 22,6 % war der „Schwarze Montag“, der 19.10.1987. Auch das Ende des Internet-Hypes oder die Finanzkrise 2007 rissen enorme Lücken in die Renditen von Anlegern. Verschiedene Börsenmakler und Banker an der Wall Street verloren ihren Arbeitsplatz.

“Gier ist gut”: Die Wall Street in Hollywoods Filmindustrie

Auch die Filmbranche Hollywoods hat sich in der Vergangenheit häufiger mit der Wall Street beschäftigt. Im gleichnamigen Kinofilm mit Michael Douglas unter der Regie von Oliver Stone geht es um die dubiosen Geschäfte des zwielichtigen Finanzmagnaten Gordon Gekko. Reale Vorbilder für die Person des Hauptdarstellers waren die Wall Street-Spekulanten Ivan Boesky und Carl Icahn, von denen zumindest Boesky wegen unlauterer Finanzgeschäfte (Insiderhandel) eine Haftstrafe zu verbüßen hatte.

Von Boesky stammt auch die „Gier ist gut“-Rede, die Gekko im Film in Teilen hält. Kritiker attestierten „Wall Street“ eine radikale Kommentierung der kapitalistischen Mentalität. Die Wall Street hat die Bedeutung als wichtigster Finanzplatz der Welt bereits seit langer Zeit. Auch wenn einzelne Personen und Unternehmen der Finanzindustrie aufsteigen oder untergehen.

2014 erschien in Deutschland der US-amerikanische Film “The Wolf of Wall Street”. Leonardo DiCaprio spielte in der Hauptrolle den Anfang 20 Jährigen Aktienhändler Jordan Belfort. Mit seiner eigenen Firma erzielte er große Gewinne und wurde zum Multimillionär. Als Star der New Yorker Börse gefeiert, wurde er von allen “Wolf of Wall Street” genannt.

Mit Anfang 20 gründet der Aktienhändler Jordan Belfort seine eigene Firma, die schnell zum großen Erfolg wird. Er wird zum Multimillionär und Star an der New Yorker Börse, der von allen nur `Wolf of Wall Street’ genannt wird. Der Film basiert auf einem gleichnamigen Bestsellers des Börsenmaklers Jordan Belfort.


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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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